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Spätfolgen einer radiologischen Bestrahlung

Verfasst: 21. Jul 2014, 16:10
von Lena
Bekannte Spätfolgen einer radiologischen Bestrahlung gegen Krebs

http://www.zeit.de/2012/05/Krebs-Therapie-Spaetfolgen

DIE ZEIT Nº 05/2012 2. Februar 2012 19:29 Uhr
"Im Überleben alleingelassen

Wenn man den Krebs besiegt hat und als geheilt gilt, drohen die Spätfolgen der Therapie. Auf die Probleme der Langzeitüberlebenden jedoch ist unser Gesundheitssystem nicht eingestellt


So musste Ulla Gösch zwei Jahre lang vergeblich nach sachkundiger medizinischer Betreuung suchen.
Ihr Hausarzt vertröstete sie: »Nehmen Sie Ihre Blutdrucktabletten, dann sprechen wir uns wieder!«
Der Onkologe winkte ab, als er von der lange zurückliegenden Bestrahlung hörte. Auch der Radiologe erklärte sich nur für Nebenwirkungen zuständig, die direkt nach einer Bestrahlung auftreten. Göschs deprimierendes Fazit: »Ich habe keinen Therapiepartner, ich fühle mich nicht aufgehoben, ich bin allein mit meinen Spätfolgen.«"


Ein Rezept für blutdrucksenkende Tabletten und ein zweites für eine Schilddrüsenhormontherapie.
Aus lauter Zweifel begann sie im Internet zu recherchieren, wo sie einen amerikanischen Fachartikel über eine Frau mit ähnlichen Beschwerden entdeckte.
Bei dieser fand man die Ursache für ihren Bluthochdruck auf den Kernspin-Aufnahmen als eine Verengung der Nierenarterien durch die 'rabiaten' Lymphdrüsenkrebs-Bestrahlungen ihrer Morbus Hodgkin-Erkrankung. Erst Jahrzehnte später traten auch bei ihr – als Spätfolgen der Krebstherapie – dann Blutgefäßprobleme und Bluthochdruck auf.

Die damals 19-Jährige Ulla Gösch hatte ihren vor 25 Jahren diagnostizierten Lymphdrüsenkrebs im Früstadium fast schon vergessen. Wie damals so üblich, wurde ihr die Milz entfernt und die s.g. "befallenen Regionen" mit 44 Gray-Strahlen bestrahlt und ihr Krebs verschwand. Nach 5 Jahren der s.g. "Nachsorge" wurde Ulla Gösch aus der Obhut des medizinischen Systems als "geheilt" entlassen.

3 Jahrzehnte nach ihrer Rettung, wird ihr als "Langzeitüberlebende" die Rechnung präsentiert. Auf solche vertrackte Weise bleibt man auch ein lebenslang mit seiner Krebserkrankung verbunden.

Noch vor 40, 50 Jahren, waren die Mediziner froh, wenn sie der "tödlichen Krankheit" – mit welchen Mitteln auch immer – noch ein paar Monate oder Jahre Lebenszeit abtrotzen konnten. Langzeiteffekte von Chemotherapeutika oder massiver Bestrahlungen waren entweder von untergeordnetem Interesse oder angeblich sogar unbekannt.

Erst durch ihre ausführliche Internetrecherche in amerikanischen Fachpublikationen, medizinischen Leitberichten und aus den Einträgen diverser Survivors-Foren fand Ulla Gösch schließlich das Bild, aus dem sich ihre scheinbar unzusammenhängenden Symptome zusammenfügten.
Damals wurde ihre Schilddrüse, ihr Herz und die Hals- und Nackenmuskulatur bestrahlt.
Ihr Muskelschwund ist also auch eine mögliche Strahlenspätfolge, ebenso wie nachlassende Schilddrüsenfunktion mit Gewichtszunahme, dem s.g. »Schwanenhals« und den Veränderungen am Herzen. So können auch ihre asthmaähnlichen Lungenprobleme von diesen Strahlenschäden herkommen.

Heute weiß die begeisterte Radfahrerin, dass sie sich wegen ihres Herzens nicht überanstrengen darf und dass sie mit jeder Infektion gleich zum Arzt gehen muss.

Sie weiß um ihre stark beeinträchtigte Schilddrüse, deren Funktionsausfall eines Tages erwartet wird.
Sie hat es inzwischen gelernt, mit den Ärzten umzugehen, die ihr ihre Pauschalaussagen entgegnen, wie bspw. doch noch viel zu jung für Herzbeschwerden. Aus jenen Studien weiß sie, dass ihr Herzinfarktrisiko um den Faktor 40 erhöht ist.

Sie kennt auch ihr statistisches Risiko an einem aus der Bestrahlung resultierenden Zweittumor zu erkranken. Ihr Brustkrebsrisiko nimmt mit dem Alter zu (aktuell geht sie von 30% aus). Ihr Lungenkrebsrisiko ist 6-mal höher als normal.
»Weder meine Frauenärztin noch der Radiologe und auch kein anderer Arzt hat mich je über diese Risiken aufgeklärt. Die sind selbst ahnungslos.«

Wir sind immer noch weit davon entfernt, Nachuntersuchungen zu Bestrahlungsschäden angeboten zu bekommen. Dabei war dies doch schon den bekanntesten ganzheitlichen Krebstherapeuten bekannt: http://www.windstosser.ch/museum/persoenlichkeiten/dr_med_issler/stellungnahme_windstosser.html


"Was die von dem Report ebenfalls hervorgehobene Möglichkeit von Verwechslungen zwischen karzinomrezidiven und Röntgenschäden betrifft, so schlägt auch dieses Argument ins Leere.
Jeder Röntgenologe, jeder Krebstherapeut weiß, daß eine Strahlenfibrose nicht immer mit letzter Sicherheit von einer Lymphadenitis carcinomatosa zu unterscheiden ist, eine strahleninduzierte Entkalkung nicht immer von einer osteoklastischen Metastase. Im Zweifelsfall darf dem Patienten die spezifische Behandlung als Verdachtsfall nicht vorenthalten werden, zumal unsere Ganzheitstherapie den Vorteil hat, nicht zu schaden und außerdem auf die Strahlenkontamination ebenso günstig zu wirken wie auf ein etwa vorliegendes Geschwulstgeschehen.

Bekanntlich vermag sich noch nach 10 und 20 Jahren in einem röntgengeschädigten Gewebe Krebs zu entwickeln. Die kausalen Faktoren liegen in beiden Fällen auf der gleichen Linie. Wo ist die Kommission, die exakte Beweise und Gegenbeweise zu führen wagt, wo der Strahlenschaden endet und der Tumor beginnt? Wer die vielen Krebspatienten, die sowohl unter ihrem Geschwulstrest als auch unter der Strahlenüberdosierung leiden, nach Abschluß einer erfolgreichen Ganzheitsbehandlung einfach als nichtkrebskrank aussondert, der hat sich, wie ich glaube, die Entscheidung doch wohl allzu leicht gemacht."


Lieber Gruß Lena

Darmverschluss durch Bestrahlungsnarben

Verfasst: 25. Aug 2014, 11:18
von Lena
http://www.krebs-kompass.org/showthread.php?t=189
"Spätschäden durch Bestrahlung

08.02.2003, 15:24 - Gast - Beiträge: n/a
Ich habe '99 nach Zercix-Ca 54 Hochdosisbestrahlungen auf den Unterleib bekommen. Ein Jahr später hatte ich aufgrund von Bestrahlungsnarben im Bauch einen Darmverschluß mit Verlust von 50 cm Darm und einer pseudomembranösen Colitis, von der ich mich bis heute nicht so richtig erholt habe.
Mit Hilfe eines sehr engagierten Arztes für Naturheilkunde in Nürnberg habe ich aber 1 1/2 Jahre Darmsanierung gemacht (mit Symbioflior, Immunsystem gestärkt etc. und komme heute mit 3 x tägl. 5 Tropfen reine Opiumtinktur klar.
Wenn's denn doch mal zwischendurch wieder zu vermehrtem Durchfall kommt, steigere ich kurzfristig die Dosis auf ca. 7 Tr. und nehme zusätzlich Bactisubtil (auch ein Naturheilmittel, was die Darmflora stützt) und kann heute fast alles wieder essen.
Was natürlich nur bedingt klappt ist Gewichtszunahme, von 62 kg auf 48 abgemagert, habe ich heute 55 kg, mehr geht einfach nicht, trotz regelmäßiger Zusatznahrung (Fortimel.
Und was auch immer zusätzlich sein muss, sind Vitamine, Spurenelemente etc. das kann der Darm einfach nicht mehr selbst in ausreichender Menge aus der Nahrung ziehen.
Für genauere Infos könnt ihr mich gern anmailen natiebestler(at)aol.com oder einfach mal in den chat kommen,da bin ich auch öfter.
Herzliche Grüße - Natie"


Mit Dank an Natie für ihre Bereitschaft zum Therapie-Austausch anstatt der praktizierten Tabuisierung und Erduldung.

Lieber Gruß Lena

Re: Spätfolgen einer radiologischen Bestrahlung

Verfasst: 4. Dez 2014, 17:08
von uem333
Hallo,
ich studiere im ersten Jahr Zahnmedizin und bereite gerade eine Arbeit zum Thema "Einfluss von Chemotherapie und Bestrahlung auf die Zähne und das Zahnfleisch vor.
Ich bin mir bewusst, dass dies hier nicht hingehört, dennoch wäre ich Ihnen sehr verbunden, wenn Sie sich ein zwei Minuten Zeit nehmen könnten um unseren Fragebogen zu beantworten.

Vielen lieben Dank im Voraus
Leonie Gloria

https://docs.google.com/forms/d/1AGB9V6 ... Mr1E/edit#