Spontanheilungen durch entsorgte Krebsfrüherkennungen

Lena
Beiträge: 1327
Registriert: 24. Feb 2013, 13:02

Spontanheilungen durch entsorgte Krebsfrüherkennungen

Beitragvon Lena » 2. Aug 2013, 00:47

September 2000: Günstige Diagnose lässt Krebs verschwinden

aus: Heilung nach verfälschter günstiger Diagnose; Pressespiegel 2000; aus: Natur und Heilen, 9/2000; http://www.pilhar.com/News/Presse/2000/0009.htm

aus: Heilung nach verfälschter günstiger Diagnose; Natur und Heilen 5/00
"Krebsfrüherkennung - Ein Geschäft mit der Angst?"

"<Ein Fall aus Österreich ist hier besonders aufschlussreich.
Aus einer Meldung vom 7.10.99 in allen österreichischen Medien erfuhr man Folgendes:
Die Sekretärin eines Frauenarztes hatte sechs Jahre lang bei insgesamt 140 Patientinnen die histologische Diagnose "bösartiger Krebs" der Abstriche "entsorgt" und den Patientinnen geschrieben, es sei "alles in Ordnung".

Und siehe da: Alle Patientinnen genasen, und ihre Heilung wurde als sogenannte "unerklärliche Spontanheilung" eingestuft.
Hätte man den Patientinnen die Krebsdiagnose mitgeteilt und die entsprechende Therapie (Operation und Chemotherapie) eingeleitet, dann wäre inzwischen, entsprechend der amtlichen Statistik, ein Grossteil der Patientinnen tot.>

Dr.med. G.H.A-Leonding"


Die neue Art der Verantwortung? 6 Jahre lang Unheil und mehr vermieden.
Allerdings 140 Patientinnen die keine Operation noch onkologisches Standard-Programm durchlaufen haben. :GS18

Hier widerspiegelt sich mir die wahre Macht der Gedanken und der Gefühle.

Lieber Gruß Lena
"Weißt du, dass die Bäume reden? ... Sie sprechen miteinander, und sie sprechen zu dir, wenn du zuhörst." (Taganga Mani, Stoney)

Anne
Beiträge: 25
Registriert: 3. Okt 2013, 13:06

Re: Spontanheilungen durch entsorgte Krebsfrüherkennungen

Beitragvon Anne » 5. Okt 2013, 17:59

Als Spontanheilung kann man das wirklich nicht bezeichnen, da hinlänglich bekannt ist, dass eine zu den Zellveränderungen führende Infektion mit einem HPV in den meisten Fällen von alleine wieder ausheilt.

Diese Geschichte beweist im Gegenteil in ausgezeichneter Weise ganz praktisch, dass ein sehr grosser Teil der infizierten Frauen vorübergehende Zellveränderungen hat, die mit Ausheilung der Infektion wieder verschwinden.

Nichtsdestotrotz wären diese Frauen mutmasslich massiv von der Ärztin unter Druck gesetzt worden, sofort etwas zu unternehmen.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Ärztinnen hier viel früher Maßnahmen ergreifen wollen und insgesamt rigider in ihren Behandlungsmaßnahmen und -vorschlägen sind, als ihre männlichen Kollegen.

Aber man kann die angeblich dringend notwendigen Behandlungsmaßnahmen jederzeit ablehnen, so wie ich das tat.
Es war nicht zu meinem Schaden.

Lena
Beiträge: 1327
Registriert: 24. Feb 2013, 13:02

Re: Spontanheilungen durch entsorgte Krebsfrüherkennungen

Beitragvon Lena » 7. Okt 2013, 23:14

Anne hat geschrieben:Als Spontanheilung kann man das wirklich nicht bezeichnen, da hinlänglich bekannt ist, dass eine zu den Zellveränderungen führende Infektion mit einem HPV in den meisten Fällen von alleine wieder ausheilt.
Liebe Anne,
zu meinem Zitat stelle ich die Frage hinten an: "Wem genau ist das 'hinlänglich' bekannt?"

Frauen, die vor 13 Jahren auf den Abstrich-Befund warteten, ihnen soll dies bereits bekannt gewesen sein? Ihren Gynäkologen? Routine-Untersuchungen der s.g. Krebsfrüherkennung, und das Geschäft mit den "Klinik-Überweisungen", das damals schon 'florierte'.

In Asien und in den USA sagen Krebsärzte aus, dass nicht sie es sind, die Krebs heilen. Das macht der einzelne Körper schon selbst. Mit gerade deshalb, erlaube ich mir die 'Metapher' Spontanheilungen als das eigentlich 'Unerwartete' hervorzuheben.

Lieber Gruß
Lena
"Weißt du, dass die Bäume reden? ... Sie sprechen miteinander, und sie sprechen zu dir, wenn du zuhörst." (Taganga Mani, Stoney)

Anne
Beiträge: 25
Registriert: 3. Okt 2013, 13:06

Re: Spontanheilungen durch entsorgte Krebsfrüherkennungen

Beitragvon Anne » 11. Okt 2013, 20:32

Lena hat geschrieben:
Anne hat geschrieben:Als Spontanheilung kann man das wirklich nicht bezeichnen, da hinlänglich bekannt ist, dass eine zu den Zellveränderungen führende Infektion mit einem HPV in den meisten Fällen von alleine wieder ausheilt.
Liebe Anne,
zu meinem Zitat stelle ich die Frage hinten an: "Wem genau ist das 'hinlänglich' bekannt?"
Jeder, den es interessiert, kann es heutzutage x-fach im www nachlesen und konnte sich auch 1988, als ich meine Diagnose bekam, schon darüber informieren. Für mich gehört es zu dem, was jede Frau wissen sollte.

Heißt zur Infektion mit High-Risk-HPV-Typen: Spontanheilungen der Infektion sind häufig.
Bei 80% der HPV-Infizierten mit Hochrisikoviren ist laut öffentlichem Gesundheitsdienst nach einem Zeitraum von ca. 12 Monaten molekularbiologisch HPV nicht mehr nachweisbar. Bei manchen Frauen kann das Abheilen auch 24 Monate dauern.
Bei 20% wird eine Persistenz beobachtet. Besteht eine HPV-Infektion im unteren Genitaltrakt über mehrere Jahre, können sich Krebsvorstufen entwickeln. Allerdings führen nur wenige der persistierenden High-Risk-HPV-Infektionen nach einem Intervall von durchschnittlich 15 Jahren zum Karzinom.

Eine Krebsvorstufe ist ja noch lange kein Krebs. Sie besagt erst einmal nur, dass Zellveränderungen vorliegen, aus denen sich Krebs entwickeln könnte, aber eben nicht muss.

Entstehung von Gebärmutterhalskrebs

Seit den 1980er-Jahren ist bekannt, dass humane Papillomaviren (HPV) den Gebärmutterhalskrebs (Cervix-Ca) auslösen können. Harald zur Hausen ist 2008 für diese Entdeckung mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet worden. Nicht jede Infektion mit HPV führt jedoch zu Krebs. Abb. 1 verdeutlicht den Infektionsvorgang.

http://www.paracelsus-magazin.de/images/stories/paracelsus-magazin/032013/2013-03-PAP2.jpg

Im Laufe ihres Lebens infizieren sich fast 80% der Frauen mit HPV. Das Immunsystem ist jedoch fast immer in der Lage, die Virusinfektion zu bekämpfen und den sogenannten Zervixschnupfen ausheilen zu lassen. Erst wenn nach 18 Monaten immer noch auffällige Zellveränderungen bestehen, scheint der Körper mit der Infektion überfordert zu sein. Es entwickelt sich aber auch hier nicht sofort ein Tumor, sondern es entstehen Krebsvorstufen, sogenannte Präkanzerosen, die eben im Pap-Test nachgewiesen werden können. Erst nach Jahren bis Jahrzehnten entwickeln sich aus den Präkanzerosen Tumore. Die Patientin hat also genügend Zeit, genauere Untersuchungen durchführen zu lassen und die Infektion naturheilkundlich zu behandeln. Es ist sehr wichtig, in der Therapie auf diese Tatsache hinzuweisen. Es ist genug Zeit. Keine Entscheidung muss übers Knie gebrochen werden.http://www.paracelsus-magazin.de/alle-a ... nsatz.html


Gerade läuft wohl ein Aufruf in dieser Sache:
Informationen zur epidemiologischen Studie HPV in Wolfsburg
Wir bitten alle in Wolfsburg lebenden Frauen der Jahrgänge 1988/89 um die Teilnahme einer wissenschaftlichen Studie zur Verbreitung von humanen Papillomaviren (HPV). Die Studie wird im Rahmen der gesetzlichen Krebsfrüherkennung bei allen Frauenärzten/Ärztinnen in Wolfsburg durchgeführt.

HPV-Infektionen gehören zu den häufigsten Infektionskrankheiten des weiblichen Genitaltraktes. In Deutschland wird jede zweite Frau irgendwann eine solche Infektion aufweisen. Es handelt sich um eine Art "Schnupfen des Muttermundes" der meist unbemerkt bleibt, keine Beschwerden macht und nach 6-18 Monaten in ca. 90% aller Fälle folgenlos und dauerhaft verschwindet. Nur bei einer kleinen Minderheit kann es zu einer chronischen HPV-Infektion kommen, deren Folge zur Entstehung echter Krebsvorstufen und nach vielen Jahren zur Krebsentstehung sich entwickeln kann. Somit ist es nichts Besonderes HPV positiv zu sein, sondern nur HPV positiv zu bleiben. Da bei manchen Individuen HPV lebenslänglich nachgewiesen werden kann, ohne dass es jemals zur Ausbildung eines ernsten Krankheitsbildes käme, beweist der HPV-Nachweis für sich allein, nicht das Vorliegen einer Krankheit.
http://www.wolves-hpv.de/studienkonzept2.html


Schon lange ist auch in der Diskussion, dass es im Ausland aufgrund der größere Abstände zwischen den Vorsorgeuntersuchungen wesentlichen weniger Krebsbehandlungen als bei uns gibt, da viele HPV-Infektionen ausheilen können, bevor der nächste Abstrich gemacht wird.

Ganz abgesehen davon, dass diese Abstriche eben auch keine so sicheren Untersuchungsergebnisse bringen.
Das bedeutet, bei 60 bis 80 von 100 Frauen ist der PAP-Abstrich zutreffend. Bei 20 bis 40 von 100 Frauen ist das Ergebnis falsch-positiv. http://www.fgz.co.at/fileadmin/hochgela ... en_PAP.pdf

Was in meinen Augen bedeutet, dass man mindestens 2 gleich schlechte, am Besten aus 2 ganz verschiedenen Laboren bräuchte, um sich über das Ergebnis sicher zu sein.

Ansonsten ist die Sache ganz einfach: Wenn ein FA eine Frau behandelt, dann ist er gezwungen dies nach den Leitlinien zu tun, um sich abzusichern.
Schließlich kann man den Arzt später in Regreß nehmen, wenn er nicht nach den Leitlinien behandelt hat und sich bei einer Frau deshalb (weil er keine der vorgeschriebenen Maßnahmen ergriffen hat) Krebs entwickelt. Denn mit einem Verstoß gegen die Leitlinien ist jeder Arzt rechtlich aufgeschmissen und die Chancen einen Prozess zu gewinnen stehen bestens.
Man kann von einem Arzt also unmöglich verlangen, dieses Risiko auf sich zu nehmen.
Das kann nur die Patientin, indem sie den Behandlungsvorschlag ablehnt. Nur damit nimmt sie den Arzt aus seiner Verantwortung.

Insofern kann man einem Arzt, sofern er in der Sache nicht übereifrig ist, sondern das tut, was als Arzt seine Pflicht ist und den aktuell geltenden Regeln entspricht, in meinen Augen keinen Vorwurf machen.
Denn wenn ich zu einem Schulmediziner gehe, bekomme ich eben auch Schulmedizin.

Die Frage ist in meinen Augen daher nicht, was will der Arzt, sondern wie gehe ich als Patient an eine Sache heran.

Anne
Beiträge: 25
Registriert: 3. Okt 2013, 13:06

Re: Spontanheilungen durch entsorgte Krebsfrüherkennungen

Beitragvon Anne » 12. Okt 2013, 16:26

Oder anders ausgedrückt- ein PAP stellt fest, ob sich in der Schleimhaut veränderte Zellen befinden.
Diese Veränderungen bezeichnet man als Dysplasien unterschiedlichen Schweregrads.
Als Dysplasie werden verschiedene grundsätzlich reversible Veränderungen von Zellen bezeichnet.

Dr. Walser aus der Schweiz schreibt:
Ein PAP 3 bedeutet, dass es auf der Gebärmutterhalsoberfläche einen Bereich mit Zellen gibt, die durch irgendeine Störung gereizt und leicht verändert sind. Oft, aber nicht immer, handelt es sich beim Störfaktor um eine Infektion mit Papillomaviren, welche in ähnlicher Form auch Warzen hervorrufen können. Diese Infektion ist wenig bis gar nicht ansteckend und braucht nicht behandelt zu werden. Ein Pap 3 bedeutet zunächst nichts weiter, als dass der Krebsvorsorgeabstrich in drei bis sechs Monaten anstatt erst in 12 Monaten nachkontrolliert werden muss. Unweigerlich wird frau sich fragen : Ist das eine Vorstufe von Gebärmutterhalskrebs ? Die Antwort ist : Nein.


Wie eine Frau auf einen schlechten PAP reagiert, ist sehr unterschiedlich. Sicher spielt es auch eine Rolle, dass manche Ärzte nicht wirklich aufklären und gleich so tun, als wäre der Frau damit eine Krebserkrankung nahezu sicher. Andere Frauen wollen selbst einfach keine Angst haben müssen und entscheiden sich für eine schnelle Maßnahme, mit der die sache erledigt ist.
Obwohl z.B. der PAP 3 oder 3D sich in den meisten Fällen von alleine zurückbilden, findet man Frauen, die sich trotzdem sofort zur Konisation o.ä. oder sogar zur Entfernung ihrer Gebärmutter entschliessen.
Das ist ein ähnliches Verhalten, wie das Abnehmen der Brüste bei Angelina Jolie. Man ergreift Maßnahmen, um einen sich möglicherweise entwickelnden Krebs von vorne herein auszuschliessen.

Wer Sorge hat und sich dafür interessiert, wie er mit sanften Mitteln das gleiche Ziel erreichen kann, der schaut in Foren mit welchen Mitteln andere Frauen Erfolg hatten. Meine persönlich bevorzugte Methode.
Denn dort kann man nachlesen, mit welchen Mitteln Frauen ihren PAP erfolgreich wieder normalisiert haben. Oder man nimmt vermehrt bekannt antikanzerogene Stoffe zu sich.

a) Veränderungen des Muttermundes:

Pap IIW: (W = Wiederholung) Die Entzündungszeichen sind ausgeprägter, so dass eine Kontrolle, meist nach entsprechender Behandlung, empfohlen wird. Sinn der Kontrolle: um nicht dadurch verdeckte, eventuelle zusätzliche Zellveränderungen (Dysplasien, Präkanzerosen) zu übersehen.

Pap IIID: (D = Dysplasie) Ausgedehnte Zellveränderungen (Dysplasie), die einer engmaschigen Kontrolle bedürfen (zum Beispiel vierteljährlich). Als Ursachen dieser Zellveränderungen finden sich häufig Virusinfektionen mit dem Virus "HPV", selten auch schwere Pilzinfektionen des Genitales, oder keine erkennbare Ursache. Diese Veränderungen (Dysplasien) heilen zu 70 Prozent innerhalb von einem Jahr wieder vollständig ab. Zirka zehn Prozent bleiben dagegen über mehr als ein Jahr bestehen. In einem sehr kleinen Prozentsatz schreiten diese Veränderungen weiter fort, aus der leichten Dysplasie entwickelt sich die schwere Dysplasie. Sie wird dann bereits in die nächste Pap-Gruppe, Pap IV eingestuft.

Pap III: Sogenannter unklarer Befund, der sich keiner der obengenannten Gruppen zuordnen läßt. Hierbei kann es sich um völlig harmlose Veränderungen bei sehr ausgedehnten Entzündungen handeln, andererseits aber auch um bösartige Prozesse, die vom Labor anhand des untersuchten Materials vermutet, aber nicht bewiesen werden können.

Pap IVa: Hierbei handelt es sich um noch ausgedehntere Zellveränderungen des Muttermundgewebes im Sinne einer Präkanzerose. Man spricht von einem sogenannten Carcinoma in situ, das heißt es handelt sich um Veränderungen, die wie ein Karzinom aussehen, aber noch nicht streuen, und durch Ausschneiden (Operation) vollständig geheilt werden können. Der Zusatz "a" bedeutet: In dem untersuchten Material finden sich keine Verdachtsmomente, die auf eine Streuung in umgebendes Gewebe (Bösartigkeit im eigentlichen Sinne) hinweisen.

Präkanzerosen (Krebsvorstufen) des Muttermundes können sehr lange unverändert bestehen, aber ohne entsprechende Therapie entwickelt sich in 90 Prozent der Fälle aus ihnen innerhalb von fünf bis fünfzehn Jahren ein echter bösartiger Befund, also ein Cervixcarcinom (Gebärmutterhalskrebs). šbliche Empfehlung bei Pap IVa: Gezielte Gewebeprobe oder vollständiges Ausschneiden des befallenen Gewebsbezirks in einer kleinen Operation (sogenannte Konisation, von "Konus").

Pap IVb: Gleicher Befund wie IVa, jedoch bereits erste Anzeichen von Fortschreiten der Erkrankung. Empfehlung wie bei Pap IVa.

Pap V: Das Labor äußert mit dieser Einstufung den dringenden Verdacht auf einen fortgeschrittenen bösartigen Befund. Übliche Empfehlung: Gewebeprobe durch Ausschabung, um den Befund zu bestätigen, näher zu klassifizieren und um eine weitere Information über die Ausdehnung des Befundes zu erhalten. Erst dann kann eine Krebsoperation, meist mit Entfernung des erkrankten Organs (Gebärmutter) geplant und durchgeführt werden. In ganz selten Fällen kann selbst einem Pap V noch eine harmlose Erkrankung zugrundeliegen, die ohne schwerwiegende Konsequenzen behandelt werden kann.
http://www.biogyn.de/gynaekologie-natur ... svorsorge/


Abweichend von vorgepostetem, kann man bei Frauenärzte im Netz lesen:
Zellveränderungen und Krebsvorstufen
Die Zahl der Frauen, bei denen - meist im Alter zwischen 20 und 40 Jahren - eine Krebsvorstufe entdeckt wird, ist etwa 100mal so hoch wie die Anzahl derer, bei denen sich tatsächlich Gebärmutterhalskrebs entwickelt. Das bedeutet, dass zwar viele Frauen einmal zelluläre Veränderungen am Gebärmutterhals aufweisen, sich aber nicht grundsätzlich ein bösartiger Tumor daraus entwickelt.

Leichte Dysplasien (CIN I bzw. PapII, PapIIID) bilden sich in 57% der Fälle von selbst zurück. Bei 32% bleiben die Dysplasien länger als ein Jahr bestehen und schreiten in 11% zum Carcinoma in situ, also einer Krebsvorstufe, fort. Davon entwickelt sich etwa 1% zum invasiven Karzinom.
Mittelschwere Veränderungen (CIN II bzw. PapIIID, PapIII) bilden sich in 43% der Fälle zurück, sie persistieren in 35%. 22% schreiten zum Carcinoma in situ und in 5% der Fälle zum invasiven Karzinom fort.
Bei schwerer Dysplasie und Carcinoma in situ (CIN III bzw. PapIVA, PapIVB) kommt es in 32% zur spontanen Heilung, in weniger als 56% der Fälle zur Persistenz und in bis zu 70% der Fälle zum invasiven Karzinom.


Zum carcinoma in situ gibt es einen interessanten Artikel im Ärzteblatt:
Die meisten Menschen verbinden Krebs mit einer tödlichen Gefahr, obwohl Früherkennung und bessere Behandlung die Rate der letalen Ausgänge gesenkt haben. Eine Herzinsuffizienz hat häufig eine deutlich schlechtere Prognose, die aber selten in 1-Jahresüberlebensraten erfasst wird. Die Diagnose „Krebs“ verängstigt dagegen Menschen, die den feinen Unterschied zwischen einem invasiven Karzinom und einem Carcinoma-in-situ nicht kennen.

In der Vergangenheit wurden deshalb mehrfach Namensänderungen durchgeführt. Eine Frühform des Blasenkrebses wurde 1998 zur „papillären urothelialen Neoplasie von niedrig malignem Potenzial (PUNLMP). Auch beim Zervixkarzinom-Screening wird die Bezeichnung „Krebs“ in den Frühstadien vermieden. Das frühere Carcinoma-in-situ heißt hier zervikale intraepitheliale Neoplasie (CIN) Grad III.
http://www.aerzteblatt.de/blog/55382/ID ... ma-in-situ
Das wiederum heißt, auch das "Carcinoma in situ (CIS)" ist eine Krebsvorstufe mit ausgeprägter Dysplasie, das sich nicht zu Krebs entwickeln muß.

Sicherlich vergleichbar mit dem Duktalen Karzinom in situ in der Brust, das ebenfalls kein Krebs in dem Sinn ist.
DCIS (Duktales Carcinoma in Situ) ist keine Krebserkrankung, sondern eine unnormale Veränderung von Zellen in den Milchgängen. Diese Zellen wandern jedoch nicht in das umgebende Gewebe, 1 d.h. es handelt sich um eine nicht-invasive Veränderung. DCIS wird oft als eine Vorstufe von Brustkrebs bezeichnet, jedoch entwickelt sich hieraus bei den meisten Frauen kein invasiver Brusttumor. 2 Nur bei ca. 20 – 30 % der Frauen, deren DCIS nicht behandelt wurde, entwickelte sich hieraus eine Brustkrebserkrankung. 3 Derzeit kann nicht vorhergesagt werden, bei welchen Frauen sich aus einem DCIS Brustkrebs entwickelt und bei welchen nicht. Es besteht derzeit jedoch allgemein Konsens, dass DCIS ein Zwischenschritt zwischen normalem Brustgewebe und invasivem Brustkrebs darstellt. 4
http://www.bcaction.de/bcaction/dcis-du ... a-in-situ/

An einem CIS kann niemand sterben, wie das gesundheitsamt Australien schreibt
A woman cannot die from DCIS unless it develops into invasive breast cancer.
http://canceraustralia.gov.au/affected- ... -situ-dcis


In eigener Sache.
Ich denke, dass mir meine medizinkritische Haltung, mit der ich mit 16 das 1. Mal eine ärztliche Behandlung verweigert habe, insgesamt schon sehr viel Stress erspart hat. Denn wenn man an ein System nicht glaubt, dann glaubt man auch nicht immer an deren Diagnosen und schon gar nicht an deren Maßnahmen.

Ich war damals schwanger, als meine damalige Frauenärztin mir eröffnete, ich hätte einen krebsverdächtigen Abstrich und "wir" müssten "sofort" etwas tun.
Natürlich habe ich ihr gesagt, dass während der Schwangerschaft keinerlei Eingriffe an mir vorgenommen werden und ich erst einmal mein Kind bekomme.
Ich selbst habe damals in Bezug auf den angeblich krebsverdächtigen PAP nichts getan, denn ich habe die Diagnose der Ärztin nicht ernst genommen und war überzeugt, dass nach der Geburt alles wieder paletti ist. Und so war es dann auch.
Die Ärztin hat allerdings nie erfahren, dass mein Abstrich nach der Geburt komplett in Ordnung war, da ich im Verlauf meiner Schwangerschaft richtig Ärger mit ihr bekam, als sie versuchte mich emotional massiv unter Druck zu setzen um mich zu einer weiteren (wie man heute weiss total falschen) Behandlung zu zwingen, die ihr einen höheren Verdienst an mir gesichert hätte und zum Schaden meines Kindes gewesen wäre. Denn nach dieser Aktion habe ich die Praxis verlassen.

Lena
Beiträge: 1327
Registriert: 24. Feb 2013, 13:02

Krebsfrüherkennungen - Präkänzerose mittels PAP

Beitragvon Lena » 14. Okt 2013, 22:17

Anne hat geschrieben:Ich selbst habe damals in Bezug auf den angeblich krebsverdächtigen PAP nichts getan, denn ich habe die Diagnose der Ärztin nicht ernst genommen und war überzeugt, dass nach der Geburt alles wieder paletti ist. Und so war es dann auch.
Liebe Anne,
erst einmal Danke an dieser Stelle - und schon wieder mit einer Frage an dich:
Konntest Du zwischenzeitlich Frieden schließen mit diesem intuitiv richtig gehandhabten Intetressen-Konflikt?

Es ist das Trendy-Zeitalter des Diagnosen-Marathon, denn ohne dass eine solche nicht schriftlich vorliegt, läuft nichts von dem, was nur so darauf wartet, dass es auch so ablaufen kann. :GS24

Lieber Gruß Lena
"Weißt du, dass die Bäume reden? ... Sie sprechen miteinander, und sie sprechen zu dir, wenn du zuhörst." (Taganga Mani, Stoney)


Zurück zu „Gebärmutterhalskrebs“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste