Karotten als Breiumschlag bei Krebsgeschwüren

Lena
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Karotten als Breiumschlag bei Krebsgeschwüren

Beitragvon Lena » 10. Jul 2013, 22:39

Karotten als Breiumschlag bei Krebsgeschwüren

"Pflanzenmittel (Kesorbentia, Kohl, Karotten) 151

Als Krebsmittel fand der Kohl jedoch keine weitere Verwendung.

Karotten*).

Die Karotten als Breiumschlag bei Krebsgeschwüren sind zuerst im Jahre 1766 von Sulz er 1 ) empfohlen worden, der mit diesem Mittel ein Mammacarcinom zur Heilung gebracht haben wollte.

Die Priorität für die Entdeckung der Heilkraft dieser Pflanze bei Krebsgeschwüren nahm jedoch Bridault 2 ) für sich in Anspruch, der viele Jahrzehnte mit der Wirkung der Möhren bei Krebskranken sich beschäftigte, seine Beobachtungen aber erst späterhin in einem dickleibigen Bande veröffentlichte**).

Allerdings könne man, nach Bridault, nur oberflächliche, weiche Hautkrebse mit Karottenbrei heilen.

Bridault hält die Karotten auch für ein gutes Prophylaktikum zur Verhütung von Krebsbildung bei Entzündungen und Verhärtungen
.

Die Karotte muß, nach Bridault, frisch und zart sein und recht rot (besonders die holländischen Karotten, die eine sehr rote Farbe haben, hielt man damals für diese Zwecke für sehr geeignet) ***).

:arrow: :arrow: :arrow: Die Karotte wird roh geschabt, der Saft ausgedrückt, und mit diesem Rübensaft wird das Krebsgeschwür zunächst gereinigt, dann wird der Karottenbrei in alle Vertiefungen der Geschwulst hinein gebracht und das Geschwür zweimal täglich verbunden.

Eine daran sich anschließende Entzündung wirkt, nach Bridault, nur günstig ein.

Auch innerlich wurde von Bridault der Möhrensaft oder ein Infus von Möhren verordnet.

Mit diesem Mittel will nun Bridault viele Krebskranke, deren Krankengeschichten er mitteilt, geheilt haben, und diese Heilerfolge sind auch von Henri c. Gibson 3 ) bestätigt worden.

:idea: :!: Die Karotten sind dann auch von vielen anderen Aerzten bei Krebsgeschwüren f) angewendet worden, aber nicht nur als Breiumschlag, sondern auch zur Injektion in krebsig erkrankte Höhlen, wie z.B. von Metzger 4 ) bei Uteruscarcinomen. :!: :idea:

Die günstigen Erfolge, die man mit der Karotte vielfach erzielte, sind nun von Bayle 5 ) sehr skeptisch beurteilt worden.

Nach seiner Ansicht hätte es sich bei den angeblich geheilten

*) Daucus carotta oder carota oder Möhre.

1 ) Auch Sultzer genannt — Leibarzt des Herzogs von Sachsen-Gotha (Joum. de Med. T. 24, p. 68).

2 ) Traite sur la carotte. La Kochelle 1802.

**) Die Möhre gehörte übrigens auch zu dieser Zeit zu dem offizinellen Arzneischatz.

Cfr. B. Bergius: Materia medica de regno vegetabili sistens simplicia officinalia. Stockholm 1778, 2 Bände (Bd. I. S. 192).

***) Cfr. Johann Hübner's Natur — Kunst etc. Lexicon. Leipzig 1776, S. 438.

3 ) Medical. Observat. and Inquirit, T. IV, p. 183.

:arrow: :arrow: :arrow: t) Auch bei Ulcera cruris wurden Mohrrüben in gekochtem Zustande rait gntem Erfolge angewendet von Eberhard Home: Praktische Beobachtungen über die Behandlung der Fußgeschwüre. A. d. Englischen übersetzt von 1- F. Froriep. Leipzig 1799. kl.8°, 214 8.

4 ) Adversaria medica. Frankfurt a. M. 1778."


Quelle: "Die Lehre von der Krebskrankheit von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart" von Sanitätsrat Prof. Dr. Jacob Wolff, Praktischer Arzt in Berlin, Teil III, S. 403 - Buch-download 1042 Seiten: http://ia601200.us.archive.org/22/items/dielehrevonderkr03wolf/dielehrevonderkr03wolf.pdf oder fulltext: http://archive.org/stream/dielehrevonderkr03wolf/dielehrevonderkr03wolf_djvu.txt

Der Karotte begegnen wir in der Krebstherapie an den verschiedensten Einsatzmöglichkeiten wieder.

Lieber Gruß Lena
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Karottenbrei bei Krebsgeschwüren

Beitragvon Lena » 10. Jul 2013, 23:18

Karottenbrei bei Krebsgeschwüren

Fortsetzung von: Quelle: "Die Lehre von der Krebskrankheit von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart" von Sanitätsrat Prof. Dr. Jacob Wolff, Praktischer Arzt in Berlin, Teil III, S. 403 - Buch-download 1042 Seiten: http://ia601200.us.archive.org/22/items/dielehrevonderkr03wolf/dielehrevonderkr03wolf.pdf) oder fulltext: http://archive.org/stream/dielehrevonderkr03wolf/dielehrevonderkr03wolf_djvu.txt


"152 I« Die medikamentöse Behandlung des Krebses.

Fällen nicht um echte Krebse, sondern nur um „Maladies canceriformes" *) gehandelt.

Trotzdem auch viele andere Aerzte der Karotte jegliche spezifische Heilkraft bei der Krebskrankheit absprachen, hielt man doch die Karotte allgemein für ein brauchbares Mittel zur Bekämpfung
einzelner Symptome.

Christian Gottfried Whistling 1 ) benutzte mit Vorliebe einen Umschlag von Karottenbrei zur Linderung der Schmerzen bei Krebsgeschwüren,
Leon Rouzet 2 ) hielt den Karottenbrei für ein gutes, desodorierendes Mittel bei stinkenden Krebsgeschwüren,
zu demselben Zwecke sind auch die Karotten von Carl Heinrich Spohr 3 ) empfohlen worden.

Peyrilhe 4 ) hat auch, wie wir bereits an einer früheren Stelle**) ausgeführt haben, eine Erklärung für die Wirkung der Karotte bei ulzerierenden Krebsgeschwüren gegeben.

Es entwickelt sich nämlich Kohlensäure in statu nascendi in der Wunde durch eine weinige Gährung, die am Orte der Einwirkung des Karottenbreis entsteht, und die Kohlensäure ist, nach Peyrilhe, wie wir noch späterhin erörtern werden, ein ausgezeichnetes, antiseptisches Mittel, welches zu gleicher Zeit auch
desodorierend wirkt.

Aus diesem Grunde ist, nach Peyrilhe, die Karotte bei stark sezernierenden und stinkenden Krebsgeschwüren ein brauchbares Mittel.

Auch Friedrich Ernst Nicolai 5 ) empfahl deshalb Karottenbreiumschläge bei Krebsgeschwüren und verordnete innerlich Gerstensaft wegen der in diesem Getränke enthaltenen Kohlensäure ***).

Wir haben auch schon erwähnt (cfr. S. 54), daß Lefebure bei Krebsgeschwüren zu Umschlägen eine Kombination von Arsenik mit Karottenbrei verwendet hat."


Diese obige Info hätte man mir sehr gerne einmal vor 5 Jahren über'liefern können... :GS24

:GS33 "Kompresse: Blätter und Samen der Wilden Möhre (Daucus carota) als Pflaster gegen Krebsgeschwüre aufgebracht.
„Wild Pastenachbletter gestossen/ mit Honig temperieret/ heylen die alten umbsich fressende Schäden/ wie ein Pflaster auff ein Tuch gestrichen und darüber gelegt.“


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Gemüsebrei-Breiumschlag bei (Brust-)Krebsgeschwüren

Beitragvon Lena » 17. Okt 2013, 16:24

Gemüsebrei-Breiumschlag bei (Brust-)Krebsgeschwüren als Teil einer alternativen Brustkrebsheilung

Gekochte Karotten und Sellerie zerdrückt als Pflaster und eine Salbe dazu.


:ER! 4. Salbe für Verhärtungen und Knoten:
5. Die ganze Brust öfter mit Ringelblumentee abreiben.
100g geriebene Kernseife, 100g Bienenwachs, 1 Karotte reiben, den Saft auspressen und dazugeben. Alles zusammen in einem Wasserbad 20 Minuten auskochen.
Oder:
gekochte Karotten und Sellerie zerdrückt als Pflaster auflegen.

Bei offenen Wunden:
Zuerst legt man Huflattichblätter oder Breitwegerich, auch Krautblätter auf, damit der Brand herauszieht.
Salbe: Gänsefett, Ochsenmark und Lindenholzkohle im Wasserbad 1/2 Stunde kochen, gut umrühren und beim aufstreichen noch Lindenholzkohle- Pulver aufstreuen."


Volltext-Zitat siehe Betreff des Beitrags: Brustkrebs alternativ geheilt mit Pflanzen und Gemüse: http://www.digigalleria.net/krebs-nur-eine-krankheit/viewtopic.php?f=11&t=120&p=1595#p1595
Bridault nach Sanitätsrat Prof. Dr. Jacob Wolff hat geschrieben:"Pflanzenmittel (Kesorbentia, Kohl, Karotten) 151

:arrow: :arrow: :arrow: Die Karotte wird roh geschabt, der Saft ausgedrückt, und mit diesem Rübensaft wird das Krebsgeschwür zunächst gereinigt, dann wird der Karottenbrei in alle Vertiefungen der Geschwulst hinein gebracht und das Geschwür zweimal täglich verbunden.

Eine daran sich anschließende Entzündung wirkt, nach Bridault, nur günstig ein.

Auch innerlich wurde von Bridault der Möhrensaft oder ein Infus von Möhren verordnet.

Mit diesem Mittel will nun Bridault viele Krebskranke, deren Krankengeschichten er mitteilt, geheilt haben, und diese Heilerfolge sind auch von Henri c. Gibson 3 ) bestätigt worden."

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Krebs zerteilende Pasten und Salben aus der Hausapotheke

Beitragvon Lena » 18. Okt 2013, 23:00

Krebs zerteilende, erweichende Pasten und Salben aus der Hausapotheke nach Überlieferungen medizinischer Fachzeitschriften

"Emollientia der Calendula (Ringelblume) und Ficus (Feige), de Mare's Behandlungsmethode:

In späteren Zeiten war auch die „Pommade d'Amiens“ (im Jahre 1744 bekannt gegeben durch C. G. Whistling, 1. c. S. 35.), zusammengesetzt aus Rahm, Honig und Roggenmehl, ein beliebtes Volksmittel, um den Krebs zu erweichen und zu zerteilen."

"Großen Ruf als krebserweichendes Mittel besaß in den älteren Zeitepochen auch das „Unguentum ex Apollonio", bestehend aus Rosenöl und Omphacium.

Ganz besonders aber galt in den älteren Zeitepochen die Feige als krebserweichendes Mittel.

Bereits Aulus Cornelius Celsus (röm. Medizinschriftsteller) empfahl zur Erweichung von harten Krebsen ein (Breipflaster) Emplastrum „xxx", welches hauptsächlich aus saftigen Feigen bestand.

Auch Plinius Secundus hielt die Feige (Ficus) neben dem Kohl für das beste Mittel zur Erweichung von harten Krebsen.

Ebenso bestand auch das „Ceratum magistrale", welches Giovanni daVigo beim Krebs mit Vorliebe gebrauchte, aus Feigen, Datteln und mannigfachen Fetten.

Die Kataplasmen aus Feigen waren, wie Benedict Testor mitteilt, auch zu seiner Zeit noch ein sehr beliebtes Mittel, um harte Geschwülste zu zerteilen.

Selbst in der Neuzeit bildet die Feige in einigen Ländern noch ein sehr beliebtes Volksmittel in der Krebsbehandlung, und sogar Billroth empfahl noch dieses Mittel, welches er als ausgezeichnetes Volksmittel kennen gelernt hatte.

Die Anwendung der Feige bei ulzerierenden Krebsen ist, nach Billroth, durchaus rationell.

:ER! Die Feige wird in Milch gekocht und zerschnitten auf die Geschwürsfläche gelegt. Es tritt eine Milchsäuregärung ein, und die Geschwüre reinigen sich."

"Für die Schmerzreduktion bei Krebsgeschwüren wählt man zufolge Most in Böhmen einen Breiumschlag zur direkten Wundauflage, hergestellt aus in Milch gekochten und zerkleinerten Kartoffelblättern, abschließend eingedickt mit Kartoffelmehl. In gleicher Weise lindert der Brei frisch geriebener Kartoffeln die brennenden Schmerzen offener Karzinome."


Letzterer Abschnitt siehe unter Seite: 50 >: http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=9&cad=rja&uact=8&ved=0CFIQFjAI&url=http%3A%2F%2Fothes.univie.ac.at%2F17045%2F1%2F2011-11-10_8308284.pdf&ei=Wc83VLKZMYTuaObtgfAO&usg=AFQjCNFL1RMJ2sTxBp0EGWJzT7OEjycVMg&bvm=bv.76943099,d.d2s

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Ceratum magistrale - tumores (Cerate bei Krebsgeschwüren)

Beitragvon Lena » 23. Okt 2013, 17:26

http://www.fagron.be/fr/43468

Magistrale der Styrax-Salbe aus dem
"Ebenso bestand auch das „Ceratum magistrale", welches Giovanni da Vigo beim Krebs mit Vorliebe gebrauchte, aus Feigen, Datteln und mannigfachen Fetten."
Medicinal Öl 250
Gelbes Wachs (Cera flava) 150
Flüssige Styrax 150
Elemi Harz (Resina Elemi) 150
Venezianisches Terpentin (Pinus silvestris therebentina) 300

Hinweis: Medicinal Öl = können Mandelöl, Olivenöl, Mais und Sesamöl und generell alle Pflanzenöle (Nachteil: sie werden schnell ranzig) (Quelle: Memento galensiche farmacie, PDB).

"Orientalischer Amberbaum = Liquidambar orientalis Miller. Styrax ist ein Harz, das aus der Rinde des Liquidambar orientalis Miller abgeleitet."

"Joanne Vigierio Filio D. Medici Opera Medico Chirurgica: Seite 118"


Ioannis Baptistae Cortesii ... Miscellaneorum medicinalium decades denae: in ... von Giovanni Battista Cortesi S. 110 gibt als Öl das 'Oleum amygdalarum dulcium' an.

Diese Cerate, härter in ihrer Konsitenz als die Salben, waren die Grundlage für die erwünschten Wirkstoffe, so wie beim tumoralen Geschehen und deren äußerlichen Anwendung.

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