Hyperthermie - Thermotherapie gegen Tumore

Alternative Behandlungstherapien - auch oder besonders bei Krebs
Lena
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Hyperthermie - Thermotherapie gegen Tumore

Beitragvon Lena » 17. Jul 2013, 16:13

http://www.stern.de/gesundheit/gesundheitsnews/nanotechnik-winzige-magnete-heizen-tumoren-ein-655368.html
Bis zu 70 Grad im Tumor

"Derart kleine Materialien haben besondere Eigenschaften. So erhitzen sich die Eisenoxidkügelchen, die Jordan testet, viel stärker, als es größere Teilchen tun würden. Auch das Material ist entscheidend.
"Eisenoxid ist nicht magnetisch, aber magnetisierbar", erklärt Jordan. Das ist wichtig, denn sonst würden die Teilchen aneinander kleben und sich nicht wie gewünscht über den ganzen Tumor verteilen. Die winzigen Kügelchen haben aber gewisse Eigenschaften eines Magneten und sie lassen sich durch ein Magnetfeld ausrichten.

"Das ist so ähnlich, wie wenn man einen Magneten an ein Stück Eisen hält", sagt Jordan. Die kleinen magnetischen Domänen im Eisen, die vorher wild in alle Richtungen gezeigt hätten, würden sich dann entlang des Magnetfeldes anordnen. Die Nanopartikel von Jordan sind allerdings so klein, dass sie nur aus einer einzigen Domäne bestehen.

:GS34 "Wir tauschen einfach den Nord- und Südpol des Magnetfelds immer wieder, bis zu 100.000 Mal pro Sekunde." Durch den ständigen Wechsel heizen sich die Kügelchen auf. "Bis zu 70 Grad Celsius erreichen wir damit im Tumor", sagt Andreas Jordan. "Das hält keine Zelle aus."

Ganz so heiß muss es aber gar nicht werden. Schon lange ist bekannt, dass man Zellen töten kann, indem man sie länger auf mehr als 42 Grad Celsius erwärmt. Tumorgewebe ist für Hitze besonders anfällig, da es schlechter durchblutet wird. Der wuchernde Tumor muss sicherstellen, dass seine Zellen immer gut mit Blut versorgt sind, und schüttet daher Stoffe aus, die das Wachstum von Blutgefäßen fördern. Im Gegensatz zu der geordneten Blutgefäßstruktur in gesundem Gewebe kommt es dabei zu einem regelrechten Chaos von dünnwandigen, krankhaften Gefäßen. Der Tumor kann deswegen Hitze schlechter abtransportieren als gesundes Gewebe.

Gezieltes Erhitzen im Körperinneren

Die Thermotherapie, also die Hitzebehandlung von Krebs, war daher naheliegend. Bisher scheiterte sie aber stets daran, dass der Großteil der Hitze, die man von außen zuführt, von der Körperoberfläche aufgenommen wird. Der Patient erleidet Verbrennungen, während der Tumor sich kaum erwärmt. Mit seinen Nanokügelchen will Jordan nun gezielt den Tumor erhitzen, ohne den Rest des Körpers in Mitleidenschaft zu ziehen.

Seit mehr als 20 Jahren arbeitet Jordan schon an der Technik. Die ersten Erfolge vermeldete er 1996, allerdings nur im Tierversuch. Inzwischen behandelt Jordan auch Menschen. Die erste klinische Studie startete im März 2003, in der 14 Patienten mit einem bösartigen Gehirntumor behandelt wurden. Die Ärzte konnten beweisen, dass die Therapie grundsätzlich auch beim Menschen anwendbar ist.

Jordan verweist stolz auf einen ersten Erfolg: "Eine unserer Patientinnen lebt heute, fünf Jahre nach der Therapie, völlig tumorfrei." Dabei ist bei ihrer Erkrankung eine Lebenserwartung von wenigen Monaten durchaus normal. Nun laufen auch Studien zu Prostata- und Speiseröhrenkrebs, und auch an Tumoren von Leber und Bauchspeicheldrüse wird die Nanokrebstherapie getestet.

Eisenteilchen stören den Magnetresonanz-Tomographen

"Unser Ziel ist es, die Technik neben den Standard-Krebstherapien, also neben Chirurgie, Bestrahlung und Arzneimitteln, fest zu etablieren", sagt Jordan. Er sehe vor allem die Chance, die starken Nebenwirkungen zu reduzieren, die manche dieser Therapien begleiten. "Unsere Therapie hat dagegen kaum Nebenwirkungen."


Sollte dies nicht der Krebspatient selbst mit entscheiden (besonders bei aufgewzungener Krankenversicherungspflicht), welche Therapien neben Onko-3er-Pack mit erhältlich integriert werden? Ganz besonders im Zusammenhang mit den Lebensgefahren und der Wirkungslosigkeit dieser 3 Säulen der SM!

Lieber Gruß Lena
"Weißt du, dass die Bäume reden? ... Sie sprechen miteinander, und sie sprechen zu dir, wenn du zuhörst." (Taganga Mani, Stoney)

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