Mammakarzinom - Risiken chirurgischer Tumorentfernung

Lena
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Mammakarzinom - Risiken chirurgischer Tumorentfernung

Beitragvon Lena » 24. Nov 2013, 19:27

Prof. Dr. Klaus Thomsen (1915-1992) an der Gynäkologischen Universitätsklinik Hamburg, der viel beachtete kritische Sätze zur klinischen Tumortherapie, insbesondere des Mammakarzinoms sagte, wusste bereits um die kritischen Stimmen der Universitärskliniken Heidelberg und Nürnberg zu den chirurgischen Eingriffen.

http://www.handelsblatt.com/technologie/forschung-medizin/medizin/krebstherapie-grenzen-der-tumortherapie/3189262.html

"Grenzen der Tumortherapie 02.06.2009
Forscher warnen vor Nebenwirkung bei Krebsbehandlung: Einzelne Studien deuten darauf hin, dass bestimmte Wirkstoffe den Nebeneffekt haben könnten, die Bildung von Metastasen zu stimulieren. Als eine mögliche Ursache gilt die molekularen Reaktion der Krebszellen, die es ihnen erlaubt, in der Nachbarschaft von anderen Organen zu leben."


Der Pharmakonzern Roche bewirbt seine Angiogenese-Blocker "Avastin" mit der Behauptung, dass sie molekulare Mechanismen hemmen, mit deren Hilfe Tumore das Wachstum von Blutadern anregen und damit ihren steigenden Nährstoffbedarf sichern.
Das 4,5 Mrd.-US-Dollar Umsatz-Krebsmedikament sollte schon in einigen Jahren zweistellige Milliardenerlöse einfahren. Um die durchschnittlich vorprognostizierte Lebenserwartung von Darmkrebspatienten zu verlängern.

Prof. Dr. Karl-Heinz Julius Hackethal weist in seinem Buch "Nachoperation" (1977) auf die Problematik der tumorchirurgisch bedingten Rezidive hingewiesen. Heute wissen wir aus der Forschung, dass unser Immunsystem in der Lage ist, Krebszellen im Blut zu erkennen und diese zu vernichten. Diese Teilaufgabe unseres Immunsystems wird nach dem chirurgischen Eingriff einer Tumoroperation durch massenhafte Krebszellenüberschwemmung überfordert, so, wie sie nach Biopsien erfolgen - dem Herumstechen, Herumstochern in der Krebsgeschwulst.

Dass diese heute tabuisierte Kritik an klinischer Tumortherapie zeigt sich in der s.g. plus/minus 2-Jahres-Frist der Rezidive oder Metastasierung.

Lieber Gruß Lena
"Weißt du, dass die Bäume reden? ... Sie sprechen miteinander, und sie sprechen zu dir, wenn du zuhörst." (Taganga Mani, Stoney)

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Biopsie: je mehr der Krebstumor gezerrt und gequetscht ...

Beitragvon Lena » 3. Dez 2013, 14:18

Lena hat geschrieben:Prof. Dr. Karl-Heinz Julius Hackethal weist in seinem Buch "Nachoperation" (1977) auf die Problematik der tumorchirurgisch bedingten Rezidive hingewiesen.
"Denn nicht blindes Vertrauen, sondern kritische Kontrolle und gründliche Information sollte die faire Partnerschaft zwischen Arzt und Patient kennzeichnen."

"Warum ist die Biopsie bei Krebs, gleich welcher Art, ein höchsterantwortlicher Eingriff?

Weil jede nicht pedantisch korrekte Biopsie aus einem schlafenden Tiger ein todbringendes Raubtier machen kann. Und zwar aus folgenden Gründen:

Krebszellen haben einen Durchmesser von 5-50 My, also von 5 bis 50 tausend Millimetern.
Die kleinsten Krebszellen sind kleiner als rote Blutkörperchen (6-9My).
Wahrscheinlich sind auch Bruchstücke der kleinsten Krebszellen noch vermehrungsfähig.

Mit jedem Messerschnitt und jedem Scherenschlag bei der Operation werden unzählige, abführende Kanäle angeschnitten, geöffnet.

Lymph- und Blutkapillaren (= Haargefäße) mit einem Durchmesser von 10 My.
Vor allem aber auch die allerkleinsten Abwässerkanäle, die Gewebsspalten oder Spalträume, aus denen die Lymphkapillare entspringen.
Ebenfalls geöffnet werden Venolen und "Lympholen", also die etwas größeren Anschlußgefäße der Kapillaren mit einem Durchmesser von 20 My und mehr.
Sowie noch größere abführende Gefäße mit einer Lichtung von ein bis zwei, ja von drei bis vier Millimetern, also 1000 bis 4000 My.

Es ist einleuchtend, daß Geschwulstzellen nicht nur als Einzelexemplare, sondern in Kompanie-, ja wohl sogar in Divisionsstärke in die Abwässerkanäle eingeschleust werden können.
Sowohl einmassiert wie eingesaugt von der Strömung. Ausschwärmend wie die Bewohner eines Bienenkorbes, an dem jemand gerüttelt hat. Allerdings passiv bewegt.

Günstigenfalls bleiben die Krebszellen in der Nähe des Schnittrandes stecken. Insbesondere in den ersten Filterstationen der Lymphgefäße, den herdnahen Lymphknötchen und - knoten. Auch in den Ventilklappen, die es ja auch an den feinsten Lymph- und Venenadern gibt.
Die weitaus meisten Geschwulstzellen geraten nicht in den Blutkreislauf, sondern in die Lymphbahnen.
Hier wandern sie dann mit einer Geschwindigkeit von 10 mm pro Stunde oder langsamer oder schneller weiter. Passiv und aktiv. Gedrückt, angesaugt und durch Vermehrung wachsend.

Je "rabiater" (= traumatischer) bei einer Biopsie vorgegangen, je mehr der Krebstumor gezerrt und gequetscht, je öfter hineingeschnitten wird, um so größer die Krebsexplosion.
Um so mehr Krebszellen werden in die Lymph- und Blutkanäle eingeschwemmt und -massiert."


Lieber Gruß Lena
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Mammakarzinom - Operations-Risiken neben Chemo-Risiko

Beitragvon Lena » 25. Jul 2014, 23:12

Eigentlich müsste..., das Mammakarzinom nicht operativ entfernt werden und die Chemotherapie sofort abgebrochen werden...

http://www.fassen.de/krebs/#_Toc284264171

"Die Überlebensfrage der behandelnden Frauen möchte ich anhand eines neueren Berichts darlegen. Aus dem Buch "Gynäkologische Onkologie" von Prof. Dr. med.- Schmidt-Matthiesen, Bastert und Wallwiener, das im Jahr 2000 aufgelegt wurde, finden wir verschiedene Hinweise, welche die Überlebensrate der behandelten Frauen betriffen.

Insgesamt kann dem Buch keine eindeutige Aussage über den Therapie-Erfolg entnommen werden, weil kein einheitlicher Terminus bestand. Zum einen wird eine Heilungsrate von 35-40% erwähnt; im Anschluß daran weist man auf eine 5-Jahres-Überlebensrate von 50% hin. Die 10-Jahre-Überlebensrate lag nur noch bei ca. 30%. Heilen und Überlebensrate scheint in der Onkologie etwas Gleichbedeutendes zu sein. An anderer Stelle wird eine dauerhafte Heilung bei Brustkrebs ausgeschlossen.

Sortieren wir die Krebspatientinnen nach dem Schweregrad ihrer Erkrankung, so finden wir bei den Patientinnen mit multiplen Metastasen eine mittlere Überlebenszeit von 1,5 bis 2 Jahren, auch wenn die Therapie einzelne Tumore zum Schwinden bringt. Wie oft mit Metastasen gerechnet werden muß, wird leider nur mit häufig angegeben. In der etwas älteren Literatur finden wir dazu Zahlen von 60% bis 85%.

All diese Ergebnisse sollen die betroffenen Frauen nicht in Hoffnungslosigkeit stürzen.
Halten wir uns nochmals vor Augen:
"Bei 47% aller Frauen ohne Therapie, entstehen überhaupt keine Metastasen. Die von Prof. Nolternius beobachteten Frauen, die sich keiner Behandlung unterzogen, starben zu 75% nicht an einer tumorverursachenden Erkrankung."

Daraus läßt sich leicht ableiten, daß
1. der Tumor als Zeichen einer bestehenden Grunderkrankung verstanden werden muß, die in der konventionellen Therapie unberücksichtigt bleibt und
2. der Tumor keine lokale Erkrankung darstellt und deswegen die Tumorentfernung noch keinen Erfolg auf Heilung verspricht.


Machen wir einen Sprung zu Steffen Theobald aus Freiburg, der einen Bericht in der "Medizinischen Monatsschrift für Pharmazeuten" Heft 12 2001 zum Thema "Ernährung und Krebsprävention" veröffentlichte. In diesem Bericht finden wir zu lesen: Die Ernährung ist zu 30% und mangelnde Bewegung zu 6% an der Krebsentstehung beteiligt. Beim Mammakarzinom ist bei niedriger Schätzung die Ernährung zu 33%, wahrscheinlich aber zu 50% am Krebsgeschehen beteiligt. Diese Zahlen finden sich auch in anderen wissenschaftlichen Publikationen.
Alle Frauen, die ihren Brustkrebs unbeschadet überstanden oder mit einer langen Überlebenszeit zu rechnen hatten, verbindet eines gemeinsam: sie sind oder waren aktiv an der Therapie beteiligt. Das Ändern bisheriger Lebensgewohnheiten steht im Vordergrund aller Überlebenden.
Vom schlechten Ausgang der Erkrankung sind vor allen Dingen die Kranken betroffen, welche sich in die Obhut eines Therapeuten begeben und damit glauben, alles Menschenmögliche für sich getan zu haben.

Diese Eigenschaft scheint auch das prognostisch schlechte Bild der einzelnen Studien zu bestimmen, denn ein selbstständiger Mensch bleibt ja nicht dort, wo ihm nicht geholfen wird. Insgesamt stellt die mangelnde Reflektiertheit das Hauptproblem der meisten Kranken.

Leider fallen alle Kranke, die unkonventionelle Wege gehen oder sich jeder Therapie entziehen, statistisch unter den Tisch. Die Ergebnisse von Prof. Nolternius sollen uns zeigen, daß keine überstürzte Eile beim Verdacht auf ein Mammakarzinom geboten ist. Einer schnellen Entfernung des Tumors würde ich erst dann zustimmen, wenn ein rapides oder stetiges Wachstum festgestellt werden kann, das sich mit natürlichen Methoden nicht aufhalten läßt. Auch natürliche Methoden müssen den Tumor zum Stillstand bringen, sonst muß die Therapie verworfen werden. Bevor ein Tumor abgebaut wird, kann es kurzfristig (ca. 1-2 Woche) zum Anschwellen der Tumormasse kommen. Die Tumormarker steigen dabei nicht an.

Zum Schluß noch den Abschnitt "Erfolgsbeurteilung und Konsequenzen", aus dem Buch "Gynäkologische Onkologie".
Die Änderung einer individuell ausgewählten Therapie bedarf ernsthafter Überlegung und Rechtfertigung. Sie ist unvermeidbar (Änderung der Therapie), wenn Unverträglichkeit oder fehlende Akzeptanz dazu zwingen. Ferner ist offensichtliche Unwirksamkeit eine Indikation zur Therapieumstellung.

Verkürzt heißt es weiter: "Wenn die Tumormarker 6 Wochen nach der ersten Chemotherapie und 4 Wochen nach der 2 Chemotherapie keinen Abfall zeigen, muß die Therapie überdacht werden."
Richtig müßte es eigentlich heißen: “...... unverzüglich abgebrochen werden”, denn was gibt es bei einem so belastenden Eingriff noch zu überdenken, an dem so viele Krebskranke qualvoll zugrunde gehen?"


Lieber Gruß Lena
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Re: Mammakarzinom - Risiken chirurgischer Tumorentfernung

Beitragvon ralfdingo » 26. Jul 2014, 16:49

Ich wage mal zu behaupten das das nicht nur auf Brustkrebs anwendbar ist.


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