Tee-Empfehlungen bei Krebs

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Carmen
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Tee-Empfehlungen bei Krebs

Beitragvon Carmen » 17. Apr 2013, 16:45

aus dem Buch von Maria Treben "Gesundheit aus der Apotheke Gottes"

Brennessel (Urtica diolca)

Maria Treben erwähnt den Brennessel-Tee als wochenlang durchzuführende Trinkkur wirksam sogar gegen Milztumor. Außerdem sei er wirksam gewesen bei einer starken Magenkrebswucherung: „Um die wertvollen Wirkstoffe zu erhalten, wird der Tee nur gebrüht. Den Tee schluckweise trinken, um die gute Wirkung zu erhöhen."

Kalmus (Acorus calamus)

Kalmus, der in der freien Natur nur noch sehr selten anzufinden ist, aber in jeder Apotheke und Kräuterhandlung oder durch uns sehr günstig erhältlich ist, empfiehlt Maria Treben besonders für die Behandlung von Lungenkrebs und Darmkrebs. Beim Lungenkrebs wird geraten, fleißig Kalmuswurzel zu kauen, um gleichzeitig vom Rauchen loszukommen (nach Frau Treben kann die getrocknete Wurzel, langsam zerkaut, dem Raucher Entwöhnung von der Rauchersucht bringen), und morgens und abends Schafgarbentee zu trinken. Bei Darmkrebs nehme man „eine Tasse kaltes Wasser, gibt einen gestrichenen Teelöffel Kalmuswurzel hinein, lässt es über Nacht stehen, wärmt morgens leicht an, seiht ab und trinkt vor und nach jeder Mahlzeit einen Schluck. Das sind am Tag sechs Schluck, mehr darf nicht getrunken werden. Der Tee soll jeweils vorher im Wasserbad angewärmt werden."

Käsepappel (Malve) (Malva vulgaris)

Die Käsepappel, auch Gänsepappel, Kaskraut, Hasenpappel oder Schafkas genannt, wird von Maria Treben als wirksam gegen Kehlkopfkrebs genannt. „Die Teezubereitung erfolgt dabei nur im Kaltansatz! 1 gehäufter Teelöffel Kräuter pro ¼ Liter Wasser, über Nacht stehen lassen, morgens leicht anwärmen." „Insgesamt werden zweieinhalb Liter als Tagesration über Nacht angesetzt. Morgens wärmt man leicht an und bewahrt die Ration in einer heiß ausgespülten Thermosflasche auf. Tagsüber tinkt man vier Tassen schluckweise, der Rest wird zum Gurgeln genommen." „Die Rückstände von der Teebereitung werden in etwas Wasser leicht angewärmt, mit Gerstenmehl zu einem Brei vermengt, auf ein Leinentüchlein gestrichen und warm um den Hals gelegt."

Labkraut (Gallum)

Als vortreffliches Mittel besonders gegen Zungenkrebs, Krebsgeschüren aller Art und krebsartigen Hautleiden wird das Labkraut genannt. Dabei betont Frau Treben, dass die Heilkraft frischer Pflanzen wesentlich höher ist und bei schweren Erkrankungen die Anwendung im frischen Zustand erfolgen soll. Wie erwähnt, nennt Frau Treben das Labkraut insbesondere im Zusammenhang mit Zungenkrebs. Der Tee wird schluckweise getrunken und zusätzlich gegurgelt.

Mistel (Viscum album)

Interessanterweise nennt Maria Treben die Mistel nicht als exponierten Vertreter im Zusammenhang mit einer speziellen Krebserkrankung, im Gegensatz zu den Anthroposophen, für die diese Heilpflanze von überragender Bedeutung ist. Sie erwähnt lediglich, dass „in neuester Zeit die Mistel als krebsverhütend und krebsentgegenwirkend medizinisch angewendet werde". In der Tat haben sich auch in der Schulmedizin Misteltees und Mistelpräparate als palliative Maßnahme zur Unterstützung der Immunabwehr bei Krebserkrankungen durchgesetzt.

Es muß an dieser Stelle darauf hingewiesen werden, dass Frau Treben (wie die Anthroposophen auch), darauf aufmerksam macht, dass die Zeiten, an den die Mistel gesammelt wird, entscheidenen Einfluss auf ihre Heilkraft besitze. „Man sammelt die Blätter und kleinen Stengel, die zum Trocknen kleingeschnitten werden, nur von Anfang Oktober bis Mitte Dezember und in den Monaten März und April. In den übrigen Monaten ist die Mistel ohne Heilkraft. Als die Pflanzen mit größter Heilwirkung gelten jene von Eicheln und Pappeln; aber auch die von Tannen, Föhren und Obstbäume sind heilkräftig".

Desweiteren muss an dieser Stelle von uns darauf hingewiesen werden, dass die Mistel zu den giftigen Pflanzen zu rechnen ist. „Die Mistel, also Blätter und Stengel, sind keineswegs giftig, aber ihre Beeren, innerlich genommen, sind es." Die klebrigen Beeren sind auf jeden Fall sorgfältig abzuklauben!

„Der Misteltee wird nur im kalten Ansatz hergestellt. Ein gehäufter Teelöffel Mistel wird in ¼ Liter Wasser über Nacht angesetzt, morgens leicht angewärmt und abgeseiht. Benötigt man pro Tag eine größere Menge, müsste der Tee in einer heiß ausgespülten Thermosflasche aufbewahrt oder aber jeweils im Wasserbad angewärmt werden." „Täglich drei Tassen Misteltee…tagsüber schluckweise getrunken..".

Ringelblume (Calendula officinalis)

Die Ringelblume ist eine der prominentesten Vertreter der Pflanzen, denen Hilfe bei Krebserkrankungen zugeschrieben werden. „Nicht nur Pfarrer Kneipp setzte sich für die Ringelblume als Naturheilmittel bei bösartigen Geschwüren ein, sondern auch bekannnte Ärzte wie Dr.Stäger, Dr.Bohn, Dr.Halenser und andere mehr. Dr.Bohn nennt die Ringelblume als wichtigstes Heilmittel bei Krebserkrankungen, wenn eine Operation nicht mehr durchgeführt werden kann und empfiehlt, Ringelblumentee längere Zeit hindurch zu trinken. Der frischgepresste Saft der Ringelblume kann mit bestem Erfolg selbst bei Hautkrebs angewendet werden… In neuester Zeit weist der amerikanische Arzt und Forscher Dr.Drwey auf die einmalige Heilkraft der Ringelblume bei Krebs hin; er konnte sehr gute Heilerfolge erzielen."
Für einen Teeaufguss nimmt man 1 gehäufter Teelöffel Kräuter auf ¼ Liter Wasser.

Sauerklee (Oxalis acetosella)

Im Volksmund auch Hasenklee genannt. „Die Volksheilkunde empfiehlt den frischgepressten Saft bei beginnendem Magenkrebs, krebsartigen inneren und äußeren Geschwüren und Geschwülsten. Der Frischsaft wird in der Haushaltszentrifuge gewonnen. Jede Stunde trinkt man drei bis fünf Tropfen verdünnt in Wasser oder Kräutertee. Auf krebsartige äußere Geschwüre wird der frsche Presssaft direkt gestrichen… Verdünnung und Dosierung muß… gewissenhaft eingehalten werden."

Schafgarbe (Achillea millefollum)

Schafgarbe wird von Maria Treben als heilsam gegen Unterleibskrebs aufgeführt, sowie zusammen mit der Kalmuswurzel gegen Lungenkrebs. „Die Kalmuswurzeln werden tagsüber gekaut und vom Schafgarbentee wird morgens und abends je eine Tasse schluckweise getrunken." Der Teeaufguss wird wie folgt zubereitet: 1 gehäufter Teelöffel auf ¼ L Wasser, abbrühen, kurz ziehen lassen.

Schöllkraut (Chelidonium majus)

Im Volksmund wird das Schöllkraut auch Warzenkraut genannt. Aus Stängel und Wurzelstock quillt orangegelber, dicklicher Saft. Vorsicht ist bei dieser Pflanze auf jeden Fall angeraten, sie ist durchaus als Giftpflanze eingestuft. Von Maria Treben wird Schöllkraut besonders im Zusammenhang mit krebsartigen Geschwüren der Haut, i.e.S. Hautkrebs angeführt (S.4. Sie empfiehlt, täglich fünf- bis sechsmal die kranke Stelle mit dem orangegelben Saft zu betupfen. Der Frischsaft halte sich bis zu einem Jahr im Kühlschrank. Blätter, Stengel und Blüten werden gewaschen und in feuchtem Zustand in der Saftzentrifuge entsaftet.

Kleinblütiges Weidenröschen (Epiloblum parviflorum)

Das Kleinblütige Weidenröschen wird im Zusammenhang mit Prostata- und Blasenkrebs erwähnt. Der Tee wird wie folgt zubereitet: „1 gehäufter Teelöffel Kräuter auf ¼ l Wasser, nur brühen, kurz ziehen lassen. Nur 2 Tassen täglich, morgens nüchtern und abends eine Stunde vor dem Nachtmahl."

Zinnkraut (Equisetum arvense)

Das Zinnkraut, eher unter seinem Namen Ackerschachtelhalm bekannt, wird von Maria Treben als „bestes Vorbeugungsmittel gegen Krebs" bezeichnet. Weiter schreibt sie: „Neue Forschungsergebnisse berechtigen laut dem österreichischen Pflanzenbiologen Richard Willfort zur Annahme, dass durch den längeren Gebrauch des Zinnkrauttees bösartige Geschwülste (Tumore) in ihrem Wachstum gehemmt und schließlich abgebaut werden." Der Tee wird wie folgt bereitet: 1 gehäufter Teelöffel Zinnkraut auf ¼ Liter Wasser, brühen. Je nach Tumorart haben sich auch Sitzbäder und Dunstumschläge mit Zinnkraut zusätzlich bewährt.

Bei Darmerkrankungen:

„Ein gestrichener Teelöffel Kalmuswurzel wird in einem Viertelliter kalten Wasser über Nacht angesetzt, morgens angewärmt und abgeseiht. Davon wird jeweils ein Schluck unmittelbar vor und nach jeder Mahlzeit - das sind sechs Schluck am Tag - getrunken, mehr jedoch nicht!

Außerdem braucht man folgende Teemischung: 300 g Ringelblumen, 100 g Schafgarbe und 100 g Brennessel, alles gut vermischen. Davon nimmt man zur Teebereitung pro Viertelliter Wasser einen gehäuften Teelöffel. Als Tagesmenge braucht man eineinhalb bis zwei Liter gebrühten Tee. Der Kranke trinkt genau nach der Uhr jede Viertelstunde oder alle 20 Minuten einen Schluck; so wird der Tee vom Magen gut aufgenommen. Die Erfahrung zeigt, dass durch diesen Tee die Appetitlosigkeit des Kranken rasch behoben wird. Weiter nimmt man von der Tagesmenge Tee jeweils früh, mittags und abends vor jeder Mahlzeit eine halbe Tasse ab, gibt einen Esslöffel Schwedenbitter dazu.

Bei anderen Tumoren:

„Meine Beobachtungen lassen erkennen, dass Zinnkraut-Dunstumschläge bei allen Tumoren am besten helfen. Man nimt eine gute Doppelhand von Zinnkraut, legt die Kräuter in ein Sieb und hängt es in einen Topf mit kochendem Wasser. Das gedämpfte, weich gewordene und heiße Zinnkraut wird zwischen ein Leinentuch gegeben und dort aufgelegt, wo der Tumor, die Geschwulst, das Geschwür, die Zyste, das Adenom, Melanom, Papillom oder Hämatom sich befindet. Bei ganz schweren Erkrankungen beginnt man bereits morgens mit der Auflage im Bett und lässt sie zwei Stunden auf der kranken Stelle liegen. Nachmittags wird die Auflage ebenfalls zwei Stunden im Bett wiederholt, um nochmals über Nacht die Auflage zu erneuern. Es heißt dunsten und sich warm halten! Das gleiche Zinnkraut kann drei- bis viermal benützt werden. Mittags legt man vier Stunden lang einen Schwedenkräuter-Umschlag auf. Die Stelle muß vorerst mit Schweinefett oder Ringelblumensalbe eingestrichen werden, ein mit Schwedenbitter befeuchtete Watte, eine trockene Watte als Wärmeschutz darauflegen, mit einer Kunststofffolie überdecken und mit einem Tuch abbinden. Mit diesem Umschlag kann der Kranke zu Hause umhergehen oder sitzen. Nach Abnahme des Umschlags wird die Haut gepudert, um keinen Juckreiz aufkommen zu lassen….

Innerlich wird morgens eine halbe Stunde vor dem Frühstück und abends eine halbe Stunde vor dem Nachtmahl je eine Tasse Zinnkraut-Tee, tagsüber eineinhalb bis zwei Liter Tee von einer Kräutermischung aus 300 g Ringelblumen, 100 g Schafgarbe und 100 g Brennessel (alles gut vermengt), getrunken. In diesen Tee mischt man, wenn möglich, sechsmal am Tag (jeweils im Abstand von einer Stunde) in eine Tasse drei bis fünf Tropfen Sauerkleesaft."

Bei Leukämie:

„Empfohlene Teemischung:

20 g Ehrenpreis 30 g Wermut 30 g Schöllkraut 15 g Löwenzahnwurzel
25 g Labkraut 30 g Holunderschossen 30 g Brennessel 25 g Wiesengeißbart
25 g Schafgarbe 30 g Ringelblumen 15 g Johanniskraut

Von dieser Kräutermischung nimt man pro Viertelliter Wasser einen gehäuften Teelöffel voll. Während eines Tages trinkt man mindestens zwei Liter Tee schluckweise. Von großer Bedeutung wäre es, die Kräuter frisch aus der Natur zu holen, wenigstens einige von den angeführten.

Da bei Leukämie in den meisten Fällen die Entstehungsursache in der Milz zu suchen ist, müssen auch noch sechs Schluck Kalmuswurzeltee getrunken werden. Ein gestrichener Teelöffel Kalmuswurzel wird in einem Viertelliter kaltem Wasser über Nacht angesetzt, morgens angewärmt und abgeseiht. Davon trinkt man vor und nach jeder Mahlzeit einen Schluck. Nur 6 Schluck am Tag!

Drei Teelöffel (man kann bis zu drei Esslöffel geben) Schwedenbitter werden mit drei Tassen Kräutertee verdünnt. Diese Menge trinkt man verteilt jeweils eine halbe Stunde vor und eine halbe Stunde nach jeder Mahlzeit. Umschläge mit Schwedenkräutern, vier Stunden lang, auf Leber- und Milzgegend wären zu empfehlen, ebenfalls Zinnkraut-Dunstumschläge.

Alle Arten von Säuren, wie Orangen, Zitronen, Grapefruits, verschiedenste Fruchtsäfte und säuerliches, rohes Obst, ebenso salzreiche, stark gewürzte Speisen, Wurstwaren und fettes Fleisch wären zu meiden. Apfelkompott kann in jeder Menge gegessen werden."

Das Buch "Gesundheit aus der Apotheke Gottes" ist online nachzulesen hier:

http://zeitwort.at/index.php?page=Attac ... 47a477e033

Liebe Grüße

Carmen


Carmen
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Re: Tee-Empfehlungen bei Krebs

Beitragvon Carmen » 7. Mai 2013, 11:27



Weiteren Hinweis zu Schwedenbitter - Schwedenkräuter findet Ihr hier:

viewtopic.php?f=31&t=179&p=433#p433

Liebe Grüße

Carmen

Lena
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Registriert: 24. Feb 2013, 13:02

Ackerschachtelhalm innerlich + äußerlich bei Krebs

Beitragvon Lena » 23. Sep 2014, 13:15

Carmen hat geschrieben:aus dem Buch von Maria Treben "Gesundheit aus der Apotheke Gottes"
Zinnkraut
(Equisetum arvense)
Das Zinnkraut, eher unter seinem Namen Ackerschachtelhalm bekannt, wird von Maria Treben als „bestes Vorbeugungsmittel gegen Krebs" bezeichnet. Weiter schreibt sie: „Neue Forschungsergebnisse berechtigen laut dem österreichischen Pflanzenbiologen Richard Willfort zur Annahme, dass durch den längeren Gebrauch des Zinnkrauttees bösartige Geschwülste (Tumore) in ihrem Wachstum gehemmt und schließlich abgebaut werden."
„Meine Beobachtungen lassen erkennen, dass Zinnkraut-Dunstumschläge bei allen Tumoren am besten helfen."
http://www.kraeuter-verzeichnis.de/kraeuter/zinnkraut-neu.htm
"Zinnkrautwaschungen und Zinnkrautbäder empfahl man bei Knochenfraß, Nagelbettentzündungen, Bartflechten, alten Wunden, bei Fisteln, selbst bei krebsartigen Geschwüren, bei offenen Füßen, bei einem Fersensporn.

Eigenschaften von Zinnkraut
Zinnkraut ist schleimlösend, gewebefestigend, zusammenziehend, kräftigend, blutungsstillend, blutreinigend, wassertreibend. Es erhöht die Aufnahmefähigkeit für Natrium, es kann bei einem gestörten Magnesiumhaushalt helfen."


:arrow: :arrow: Siehe auch: » Geschwüre - Tumore äußerliche Wundbehandlung >: Betreff des Beitrags: Ackerschachtelhalm - das Zinnkraut bei Geschwüren >:
http://www.digigalleria.net/krebs-nur-eine-krankheit/viewtopic.php?f=49&t=136#p321


Es brachte bis Heute nichts, Maria Treben zu belächeln. Sie setzte auf das Naheliegendste, die Natur selbst.

Lieber Gruß Lena
"Weißt du, dass die Bäume reden? ... Sie sprechen miteinander, und sie sprechen zu dir, wenn du zuhörst." (Taganga Mani, Stoney)


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