BITTE LESEN Primärtumor Halsmetastasen Cup-Syndrom

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ralfdingo
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Re: BITTE LESEN Primärtumor Halsmetastasen Cup-Syndrom

Beitrag von ralfdingo » 28. Nov 2019, 19:33

Kann mich jetzt nicht genau erinnern wie gut deine Eltern miteinander standen
Aber wenn sie ein vertrautes Paar waren ist es fast normal wenn der eine dem anderen folgen will
Du hast meiner Meinung nach alles getan was du könntest und jetzt musst du lernen los zu lassen
Versuche einen Schritt zurück zu treten und schau was sie wirklich will und hilf ihr dann dabei wenn du kannst
Kopf hoch und ich drück dich mal

gudrun1960
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Re: BITTE LESEN Primärtumor Halsmetastasen Cup-Syndrom

Beitrag von gudrun1960 » 29. Nov 2019, 20:56

Liebe Angelika und lieber Ralf,

danke für Eure berührenden Worte. ....und Karin einen herzlichen Dank für die Mail.

Ich habe jetzt irgendwie meine Ruhe wieder gefunden und lasse es laufen, wie es kommt. Ich mache halt was ich kann und nun auch so, wie Mama es möchte. Am wichtigsten ist, daß sie keine Schmerzen hat, weil sie dann auch wesentlich schlechter Luft bekommt. Ich massiere ihre knochenharten Nackenmuskeln mit 10% CBD und DMSO ein. Schmerzen waren ruckzuck weg. Heute war der Schmerz im Oberarm sehr stark. Ich habe 2% Procain gequaddelt (kleine Mengen an zahlreiche Stellen). Die Schmerzen waren augenblicklich weg.

Wenn jemand von Euch meint, auch irgendwann Procain zu benötigen, rate ich zu schneller Bestellung. Ich hatte echt Probleme es zu bekommen.
Kurzinfo: Procain ist in der Lage Krebszellen zum Absterben zu bringen und wirkt betäubend.

Und zum Schluß noch das:
Die Zuversicht sollte immer in uns wohnen!

Liebe Grüße

Gudrun

Angelika7
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Re: BITTE LESEN Primärtumor Halsmetastasen Cup-Syndrom

Beitrag von Angelika7 » 30. Nov 2019, 13:14

Liebe Gudrun,
das ist eine sehr sehr gute Einstellung!! Ich bin froh, dass es dir etwas besser geht. Und sicherlich tut es dir gut, deiner Mama helfen zu können. Ich fahre erst die Woche drauf zum Seminar, habe also bis inklusive Montag in einer Woche Zeit, für dich die Chakren zu singen, mich belastet das nicht, im Gegenteil, das tut mir energetisch gut und ich helfe dir gerne, klingel einfach durch! Ich bewundere dich für deine medizinischen Kenntnisse und deine Kraft, bist mir ein großes Vorbild.
Liebe Grüße
Angelika
P.S. Das Procain habe ich mir für meinen Arzttermin aufgeschrieben, mal sehen was mich das kosten würde, klingt für mich gut. Sicherlich nicht sofort, weil bei mir die Blutegelstelle hinten am Rücken, wo der Tumor sitzt, immer noch Hautreizungen zeigt, muss erst abheilen.
17.8.15, 3,5 cm Adeno Lunge, T2M0Nx; schulmedizinisch unbehandelt; CT 12-17 2,6 cm; 20.8.18 2,9 cm TM 4-fach; 8/19 2x5 cm TM Normwert

gudrun1960
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Re: BITTE LESEN Primärtumor Halsmetastasen Cup-Syndrom

Beitrag von gudrun1960 » 30. Nov 2019, 20:10

Liebe Angelika,

ich bin selbst über mich erstaunt. Aber diese Akzeptanz hat mich befreit. Ich kann ja auch nicht über meine Mama bestimmen.

Ich war immer recht krass, wenn Probleme auftauchten. Und manche Sachen mache ich einfach, weil ich mir sage: Das traue ich mir zu!
So ist das auch mit den Spritzen für meine Mutter. Was ist dabei an manchen Stellen mal etwas Lokalanästisetikum ins Gewebe zu spritzen. Ich habe da keine Berührungsängste und Mama hilft es ja. Sie vertraut mir halt.

Für mich geht es jetzt darum,ihr den Wunsch zu erfüllen, daß sie möglichst lange in ihren eigenen vier Wänden bleiben kann. Mein Mann hält mir auch in vielem den Rücken frei. Wenn es nötig ist, ziehe ich bei Mama ein. Sie kann aber auch jederzeit bei uns einziehen, wenn sie möchte und das weiß sie auch.

Meine sogenannten medizinischen Kenntnisse habe ich alle im Laufe der Jahre angelesen. Vieles weiß ich noch aus der Autismus-Recherche. Die Zeit möchte ich auch nicht nochmal erleben. Aber DANKE für das fette Lob ;;)

Procain bekommst Du ohne Rezept und es ist sehr günstig.

Alles liebe für Dich. @};- %%-

Gudrun

Carmen
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Re: BITTE LESEN Primärtumor Halsmetastasen Cup-Syndrom

Beitrag von Carmen » 2. Dez 2019, 09:05

Liebe Gudrun, Deine Einstellung finde ich richtig. Mach weiter so und - denke bitte auch immer wieder an Dich.

Liebe Grüße

Carmen

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Re: BITTE LESEN Primärtumor Halsmetastasen Cup-Syndrom

Beitrag von gudrun1960 » 6. Dez 2019, 07:56

Guten Morgen,

gestern hat uns ein Mitarbeiter vom Palliativdienst besucht. Für mich ist es sehr beruhigend, daß wir nun auch außerhalb von Praxisöffnungszeiten rund um die Uhr einen Ansprechpartner haben. Der Mitarbeiter hat vorgeschlagen , daß Mama für 8-10 Tage auf eine Palliativstation geht. Dort soll das richtige Management gegen die Schmerzen und Atemprobleme gefunden werden.
Gegen die Schmerzen nimmt sie jetzt Morphiumpflaster und ist deshalb auch wieder etwas besser drauf.Sehr schlimm sind die Atemprobleme. Insbesondere beim Toilettengang (Verstopfung). Daher jetzt auch ein leichtes Abführmittel.
Es ist furchtbar für uns alle, diese Atemnot zu sehen. Ich weiß auch nicht, ob diese nur von der COPD kommt oder evtl. doch was in der Lunge gewachsen ist.
Täglich sind morgens blutige Schleimklumpen in der Nase, was mich vermuten läßt, daß das Krebsgeschehen jetzt auch die Nebenhöhlen oder zumindest die Nasenschleimhaut betrifft.
Ich wünsche mir für Mama jetzt nur noch, daß es möglichst schnell zu Ende geht. Sie hat Angst, auf der Palliativstation noch zu irgendwelchen neuen Behandlungen überredet bzw. gedrängt zu werden. Wir haben ihr fest versprochen, sie dann sofort nach Hause zu holen.

Schön wäre es, wenn unser Weihnachtsurlaub noch klappen würde.

Liebe Grüße

Gudrun

karin
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Re: BITTE LESEN Primärtumor Halsmetastasen Cup-Syndrom

Beitrag von karin » 6. Dez 2019, 08:26

Hallo liebe Gudrun,

das ist keine schöne Nachricht. Deine Mama hatte sich doch im Sommer so gut erholt, und nun gehts ihr sehr schlecht.

Die Verstopfung könnte an falscher Ernährung liegen. Zuviel Süsses? Zuwenig Ballaststoffe? Einseitige Nahrung? Vielleicht kannst sie Mg chl. 500 mg tägl. abends nehmen. Und wenigstens 1/2 Tl. Natron morgens. Das Natron löst ebenfals, wie Mg chl. Verstopfungen.
Ich persönlich konnte dadurch viel besser schlafen und bin ausgeruht aufgestanden. Auch meine ständigen Schmerzen wurden dadurch erheblich minimiert.
So habe ich meine chronische Verstopfung und die Schlafprobleme nach meiner Diagnosestellung (2016) in den Griff bekommen. Mein Körper hat sich nach und nach erholt.

Wenn Du schreibst, das sie Schmerzen beim Stuhlgang hat, erinnert mich das so sehr an meinen Vater. Bei ihm war es auch so, das er keinen normalen Stuhlgang mehr hatte. Er hat auf Sauerkrautsaft geschworen, der zuletzt das einzige Mittel war, das ihm einen normalen Stuhlgang brachte. Er verweigerte dann alle Medis und Nahrungsmittel, die Eisen enthielten. Denn die lassen, bei dauernder Einnahme oder Konsum, chronische Verstopfung ...schleichend...entstehen.


Ich hoffe, das Deine Mama sich erholt.

Liebe Grüsse
karin

gudrun1960
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Re: BITTE LESEN Primärtumor Halsmetastasen Cup-Syndrom

Beitrag von gudrun1960 » 6. Dez 2019, 11:30

Liebe Karin,

danke für Deine Ratschläge und Du immer ein offenes Ohr für mich hast.

Die Verstopfung liegt definitiv daran, daß Mama zu wenig trinkt. Wir haben jetzt ein Familien-Trink-Team gebildet. Die Flüssigkeit ist ja nicht nur für den Darm wichtig, sondern auch damit der Schleim in den Bronchien nicht zu zäh wird und das Blut nicht verdickt.

Stuhlgang hatte sie heute endlich.

Auf die Palliativstation kommt Mama irgendwann zwischen Montag und Mittwoch. Leider war die zuständige Ärztin nicht da.

Der Betreuer vom Palliativdienst meint, daß es eine Frage von Wochen bzw. max. 2-3 Monaten ist, bis Mama geht. Er hat vermutlich einen Blick dafür, weil er früher Pfleger im Hospiz war.

Liebe Grüße
Gudrun

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ralfdingo
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Re: BITTE LESEN Primärtumor Halsmetastasen Cup-Syndrom

Beitrag von ralfdingo » 6. Dez 2019, 20:46

Ach liebe Gudrun auch wir hier haben ja so langsam ein Gefühl dafür was passiert
Manchmal kommt die Zeit zum loslassen
Wenn die Kräfte nicht mehr ausreichen den gesunden Teil des Körpers so zu stärken das es den kranken Teil heilen kann dann sollte man glaube ich die verbleibende Zeit so schmerzfrei wie möglich verbringen
Ich kann mir vorstellen das deine Mutter eine Begleitung braucht aber immer weiter versuche das wahrscheinlich unausweichliche aufzuhalten eher schadet als hilft
Schaden ist nicht der richtige Ausdruck
Ich meine wenn um einen rum alle versuchen weiter zu machen du selbst aber keine Energie mehr hast fühlst du dich nicht adequat
Sind aber alle neben mir an meiner Seite kann ich frei auch über meine aengste reden
Ciao und lass dich wieder von mir drücken

gudrun1960
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Re: BITTE LESEN Primärtumor Halsmetastasen Cup-Syndrom

Beitrag von gudrun1960 » 11. Dez 2019, 08:21

Guten Morgen,

meine Mutter ist seit gestern auf der Palliativstation. Wir hatten 10 Tage hinter uns, in denen Nachtschicht angesagt war. Das schaffe ich nicht länger und mein Sohn + Schwiegertochter auch nicht. Erschwerend kommt auch hinzu, daß sich Mamas Persönlichkeit extrem verändert hat. Sie hat uns getrieben wie ein Feldwebel. Ich habe 18 Jahre Autismus live, da kann man schon ordentlich was wegstecken. Aber das schaffe ich jetzt nicht mehr. Wenigstens nachts müßte mal Ruhe sein.

Sie wird jetzt solange auf der Palli bleiben, bis wir einen Platz im Hospiz gefunden haben. Vielleicht hört sich das für Euch herzlos an und ich fühle mich damit auch nicht wirklich gut. Nur habe ich gemerkt, daß meine Kräfte und auch mein Nervenkostüm extrem leiden. Mama ist einfach nicht mehr Mama, sondern ein richtiger Tyrann geworden und das in kürzester Zeit. Ich möchte nicht in die Situation kommen, wo mir die Nerven durchgehen. Vielleicht ist auch was in den Kopf gewachsen, obwohl ich bisher nirgendwo lesen konnte, daß ein Oropharynxkarzinom ins Hirn streut. Jedoch sind in einigen Fällen Metas in Lunge, Leber oder Knochen möglich. Um hinsichtlich der Lunge ein vernünftiges Behandlungsschema zu finden ist nochmals ein CT erforderlich. Befundbesprechung ist dann am Montag.

Die Morphiumpflaster wirken nur 2 Tage, sollten aber eigentlich 3 Tage Wirkung haben.

Als ich gestern vom Krankenhaus nach Hause kam, fühlte ich mich wie kurz vor einem erneuten Burn-Out. Heute Nacht auch wieder nur knapp 4 Stunden geschlafen. Ich bin platt wie eine Flunder.

Es fällt mir schwer noch irgendwas positiv zu sehen. Eine Sache gab es aber doch. Unsere autistische Tochter sagt jetzt Guderu. Sobald ihre Nieren geschallt sind, werden wir mit dem D3 (zur Zeit 30.000 i.E.) noch weiter steigern. Ich glaube aber nicht, daß es bei ihr Calziumablagerungen in Niere gibt, weil sie ja keine Milchprodukte darf.

Heute fahre ich dann zu Mama auf die Palli und morgen nehme ich mir mal eine Komplettauszeit. Unsere Tochter schläft 2 Nächte bei ihrer Kinderfrau. Kinderfrau hört sich für ein fast 19jähriges Mädel auch lustig an. Aber sie betreut sie ja schon seit dem 4. Lebensjahr. Die beiden Tage werde ich genießen und mit meinem Mann mal über irgendeinen Weihnachtsmarkt schlendern.

Liebe Grüße

Gudrun

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