Desmoid-Tumor

medico
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Desmoid-Tumor

Beitragvon medico » 11. Sep 2018, 16:53

Hallo Liebe Genossen,

ich begrüße euch ganz herzlich! Ich bin neu hier und habe ein Anliegen den ich mit euch oder mit Betroffenen austauschen/besprechen oder teilen möchte. Bei meiner Lebensgefährtin wurde seit der zweiten Kindesentbindung zwei Desmoid-Tumore diagnostiziert die auch nach der Schwangerschaft stetig wachsen. Da das SOS-Desmoidtumor-Forum keine neuen Mitglieder mehr annimmt, habe ich mich nun hier angemeldet. Ich unterstütze meine Lebensgefährtin schon von Beginn an und Aufgeben gibt es bei uns nicht!

Sie hat einen großen Desmoid-Tumor im Kleinbecken ca. 13cm groß und eines an der rechten Hüfte ca. 6,5-7cm groß. Es ist furchtbar und Angsterregend. Sie wurde Anfangs von einem Dr. Professor (Chirurgen) betreut der mit dem Tumorzentrum in Essen kooperiert. Anfänglich hatte er ihr mit einem COX2-Hemmer (Antirheumatika/Antienzündliches Medikament wie Diclofenac oder Ibuprofen) namens "Celebrex" versucht zu behandeln/therapieren, absolut vergebens und erfolglos! Tumor wächst weiterhin aggressiv. Zeitweise kam dann auf Grund dessen ein SERM (Antiöstrogen) mit in die Therapie, namentlich: "Raloxifen Citrate" 60mg/täglich für ca. 3,5 Monate, sie setzte es wg. der Unverträglichkeit dann ab. Ich konnte nicht mehr Zusehen, dann fingen wir mit Alternativmedizin an, Vitamin D3 zur Zellsteuerung (mit Frontload) + Vitamin K2 in Tropfenform (für die Calciumsynthese und Speicher>Knochen) + Magnesium (damit das Vitamin D3 in das aktive Hormon umgewandelt werden kann). Zusätzlich nahm sie OPC (für die Durchblutung), Quercetin (wirkt als natürlicher Aromatesehemmer und Tyrosinkinasehemmer), Q10 (für die Mitochondrien), L-ARGININ (als Stickstoffmonoxid), L-Carnitin, Vitamin C (Kollagenbildung) und auch Omega 3 (Zellatmung) etc. + nach wie vor 200mg Celebrex/täglich. So konnten wir zunächst via MRT einen Stillstand des Desmoid-Tumors verbuchen, nur der Tumor an der rechten Hüfte zeigte ganz leichte (mm-weise/Toleranz +/-) degenerative Veränderungen auf. Nichtsdestotrotz war ich noch nicht zufrieden und bittete um eine Alternative Antihormon-therapie zu bzw. statt Raloxifen, mit Medroxyprogesteronacetat (3-Monatsdepot), damit begonn meine Lebensgefährtin dann auch unverzüglich und hatte nunmehr 2 Injektionen schon hinter sich, die Verträglichkeit ist ebenso hinnehmbar. So nun wurde es nach Monaten auch Mal wieder Zeit zur Kernspintomographie (MRT) und da kam der Schock, der große Tumor zeigte zwar nur leichte degenerative Veränderungen auf aber jeder mm kann lebensgefährlich werden und die Blutzufuhr behindern, der DT an der rechten Hüfte zeigte eine Vergrößerung von rund 0,5-1cm auf! Nun ist auch der zuständige Doktor fertig mit seinem Latein und wies uns auf einen erfahrenen Onkologen hin. Wir haben uns an die Uniklinik in Ulm gewandt, alle Unterlagen dorthin ansiedeln lassen und bald erfolgt dann eine Therapieempfehlung - aber wie wir wissen gibt es kaum Mittel mit dem man konkret behandeln kann, auch sind oft mit den potenteren Medikamente wie Imatinib oder Sorafenib - Chancen auf Verbesserung gar mit einer Chemo, aussichtslos. Zumal die Nebenwirkungen nicht ohne sind. Fakt ist aber, dass der Tumor inoperabel bleibt und unsere Sorgen zusammen mit dem DT wachsen. Selbst bei einem operablen Tumor sollte man auf Grund des Rezidivs und der Aggression des Desmoid-Tumors - wie wir wissen - niemals die operative Option, wählen.

In der Gewebeprobe zeigte der Desmoid-Tumor leichte-/mäßige
Östrogenrezeptoren bzw. Östrogene Ursächlichkeit auf. Da die Studienlage und die Therapiemöglichkeiten wie wir alle wissen nur auf Fallberichte beruhen, wird es Zeit präzise zu handeln, ohne das der Patient / die Patientin für wenig Wirkung andere gesundheitliche Einschränkungen in Kauf nimmt! Ich finde die Beratung der Desmoid-Fachspezialisten viel zu unzureichend und mühelos, wenn ich ehrlich sein darf. Wir bitten derzeit bei der zuständigen Gynäkologin um Tamoxifen Citrate in Kombination mit der 3-Monatsspritze MPA (s.c. Applikation). Denn Tamoxifen ist nicht nur ein SERM (Selektiver-Estrogen-Receptor-Modulator) der an die Östrogenrezeptoren andockt, sondern auch ein IGF-1 Wachstumshormonhemmer. Ohne IGF-1 auch kein Tumorwachstum mehr (zumindest könnte man davon ausgehen). Also ist Tamoxifen nicht nur ein Östrogenrezeptorenblocker sondern auch ein IGF-1 Hemmer,, merkt euch das. Toremifen ist eine Weiterentwicklung des Tamoxifens. Ich glaube aber dass es das nicht in deutschen Apotheken zu erwerben bzw. zu erhalten ist, daher müssen wir uns zumindest mit Tamoxifen zufrieden geben, der erfahrungsgemäß erträglicher als Raloxifen ist.

Vitamin D3 (natürlich und immer mit K2 und Magnesium) setzen wir ebenso nicht mehr ab, da es zu Vitamin D3 und Desmoid-Tumor ebenso positive Fallstudien gibt (Google hilft). Durch Vitamin D3 entstehen neue Zellen und ohne dies entarten unsere Zellen. Zudem stimuliert es Antikörper die den Tumor zusammen mit dem starken Immunsystem angreifen. Derzeit wird zu dieser Kombination noch Kelp-Extrakt (Meeresalgen-/Meeresgemüse, Braunalgen), Astaxanthin und Omega-3 supplementiert. Ab und zu gibt es auch Mal CBD-Öl gegen die Schmerzen, da es Morphine ausschüttet.

Nun kam mir noch das Schlafhormon "Melatonin" in den Gedanke. Es hemmt das Katabole Hormon Cortisol, über Nacht schaltet es das Wachstumshormon IGF-1 und das epidermale Wachstumsfaktor (-Rezeptoren) aus und die Eierstöcke werden auf Dauer lahmgelegt, so können diese kein Östrogen mehr produzieren (ähnlich wie bei Zoladex). Zudem kann Melatonin wie ein Tyrosinkinasehemmer bzw. Multikinasehemmer (Imatinib/Nexavar) über die gleichen Prozesse wirken. Bei einem Tumor bilden sich Äderchen (nennt sich "Angiogenese") und mit dieser Blutversorgung ernährt sich ein solch maligner Tumor. Melatonin unterbindet dies und rasiert sozusagen diese Äderchen ab (=Anti-Angiogonese), der Tumor hungert aus, bildet sich zurück! Es ist kein Versprechen, aber eine Hoffnung die Vielversprechend ist und rein aus der Literatur heraus, wirksam! Natürlich mit alle anderen Mittelchen die Synergistisch miteinander arbeiten.

Vielleicht gibt es ja ein paar Feedbacks zu meinem Beitrag und ich hoffe wir können zusammen arbeiten/kooperieren.

Ich berichte jedenfalls weiter wenn ihr es wollt und möchte jedem Desmoid-Tumor Patienten Mut geben!

MfG
medico

Angelika7
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Re: Desmoid-Tumor

Beitragvon Angelika7 » 11. Sep 2018, 19:16

Grüße dich,
ich finde, ihr beiden macht schon ganz viel richtig.
Zu den meisten deiner Maßnahmen wirst du in diesem Forum auch viele Infos finden. Zu dem Öl würde ich dir empfehlen, den Bericht von Jovansasa im Bereich Lungenkrebs zu lesen, das klingt doch sehr vielversprechend.
Ich persönlich würde deiner Lebensgefährtin zu 5 Stunden Sport in der Woche raten, ich weiß nicht, ob sie das noch schaffen kann, vielleicht auf einem Ergometer liegend, oder schwimmen? oder Spazieren gehen? Sport senkt die Sterberate erheblich.
Des Weiteren das Buch : Krebszellen mögen keine Himbeeren.
Und auch einen Psychoonkolgen, ich habe mich da auch erst nach 9 Monaten hingewandt, weil ich dachte, ich müsse nix bearbeiten. Ist auch erwiesen, dass das die Heilungsquote erheblich nach oben treibt.
Genau zu ihrem Tumor kann ich nix sagen, da ich eben Lungenkrebs habe.
Aber viele Eurer Maßnahmen mache ich auch und lebe entgegen aller Voraussagen immer noch und zwar recht gut.
Viel Kraft Euch beiden und stöbert viel in diesem Forum, das ist eine wahre Schatzkammer in Bezug auf Empfehlungen, vielleicht auch das mit der Dunkelfeldtherapie von Gudruns Mama, welche dir sicherlich auf Wunsch auch den einen oder anderen Rat gibt (findest du unter "andere Krebsraten").
Liebe Grüße und viel Kraft Euch beiden (ein Partner, der hinter einem steht, ist Gold wert!)
Angelika
17.8.15, 3,5 cm Adeno Lunge, T2M0Nx; schulmedizinisch unbehandelt; CT 12-17 2,6 cm; 20.8.18 Wachstum um 3 mm, etwas dichter.

medico
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Re: Desmoid-Tumor

Beitragvon medico » 12. Sep 2018, 08:00

Angelika7 hat geschrieben:Grüße dich,
ich finde, ihr beiden macht schon ganz viel richtig.
Zu den meisten deiner Maßnahmen wirst du in diesem Forum auch viele Infos finden. Zu dem Öl würde ich dir empfehlen, den Bericht von Jovansasa im Bereich Lungenkrebs zu lesen, das klingt doch sehr vielversprechend.
Ich persönlich würde deiner Lebensgefährtin zu 5 Stunden Sport in der Woche raten, ich weiß nicht, ob sie das noch schaffen kann, vielleicht auf einem Ergometer liegend, oder schwimmen? oder Spazieren gehen? Sport senkt die Sterberate erheblich.
Des Weiteren das Buch : Krebszellen mögen keine Himbeeren.
Und auch einen Psychoonkolgen, ich habe mich da auch erst nach 9 Monaten hingewandt, weil ich dachte, ich müsse nix bearbeiten. Ist auch erwiesen, dass das die Heilungsquote erheblich nach oben treibt.
Genau zu ihrem Tumor kann ich nix sagen, da ich eben Lungenkrebs habe.
Aber viele Eurer Maßnahmen mache ich auch und lebe entgegen aller Voraussagen immer noch und zwar recht gut.
Viel Kraft Euch beiden und stöbert viel in diesem Forum, das ist eine wahre Schatzkammer in Bezug auf Empfehlungen, vielleicht auch das mit der Dunkelfeldtherapie von Gudruns Mama, welche dir sicherlich auf Wunsch auch den einen oder anderen Rat gibt (findest du unter "andere Krebsraten").
Liebe Grüße und viel Kraft Euch beiden (ein Partner, der hinter einem steht, ist Gold wert!)
Angelika



Hallo Angelika,

erstmal danke für deine Rückantwort und deine lieben Worte.

Wir haben seit den 1. September 2018 einiges verändert. Wir nehmen statt Celebrex, nun Aspirin 500mg/Tag und Tamoxifen 120mg/Tag (nach Studienlage) + nach wie vor alle 3 Monate Medroxyprogesteronacetat 104mg als Injektion. Aspirin ist nicht nur ein COX-2-Hemmer, sondern auch ein COX-1-Hemmer der durch die Antihormon-Therapie die Thrombosegefahr senkt. Ebenso 3mg Melatonin vor dem zu Bett gehen. Es gibt Studien aus Mailand, worin die Kombination aus TMX und MLT synergististisch miteinander arbeiten, Wachstumshormone runterfahren. Es wurde bei Tamoxifen Versagen, Melatonin 20mg in der Studie mit eingebaut.

Zum ganzen nehmen wir einen Laktathemmer 200mg/Tag Pangamsäure und machen eine Natrontherapie, um das Blut so basisch wie möglich zu halten.

Tamoxifen hat zwar NW-Potential, dennoch ist es bisher gut verträglich und hat wie Melatonin auch Antiöstrogene, Wachstumshormonhemmende, Tyrosinkinasehemmende und Angiogenesehemmende, Karzinogene Eigenschaften. Die Heilungschance bei Frauen bei denen Desmoide Schwangerschaftsassoziiert ist, ergibt sich von 100% eine Heilungschance von 50%. Zudem werden andere Medikamente mit hinzugefügt um die höchstmögliche Potenz zu erlangen. Mit Vitamin D3 (Immunologische Antikörper Therapie) kann man einiges erreichen und ist auch nach aktueller Studienlage ein MUSS.

Auch habe ich die Radioonkologie und Strahlentherapie in Heidelberg angeschrieben um eine eventuelle Kombination zur medikamentösen Therapie zu erlangen. Wir vermuten auch dass der Tumor durch die Biopsie (Gewebeprobe) erst richtig aggressiv geworden ist, da konnte Vitamin D3 (in hohen Dosierungen) zumindest das Wachstum etwas verlangsamen, wenn man nach den MRT Befunden geht.

Ich berichte weiter.
MfG
medico

gudrun1960
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Re: Desmoid-Tumor

Beitragvon gudrun1960 » 12. Sep 2018, 17:59

Hallo Medico,

hat Deine Frau eigentlich in den Schwangerschaften Jodtabletten eingenommen?

Habt ihr schonmal an eine Eigenbluttherapie gedacht? Ich habe mir noch eine Seite abgespeichert, die eine Anleitung zur Selbstherstellung von potenziertem Eigenblut enthält. Das wird dann oral eingenommen. Ich stelle das gleich mal im passenden Unterforum ein.

LG
Gudrun

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Re: Desmoid-Tumor

Beitragvon medico » 12. Sep 2018, 21:07

gudrun1960 hat geschrieben:Hallo Medico,

hat Deine Frau eigentlich in den Schwangerschaften Jodtabletten eingenommen?

Habt ihr schonmal an eine Eigenbluttherapie gedacht? Ich habe mir noch eine Seite abgespeichert, die eine Anleitung zur Selbstherstellung von potenziertem Eigenblut enthält. Das wird dann oral eingenommen. Ich stelle das gleich mal im passenden Unterforum ein.

LG
Gudrun


Hallo Gudrun,

ja hat sie.

Melatonin heute letzte Einnahme, unaushaltbare NW für sie, komplett niedergeschlagen, schwindelig und lethargisch damit und das bei nur 3mg/Abends. 12 Tage hat sie tapfer durchgezogen. Meine Sorge ist, dass Melatonin durch die Tryptophanverstoffwechslung die Serotoninrezeptoren drastisch erhöht und eben das ist der Gegenspieler des Dopamin und Adrenalin. Ich finde das kann gefährlich werden, Dopamin ist ein sehr wichtiger Botenstoff und für die Energiebilanz das A und O.

Wir machen jetzt erstmal mit dem üblichen weiter.

MfG
medico

gudrun1960
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Re: Desmoid-Tumor

Beitragvon gudrun1960 » 13. Sep 2018, 07:50

Hallo Medico,

ich kann mir nicht vorstellen, daß das Unwohlsein Deiner Frau ausschließlich vom Melatonin kommt. Nach allem, was ich weiß, hat es eine stimmungsaufhellende Wirkung. Melatonin ist ein Radikalfänger. Kann es evtl. sein, daß das Desmoidgewebe sich abbaut? Dann wären im Blutkreislauf Deiner Frau erhebliche Abfallprodukte des abgebauten Gewebes im Umlauf. Ich würde hier Bio-Spirulina mit Ginseng empfehlen, um die Stoffwechselprodukte zu binden und besser ausscheiden zu können.

Außerdem gehe ich davon aus, daß es Deiner Frau unter Umständen so schlecht geht, weil sie durch die angewendeten Maßnahmen quasi direkt in die Wechseljahre katapultiert wurde. Männer können sich nicht vorstellen, was die Wechseljahre für erbärmliche Nebenwirkungen haben.

Hat sie auch Schweißausbrüche?

Zum Jod: Ich halte es für einen absoluten Irrsinn, Frauen in der Schwangerschaft mit Jod zu supplementieren. Wir haben durch die Zugabe von Jod in fast allen unseren Lebensmitteln ( z.B. in fast allen Brotsorten) sowieso schon deutlich mehr als genug Jod im Körper. Jod steht auch im Verdacht Gewebeveränderungen zu verursachen. Google mal.
Mein Heilpraktiker hat zum Thema Jod vor vielen Jahren die Restbestände eines Buches aufgekauft. Der Verfasser mußte den Verkauf unter Strafandrohung einstellen. Ich frag nächste Woche mal, ob er noch ein Exemplar hat. Ich werde es dann abfotografieren und jedem mailen, der es haben möchte. Es gibt aber auch das Buch „Die Jodlüge“.

Ich kann Dir ansonsten nur vorschlagen, daß Du mal einen Termin bei unserem HP machst. Irgendwo stimmt was im Energiefeld Deiner Frau nicht. Ich weiß, daß Du von Homöopathie und Co. nicht so überzeugt bist. Hier im Forum gibt es aber jemand, der überzeugt ist, an Borrelliose erkrankt zu sein. Leider wurde kein Arzt gefunden, der bereit war das zu untersuchen und die zahlreichen Beschwerden wurden darauf abgeschoben, daß der/diejenige ja die gleichzeitig bestehende Krebserkrankung nicht schulmedizinisch behandeln läßt. Unser HP hat dann im Dunkelfeld diese Borrellien gefunden. Ich möchte hier nicht schreiben, wer es ist. Aber vielleicht schreibt der/diejenige das mal direkt hier im Forum.

Ein Erstgespräch mit Irisdiagnose, Dunkelfeldblutuntersuchung, radionischer Austestung und den entsprechenden einzunehmenden Globulis und evtl. Spritzen für den Stoffwechsel sowie entsprechenden Homöopathika kostet allerdings zwischen 700 und 850 Euro. Zeitlich sollte mindestens 4 Stunden eingeplant werden.
Für meine Mama belaufen sich die Kosten auf ca. 1.400 Euro pro Woche. Das bezahlen mein Mann und ich. Wir würden das bestimmt nicht tun, wenn wir nicht absolut überzeugt wären, daß es auch wirkt. Mein Mann arbeitet extra dafür jetzt nächstes Jahr noch zwei Tage pro Woche weiter, damit wir das finanzieren können. Eigentlich wollte er (64) Ende des Jahres komplett aufhören.
Meine Mama hat jetzt im Oktober eine komplette Behandlungspause. Ich gehe davon aus, daß wir ab November nur noch einen Tag pro Monat zur Behandlung müssen.

Ihr könntet zum HP auch alle Medis zum Austetsten mitnehmen. Meiner Meinung nach kann man das aber auch selbst auspendeln. Ich habe das bei der vor 15 Jahren erfolgten radikalen Nahrungsumstellung unserer Tochter so gemacht.

..... ich will Dich nicht auf die Palme bringen. Aber Du bist jetzt hier aber auch in einem alternativen Forum. Was uns alle verbindet, ist der Wunsch entweder für uns selbst oder einen lieben Freund oder Angehörigen eine hilfreiche Therapiemöglichkeit zu finden.

Das Ihr das Melatonin jetzt erstmal absetzen möchtet, kann ich verstehen. Ich habe mich mit Melatonin bisher nur hinsichtlich der schlaffördernden Wirkung befaßt, daß es die Hormonproduktion quasi abschaltet, wußte ich bisher nicht. Evtl. könntet ihr ja auch später nochmal mit 1mg Melatonin beginnen.

Ich habe in diesem Forum viele hilfreiche Ratschläge erhalten. Ich habe hier auch viel gelesen und zahlreiche Sachen gefunden, die ich bisher nicht wußte. Ich würde vielleicht nicht alles befürworten, meckere aber auch nicht (wie BT) an allem herum, wenn ich anderer Meinung bin.

Liebe Grüße

Gudrun

medico
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Re: Desmoid-Tumor

Beitragvon medico » 13. Sep 2018, 08:33

Hallo Gudrun,

Nein, ohne Melatonin fühlt sie sich fantastisch und es ist tatsächlich so, dass Serotonin ein Gegenspieler des Dopamin und Adrenalin ist, ebenso wird das lebensnotwendige Cortisol unterdrückt. Cortisol sollte immer im Gleichgewicht bleiben, deshalb wirkt Melatonin auch so schnell bei Schlafstörungen, auf Grund dieser Komponenten (>Cortisol-, Dopamin-, Adrenalinhemmung). Dopamin ist ein Botenstoff der Energie liefert, Serotonin dagegen dämpft eher ab und man kommt runter, die Energielevels werden heruntergefahren. Es gibt tatsächlich Menschen die eher Serotoninerg sind, denen es gut tut. Und NEIN Schweißausbrüche hat sie nicht.

Ich würde aufpassen bei der Einnahme von Melatonin bzw. würde ich bei der Einnahme darauf achten morgens etwas einzunehmen wodurch die Dopaminsynthese gefördert wird, z.B. NADH (50-100mg), L-Tyrosin (5000mg). Parkinsonkranke produzieren zu wenig Dopamin, deshalb auch diese Erkankung. Wenn man sich "endokrin" und mit deren "Funktionen" auskennt, dann kommen entweder Warnsignale oder man versucht das Nebenwirkungsverhältnis durch ein anderes Mittel zu kompensieren.

Neben der Schulmedizinischen Therapie, nehmen wir Glasklar alternative Mittel um das Nebenwirkungspotential, zumindest zu minimieren. Mittel wie MPA (3 Monatsspritze) oder Krebsmedikament Tamoxifen (ein Allrounder) - können Thrombose fördern, alternative Medizin wie Vitamin D3, K2, Mineralien, Mikronährstoffe und Spurenelemente, unterbinden diese Gefahr.

Für mich und auch für die Wissenschaft die das befürwortet bleibt Vitamin D3 und Omega 3 die Basis der Medizin. "Ohne Sonne kein Leben" (Ohne die Sonne entarten unsere Zellen). Ohne Vitamin D3 verwirkt die Aufnahme anderer Vitamine, Mineralien, Aminosäuren, Mikronährstoffe.

Bei Spirulina, OPC und Co. bin ich vorsichtig, Pflanzen wie z.B. die Spirulina wirken nur wenn sie Leben, bei solchen Presslinge verblasst der Sauerstoff und kann auf Grund dessen verwirken. Bei OPC wird durch die Produktion der Wirkstoff oxidiert. Außerdem nehmen wir schon Algen, Kelp-Extrakt und Astaxanthin.

Wenn meine Lebensgefährtin noch die Diät (Rohkost, Basische Nahrung) durchziehen würde, wären wir mit den positiven Ergebnissen schneller.

MfG
medico

gudrun1960
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Re: Desmoid-Tumor

Beitragvon gudrun1960 » 13. Sep 2018, 09:21

Hallo Medico,

vielen Dank für die ausführliche Erklärung.

Mein Mann hat sich ja mindestens mal 15 Jahre mit einer Angststörung und Unruhezuständen herumgeschlagen. Er hat auch eine zeitlang SSRI eingenommen. Das hat aber sein Wesen so dramatisch verändert, daß wir es nach 4 Monaten wieder ausgeschlichen haben.

Er nimmt jetzt seit einiger Zeit hochdosiert Vit. D3 mit K2 u. Magnesium, 3 Tropfen CBD-Öl, einen Eßlöffel Leinöl (Omega 3) und morgens eine Lage Brokkolisprossen (Krebsvorsorge). Es ist wie ein Wunder, er legt sich seine Worte nicht mehr vorher im Kopf zurecht und schläft jetzt friedlich wie ein Baby. Panikattacken gibt es auch nicht mehr.

Wir hätten uns also jahrelange Psychotherapien, hyperbare Sauerstofftherapie und medizinische Heilhypnose sparen können. Hat alles nichts gebracht.

Ich finde es auf jeden Fall prima, daß Du diese Stoffwechselprozesse und endokrinologischen Abläufe so gut kennst und auch verständlich erklären kannst. Ich glaube, dafür reicht mein Hirn nicht. Ich muß ständig irgendwelche Begriffe wieder googeln, weil ich entweder nicht mehr weiß, wie der doofe Begriff heißt oder dessen Bedeutung nicht mehr kenne.

Sind die Insulinwerte Deiner Frau in Ordnung?

Es wäre bestimmt gut, wenn sie mal eine Zeit Bio-Rohkost essen würde. Dann könnt ihr wenigstens sicher sein, daß keine schädlichen Stoffe mehr in den Organismus kommen.
Gönn Dir bei der Recherche aber auch mal eine Pause. Leg einfach mal Deine Hand auf die Desmoid-Stellen und stell Dir vor, wie Deine gute Energie Deiner Lebensgefährtin hilft. Entspannung ist super wichtig, aber bestimmt mit 2 Kids auch schwierig, Zeit dafür zu finden.

Von Hunden weiß ich, daß es Entgleisungen im Hormon- und Cortisolhaushalt gibt, wenn ein Mikrotumor in der Hypophyse vorliegt. Dieser stört dann die Nebennierenrinde. Diese Mikrotumore wachsen meist extrem langsam. Bei meiner Hündin führte das zu einer starken Erhöhung des Cortisons. Vielleicht gibt es auch Defekte an der Hirnanhangdrüse, die eine verminderte Cortisol/Cortisonausschüttung bewirken. Meine Hündin hatte auf jeden Fall mehrere gutartige Bindegewebs- und Muskeltumore und hatte in den letzten 4 Lebensjahren eher das Temperament einer Schlaftablette. Sie hat mehrere Jahre ein Brustkrebsmittel erhalten und noch eine gute Zeit gehabt. Wenn sie in Phasen kam, wo sie nicht mehr trinken und essen wollte, habe ich das Mittel für einige Wochen abgesetzt. Das ganze heißt Cushingsyndrom und zeichnet sich vor allem durch übermäßigen Durst aus.

Regelmäßiges Beklopfen des Bereichs der Zirbeldrüse soll auch gut sein.

Halt uns bitte weiter auf dem Laufenden. Gerade Desmoid scheint ja dringend gute Infos zu benötigen. Sieh Dich halt als Pionier.

Viele Grüße

Gudrun

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ralfdingo
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Re: Desmoid-Tumor

Beitragvon ralfdingo » 13. Sep 2018, 09:38

Wie geht es eigentlich deiner Frau psychologisch?
Wie geht es den Kindern dabei?
Liest sie hier mit? Und entscheidet sie mit?
Macht sie sport? Geht sie in den Wald spazieren?
Ich finde es gut wie du dich informierst und Zusammenhänge suchst
Vergesst dabei nicht das der wunsch gluecklich zu leben dabei nicht an letzter sondern an erster stelle stehen sollte, wenn da Ängste dagegen steuern braucht man eben einen spezialisten
Ein Terapeud kann da sehr hilfreich sein
Auch Meditazion bringt ruhe in das gestresste Familienleben
Ich habe das gefuehl das ihr diese Seite der Krankheit ein wenig vernachlässigt
Na ja ich hlaub es ist wichtig das sie mitarbeitet
Was mich an der Schulmedizin ein wenig stört ist das wir Patienten da so zum arzt gehen und unsere Gesundheit oder Krankheit zum Mediziner bringen uns sozusagen abgeben und darauf warten das uns einer gesund macht
Ich glaube das geht gut mit einem gebrochenen Bein aber nicht mit Krebs
Eine Krankheit die wir uns selbst produzieren muessen wir auch grössten Teils selber kurieren
Und manchmal muss man einen Schritt zurück gehen um das ganze zu sehen

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Re: Desmoid-Tumor

Beitragvon medico » 13. Sep 2018, 09:39

Cushyngsyndrom ist ein Nebennierenkarzinom an der Rinde oder eher ein Hypophysenadenom wodurch die Hirnanhangsdrüse übermäßig ACTH an die Nebennierenrinde (-drüse) abgibt und Cortisol wird damit übermäßig ausgeschüttet.

Gegen Übermüdung (für dein Mann), hilft eventuell auch ein Laktathemmer (Pangamsäure oder Citrullin Malat+L-Arginin). Damit sich in den Muskeln keine Milchsäure bildet. Und NADH gibt den Mitochondrien (Kraftwerke unserer Zellen) Energie, parallel fördert es die Dopaminsynthese.

Bezüglich Desmoid-Tumor, ich berichte definitiv weiter.

Schönen Tag und danke für das Kompliment. Alles gute!

LG
medico


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