Elektrotherapie: Gleichstrom, Wechselstrom, Frequenzen

Royal Rife, George Lakhovsky, Robert C. Beck, Robert O. Becker, Dr. William H. Philpott, etc.
Lena
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Elektrotherapie: Gleichstrom, Wechselstrom, Frequenzen

Beitragvon Lena » 4. Mär 2014, 16:55

Elektrotherapie: Gleichstrom, Wechselstrom, Frequenzen

http://dgrh.de/qualitaetsmanual8.html

"Elektrotherapie

Definition: Die Elektrotherapie nutzt differente Stromqualitäten zur Beeinflussung von Organfunktionen.
Neben Gleichströmen werden Wechselströme unterschiedlicher Frequenz eingesetzt, die sich in ihren physikalischen und biologischen Effekten unterscheiden.

Niederfrequenztherapie
In der physikalischen Therapie werden hierunter Gleichstromanwendungen und niederfrequente Wechselstromanwendungen mit Frequenzen bis 1000 Hz verstanden.
Zu den Gleichstromanwendungen zählen die Galvanisation (= einfache Gleichstromanwendung), die Iontophorese (Galvanisation mit Medikamentenzusatz auf den Elektroden) und die hydroelektrischen Bäder (Stangerbad, 2- bzw. 4-Zellen-Bad).
Therapeutisch nutzbare Wirkungen der Gleichstromanwendung sind analgetische und hyperämisierende Effekte. Die Iontophorese nutzt in der Therapie rheumatischer Erkrankungen zusätzlich die Wirkungen von topischen Antirheumatika (z. B. Diclofenac etc.), Lokalanästhetika und seltener Vasodilatantien (z. B. Histamin). In hydrogalvanischen Bädern entstehen zusätzlich thermische und muskeldetonisierende Effekte.

Niederfrequente Wechselströme – auch als Reizströme bezeichnet – entfalten entsprechend ihrer Applikation (serielle Impulse, Einzelimpulse) schmerzlindernde und durchblutungsfördernde Wirkungen (z. B. diadynamische Ströme, Ultrareizstrom, TENS etc.) oder werden zur Muskelkontraktion eingesetzt (z. B. galvanische Einzelimpulse etc.).

Indikationen für eine Niederfrequenztherapie in der Behandlung rheumatischer Erkrankungen sind:

chronische (wenig aktive) Arthritiden,
Arthrosen (nicht aktiviert),
Periarthropathien, Insertionstendinosen,
Tendomyosen und andere weichteilrheumatische Schmerzaffektionen,
funktionelle Durchblutungsstörungen,
lokale Schmerzsyndrome unterschiedlicher Genese (z. B. Neuropathie, radikuläre Reizungen etc.),
bei Paresen als elektrisches Muskelfunktionstraining (motorisch wirksame Reizströme).

Kontraindikationen für eine Niederfrequenztherapie sind:

akute entzündliche Prozesse im Behandlungsgebiet,
Hautläsionen,
Infektionskrankheiten, akute fieberhafte Infekte,
Sensibilitätsstörungen im Behandlungsgebiet,
Herzschrittmacher, Metallteile (z. B. Endoprothesen) im Behandlungsgebiet.

Mittelfrequenztherapie
Der Frequenzbereich liegt zwischen 1000 und 100 000 Hz.
Zur Mittelfrequenztherapie zählen die Interferenzströme (nach Nemec), die amplitudenmodulierten Mittelfrequenzströme sowie die direkt an- und abschwellenden Mittelfrequenzströme (Wymoton$R). Während die beiden erstgenannten ähnlich Wirkungen wie niederfrequente Reizströme aufweisen (Analgesie, Hyperämie), wirkt die direkte Mittelfrequenzstrombehandlung hauptsächlich muskeltonisierend.

Die Indikationen entsprechen der Niederfrequenztherapie. Ergänzend kommt die Inaktivitätsatrophie der Muskulatur für die direkte Mittelfrequenztherapie hinzu.

Hochfrequenztherapie
Die Hochfrequenztherapie liegt im Frequenzbereich über 100 (500) kHz.
Zum Einsatz gelangen Kurzwellen- (Kondensatorfeld, Spulenfeld), Dezimeter- (selten) und Mikrowellenanwendungen.
Die Hochfrequenzbehandlung ist eine ausschließliche Thermotherapie mit vorzugsweiser Tiefenerwärmung (Diathermie). Indikationen und Kontraindikationen entsprechen denen der Wärmetherapien. Zusätzliche Kontraindikationen sind Metallteile im Bestrahlungsgebiet und Herzschrittmacher (auch außerhalb des Behandlungsgebietes!).

Phototherapie
Definition: Unter Phototherapie wird die Anwendung elektromagnetischer Strahlung des sichtbaren Lichtes sowie der angrenzenden längerwelligen Infrarot- und kürzerwelligen Ultraviolettstrahlung verstanden.

Bedeutung in der Behandlung rheumatischer Erkrankungen hat das Infrarotlicht als oberflächennahe Wärmebehandlung. Indikationen und Kontraindikationen entsprechen der Wärmetherapie.

Ultraviolettbehandlungen wirken über die Auslösung photochemischer Reaktionen in der Haut. Indikationen in der Rheumatherapie sind die Osteoporose/Osteomalazie (Stimulation der Vitamin-D3-Bildung), die Psoriasisarthritis zur adjuvanten Behandlung der Psoriasis.
Wichtige Kontraindikationen sind akute Schübe chronisch-entzündlicher Erkrankungen, Lupus erythematodes, Lichtdermatosen. Cave: antirheumatische Basistherapeutika mit Induktion einer erhöhten Photosensibilität (z. B. parenterales Gold)! "


Diese mir noch recht oberflächliche Beschreibung lässt sich anhand Therapie-Erfahrungen durchaus informativ erweitern. Sowohl durch die Anwender als auch durch die Therapeuten.

Lieber Gruß Lena
"Weißt du, dass die Bäume reden? ... Sie sprechen miteinander, und sie sprechen zu dir, wenn du zuhörst." (Taganga Mani, Stoney)

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