Ringelblume, das erprobte Krebsheilmittel

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Lena
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Ringelblume, das erprobte Krebsheilmittel

Beitragvon Lena » 30. Okt 2013, 17:17

Ringelblume, das erprobte Krebsheilmittel innerlich und äußerlich

http://zeitwort.at/index.php?page=Attachment&attachmentID=2765
Maria Treben "Gesundheit aus der Apotheke Gottes" Ringelblume Seite 40:

"Nicht nur Pfarrer Kneipp setzte sich für die Ringelblume als Naturheilmittel bei bösartigen Geschwüren ein, sondern auch bekannte Ärzte wie Dr. Stäger, Dr. Bohn, Dr. Halenser und andere mehr.

:GS33 Dr. Bohn nennt die Ringelblume als wichtigstes Heilmittel bei Krebserkrankungen, wenn eine Operation nicht mehr durchgeführt werden kann und empfiehlt, Ringelblumentee längere Zeit hindurch zu trinken.

:arrow: Der frisch gepresste Saft der Ringelblume kann mit bestem Erfolg selbst bei Hautkrebs angewendet werden.
Blutschwamm, längere Zeit hindurch mehrmals mit dem Frischsaft bestrichen, kann zum Verschwinden gebracht werden, ebenfalls Pigment- und Altersflecken.

Auch rauhe, krebsartige Hautflecken können dadurch beseitigt werden.

In neuester Zeit weist der amerikanische Arzt und Forscher Dr. Drwey auf die einmalige Heilkraft der Ringelblume bei Krebs hin; er konnte sehr gute Heilerfolge verzeichnen."


Maria Treben: "Gesundheit aus der Apotheke Gottes" zur Ringelblume:
2 1/2 jähriges Mädchen mit Polio-Impfschäden durch wiederholte Impfungen erhaltene Paratyphus (Typhus-Erreger): Abmagerung, chronische Durchfälle, Ernährungsschwierigkeiten, feststellbare Sehschäche.
1 Woche lang Tee aus frischen Ringelblumenblüten und wenige homöopathische Arzneien mit dem Ergebnis keine Typhuserreger mehr im Stuhl.

:GS33 Max Amann: Auszüge aus der Ringelblume (altes Krebsmittel) erhöhen die Phagozytose und zeigen (in vitro und vivo) eine zytotoxische Wirkung gegen die verschiedensten Typen von Tumorzellen. Dies bewirken die Triterpensaponine.
Der Praktiker kennt die bakterizide, antimykotische und virusstatische Wirkung der Ringelblume, doch sind dem Referenten hierzu keine wissenschaftlichen Veröffentlichungen bekannt. Übrigens zeigen Seifenkraut und Quillaja ähnliche Wirkungen wie die Ringelblume.

:er2 Lieber Gruß Lena
"Weißt du, dass die Bäume reden? ... Sie sprechen miteinander, und sie sprechen zu dir, wenn du zuhörst." (Taganga Mani, Stoney)

Carmen
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Re: Ringelblume, das erprobte Krebsheilmittel

Beitragvon Carmen » 30. Okt 2013, 17:24

Danke liebe Lena, hier noch eine kleine Ergänzung:

http://www.dorothes-schatztruhe.de/Natu ... blume.html

Alles zur Ringelblume findet man in Deinem o.g. Link zu dem Buch von Maria Treben "Gesundheit aus der Apotheke Gottes".

Liebe Grüße

Carmen

Lena
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Ringelblume: "Gesundheit aus der Apotheke Gottes"

Beitragvon Lena » 31. Okt 2013, 10:36

Danke liebe Carmen,
zu deinem Link, der den Maria Treben-Text ab der Buchseite 40 enthält.

Wer hier selbst weiter fündig werden will, dem sei dies mit auf den Weg gegeben:


"Tabernaemontanus (1520 - 1590) schrieb in seinem Kräuterbuch:
"Der Safft von Ringelblumen in die Ohren gethan /soll die Würm darin tödten.
Zu den Wehetagen der Zähn / soll man des Saffts ein gut Theil in Mund nehmen / ein Zeitlang darinn behalten / soll den Schmertzen bald benehmen."


– "Nimm das Kraut der Ringula und mach' ein gut Salb' daraus, die mag wol heilen all Schäden und Geschwär ..."

Gegen faule Geschwär: Hervorgehoben werden soll nur das volksmedizinische Allheilmittel, die Ringelblume: Schon im Mittelalter galt sie als vorzügliches Wundheilmittel, weshalb Apotheken ganze Fäßer Ringelblumen vorrätig hielten.

- Unsere heutige Ringelblume wurde früher auch als „Caltha vulgaris, s. sativa" oder als „Verrucaria" bezeichnet.

In der vom Klassifizierungssystem Carl von Linnés noch unberührten mittelalterlichen Botanik herrschte eine geradezu babylonische Begriffsverwirrung. So taucht sowohl die Ringelblume als auch der grundverschiedene Kapernstrauch unter dem lateinischen Namen "Caput monachi" auf. Unglückliche Verwechslungen führten dazu, dass über Jahrhunderte Rezepte mit Ringelblumen-Rinde kursierten.

Im Mittelalter wird die Ringelblume erstmals bei Hildegard von Bingen erwähnt.
Man kann dies als Indiz dafür nehmen, daß Calendula, bzw. das "Ringele", wie sie bei der Äbtissin vom Rupertsberg genannt wird, bereits im 12. Jh. Bestandteil der Volksmedizin gewesen ist. Hildegard beschrieb die Ringelblume als kalt und feucht, empfahl sie gegen „Vergiftungen" durch üble Speisen bei Mensch und Tier (Rind und Schaf). Gegen „vellen" und Grind am Kopf empfiehlt sie die äußere Anwendung mit Speck, bei Grind mit Teig vermischt.
Hildegard von Bingen’s Neun-Tage-Kur bei Schorf (Grind) am Kopf:
„Wer am Kopf Grind hat, presse den Saft aus den Blüten und Blättern der Ringelblume und bereite mit diesem Saft, Wasser und Roggenmehl einen Teig und lasse damit seinen Kopf bedecken und mit einem Tuch verbinden und ziehe eine Mütze darüber. So lange soll er den Teig am Kopf lassen, bis er zerrissen wird, dann nehme er ihn weg. Dies tue er während neun Tagen.""


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Lena
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Re: Ringelblume, das erprobte Krebsheilmittel

Beitragvon Lena » 31. Okt 2013, 11:25

http://www.henriettesherbal.com/eclectic/madaus/calendula.html

"Eine besondere Rolle hat die Calendula früher in der Krebstherapie gespielt.

Matthiolus (Matthiolus, Commentaria in Disocoridem, Ed. Valgris 1560, S. 628.) war der erste Arzt, der sie hier als wirksam bezeichnete. Die Pflanze wurde deshalb auch Herba Cancri genannt. Weiter hatte sie auch den Namen Verrucaria, weil man sie äußerlich gegen Warzen verwandte.
Durch die Arbeiten des schwedischen Arztes J. P. Westring (J. P. Westring, Erfahrungen über die Heilung von Krebsgeschwüren, aus dem Schwedischen von Sprengel übersetzt 1817.), die auch ins Deutsche übertragen wurden, wurde die Aufmerksamkeit der Ärzte wieder auf die Ringelblume als Mittel gegen Krebs und ansteckende Krankheiten gelenkt.
Nach ihm war diese Heilpflanze im 17. und 18. Jahrhundert gegen alle möglichen Krankheiten so beliebt, daß die Drogisten Fässer voll von Calendula stets bereit halten mußten. Westring begründete die Anwendung der Calendula als Krebsheilmittel mit den Angaben von Linné, nach denen die Pflanze ein vorzügliches Heilmittel gegen Stockung der Menses und ein gutes, schweißtreibendes Mittel ist. Damit will er wohl schon andeuten, daß er Calendula nicht als direktes Krebsheilmittel auffaßte, sondern nur als Unterstützungs- und Reinigungsmittel. Denn er wandte zur Krebsbehandlung auch noch Goldsalze an, die er in die Schamlippen und in das Zahnfleisch einreiben ließ.

Von der Ringelblume benutzte er einen Aufguß zu Spülungen bei Uteruskrebs, peroral verordnete er gleichzeitig einen Extrakt der Ringelblumen. Dieser wirkte, wie er schreibt, "wie ein Opiat auf die widernatürlich gereizten Nerven". Daneben ließ er eine strenge Milchdiät einhalten. Auf Westrings Empfehlung hin wurde Calendula bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts zu einem bekannten Modemittel gegen Krebs, geriet aber dann wieder in Vergessenheit.

Von den Franzosen war es Lebert (H. Lebert, Traité pratique des Maladies cancéreuses et des affections curables confondues avec le cancer, Paris 1851, S. 538.), der im Jahre 1851 innerlich Extrakt in Dosen von 0,1 bis 1,2 g und mehr in Pillenform drei- bis viermal täglich empfahl, und der Brüsseler Bougard (Bougard, Etudes sur les cancer, Paris 1882, S. 908.), der es 1882 in einem Gemisch mit Kamillen- und Opiumtinktur äußerlich als "Lotion anticancéreuse" anwandte.

Osiander (Osiander, Volksarzneymittel, S. 502, 509.) und Hufeland (Hufeland, Enchir. med., S. 188; Journal, Bd. 52, V., S. 128, Bd. 58, I., S. 119, Bd. 91, VI., S. 31.) führen die Ringelblume gleichfalls an, letzterer als Mittel gegen Krebs; seine Mitarbeiter, Schneider, Fulda, als Heilmittel für frische und alte Wunden, innerlich gegen Magenverhärtung, Uterusschwellung, -verhärtung und -krebs, Muhrbeck, Demmin, gegen chronisches Erbrechen und Rudolph, Kottbus, gegen Brustdrüsenverhärtung.

Die gleichen Indikationen sind auch Aschenbrenner (Aschenbrenner, Die neueren Arzneimittel und Arzneizubereitungsformen, S. 68, Erlangen 1851.) bekannt.

In Brasilien wird eine Calendulasalbe zur Behandlung von eitrigen Wunden, Schlag- und Stichverletzungen, Quetschungen, Geschwüren, Verbrennungen, Karzinom und traumatischer Hodenentzündung gebraucht (Guertzenstein, ärztlicher Führer durch die brasilianische Pflanzenmedizin, S. 253.).

Bei syphilitischen Geschwüren Skrofeln und Hautkrebs (nach Dinand):

Rp.:

Succi Calendulae . . . 4-6
D.s.: Mit 30 g ungesalzener Butter zu einer Salbe zu mischen.
Zum Auftragen auf die leidenden Stellen.

Krebstee (nach Wesenberg):

Rp.:

Fol. Menyanthis . . . 10 (= Fieberkleeblätter)
Strob. Humuli lup. . . . 20 (= Fruchtzapfen des Hopfens)
Flor. Calendulae . . . 50 (= Ringelblumenblüten)
Hb. Clematid. rectae . . . 15 (= Kraut der Aufrechten Waldrebe)
Sem. Silybi mariani . . . 15 (= Mariendistelsamen)
Hb. Chelidonii . . . 10 (= Schöllkraut)
M.f. species.
D.s.: 2 Teelöffel auf 2 Glas Wasser, vgl. Zubereitung von Teemischungen S. 291.

Bei Magengeschwüren (nach Zimmermann):

Rp.:

Flor. Calendulae (= Ringelblumenblüten)
Cort. Quercus rob. (= Stieleichenrinde)
Hb. Fumaria off. (= Erdrauchkraut)
Hb. Veronicae off. (= Ehrenpreiskraut)
Hb. Verbenae off. . . . aa 20 (= Eisenkraut)
M.f. species.
D.s.: 4 Teelöffel auf 2 Glas Wasser, vgl. Zubereitung von Teemischungen S. 291.

Bei brandigen, stinkenden Geschwüren, auch Ulcus cruris (nach Rudolph):

Rp.:

Calendulae Ø
Echinaceae Ø
Arnicae Ø
Hydrastidis Ø . . . aa 15
M.d.s.: Mit 1/2 L Wasser als Umschlag."


Lehrbuch der biologischen Heilmittel, Band 1 von Gerhard Madaus >>>: "Succi", die frischen Kräutersäfte nach Wasicky, aus frischen aromatischen, bitteren oder salinischen Kräutern durch Zerstampfen, Auspressen und Absetzen lassen gewonnen: http://books.google.fr/books?id=ZzHabF3IfeQC&pg=PA58&lpg=PA58&dq=succi+%2B+m.d.s.&source=bl&ots=hDi815mDON&sig=dbH44e2vxUmw5VEWR9I93vxrLHo&hl=de&sa=X&ei=105yUuCrJNGjhgfwh4DADg&ved=0CDMQ6AEwAw#v=onepage&q=succi%20%2B%20m.d.s.&f=false

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Heilwirkung der Ringelblumenblüten

Beitragvon Lena » 12. Jan 2014, 19:28

"Heilwirkung der Ringeblumenblüte:

Heilt Wunden und Geschwüre:

ist antiseptisch, antiviral, entzündungshemmend, erweichend, Blut reinigend, Krampf lösend, Menstruation regelnd, Wurm und Schweiß treibend, mit guter Wirkung auf das Lymphsystem bei geschwollenen Lymphknoten, bei Krankheit oder nach einer Operation und bei Mandelentzündung.

:ER!Ringelblumenblüten-Tee (innerlich und äußerlich anzuwenden):
2 TL/ ¼ L Wasser/10 Min./3 Tassen/Tag oder 1-2 getrocknete Blütenköpfchen mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, 10 Min. bedeckt ziehen lassen und anschließend abgießen.

Äußerlich als Kompresse (Auflage) bei Abszessen, Bluterguss, Geschwüren, Hautentzündungen, Warzen, aufgeschlagenem Knie, Quetschungen, Verstauchungen und Unterleibsblutungen (Sitzbäder), als Gurgel- oder Mundwasser bei Entzündungen der Schleimhäute des Rachens und bei entzündetem Zahnfleisch. Spülungen nach dem Zahnziehen."


Lieber Gruß Lena
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