Ringelblumen - heilend bei krebsartigen Geschwüren

Lena
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Ringelblumen - heilend bei krebsartigen Geschwüren

Beitragvon Lena » 8. Nov 2013, 18:01

:er2 Ringelblumen - heilend bei krebsartigen Geschwüren und allen Wunden

Lehrbuch der Biologischen Heilmittel (1938) Dr. med. Gerhard Madaus:
Bei brandigen, stinkenden Geschwüren, auch Ulcus cruris (nach Rudolph):
Rp.: Calendulae Ø, Echinaceae Ø, Arnicae Ø, Hydrastidis Ø . . . aa 15 - M.d.s.: Mit ½ L Wasser als Umschlag.

Bei syphilitischen Geschwüren Skrofeln und Hautkrebs (nach Dinand):
Rp.: Succi Calendulae . . . 4-6 D.s.: Mit 30 g ungesalzener Butter zu einer Salbe zu mischen. Zum Auftragen auf die leidenden Stellen. (Succi = frischer Kräutersaft)

:ER! Ringelblumenblüten-Öl (Hautfunktionsöl): Kaltauszugsöl zur Herstellung von Heil- und Ringelblumensalben, als Hautöl (Körperöl), Einreibeöl bei Muskelschmerzen oder gezerrten Sehnen, Gesichts- und Hautpflege, zur Behandlung von entzündeter, rissiger Haut und vor allem zur Nachbehandlung der Hautgewebeschäden nach Bestrahlungen.
Von frischen Ringelblumenblüten die gelben Kelchblätter abzupfen und diese ausgebreitet einen Tag trocknen lassen.
Ein weithalsiges Schraubglas bis zu ¾ mit Blüten luftdicht auffüllen und mit einem nativen Oliven- oder Mandelöl übergießen, bis das Glas gefüllt ist. Das Glas mit einem dünnen Stoff bedecken, damit die Feuchtigkeit verdunsten kann. Mindestens 2, besser 4 Wochen lang in die Sonne stellen und gelegentlich schütteln. Anschließend in dunkle Flaschen abfüllen und kühl aufbewahren. Haltbarkeit: ca. 1 Jahr.

:ER! Pfarrer Kneipp’s Calendulasalbe: bei Wundliegen, Frostschäden, Hautschäden, Geschwüren (vor allem bei Krampfadergeschwüren): 50g Blüten und 150g Kraut lässt man mit 150g 90% Weingeist und 5 ccm 10%er Ammoniakflüssigkeit angefeuchtet und eingedrückt 12 Std. unter gutem Verschluß ausziehen. Die Masse wird dann in 1 kg geschmolzene Wachssalbe eingetragen und 5-6 Std. bei 50-60°C stehen gelassen. (Kachelofenoberflächentemperatur nachmessen oder ein auf diese Temperatur und Zeit programmierbares Küchengerät wie bspw. der Thermomix) Pfarrer Kneipp hat Calendula sogar gegen Geschwüre empfohlen, die "recht bösartig und giftig aussehen".

:ER!Die neuesten Entdeckungen in der Materia Medica: für praktische ..., Band 1 von Johann Heinrich Dierbach 1837: „In neueren Zeiten hat man die Calendula vorzüglich in folgenden Fällen empfohlen:
3) Gegen scirrhöse Verhärtungen wurde die Calendula mehrfach gerühmt, namentlich von Dr. Rudolph in Cottbus, und von Dr. Fehr in Andelfingen, der nebst dem inneren Gebrauche des Extr. Calendulae auch noch Bäder von der frischen Pflanze bereitet, gebrauchen lässt.
4) In krebsartigen Geschwüren, wo sie zumal von dem schwedischen Arzte Westring mit Glück gebraucht wurde, und zwar benutzte er einen Aufguss zum Einspritzen, und das Extrakt in Salbenform, auch ist jetzt an manchen Orten schon ein fertiges Unguentum Calendulae in den Apotheken anzutreffen; eine solche aus dem frisch ausgepressten Safte der Blätter und Blumen mit Butter bereitete Salbe fand Dr. Stein in Weinheim gegen Hautkrebs nützlich, wobei auch noch innerlich ein Decoct der frischen Pflanze mit Milch zu Hülfe gezogen wurde. 5) Als Wundmittel. Hierher gehört der vom Kreisphysikus Dr. Schneider in Fulda bekannt gemachte Liquor Calendulae.

Er lernte dieses von einem Gerichtsdiener in Kissingen bereitete und später dem Hofapotheker Lieblein mitgeteilte Mittel, zufällig kennen, und fand in ihm die gerühmten Kräfte, das Blut zu stillen und die Heilung der Wunden zu beschleunigen.
Es wird nach Flugge foglermassen zubereitet.
Die frischen gelben Blumen der Calendula werden abgepflückt und in ein passendes Medizinglas gebracht, das man locker damit füllt und ohne irgendeinen Zusatz mit Kork verstopft. Man fängt hierauf mit Bindfaden das Glas an den Ast eines Baumes, so daß es der Sonne möglichst lange ausgesetzt ist, und läßt es da im Spätjahre hängen, so lange bis Frost eintritt.
:!: Die Sonne zieht so aus den Ringelblumen eine sich unten absetzende Feuchtigkeit, die Schneider Liquor Calendulae nennt und welche von Zeit zu Zeit abgegossen und wohl verstopft aufbewahrt werden muss. Nachdem die Blüten ganz nach und nach zu Boden gefallen, nimmt man sie aus dem Glas und drückt sie gelind aus, um allen Liquor zu gewinnen. Dieser ist nun das berühmte Mittel. Anfangs ist es trübe, und hat nebst adstringierendem scharfen und bitterem Geschmack, den eigentümlichen Calendulageruch, ist es aber dabei etwas klebrig-schleimig, setzt einen grauen Bodensatz ab, und wird, in der wärme aufbewahrt, leicht schimmelig (Geigers Calendulin).

Mit dieser Flüssigkeit machte Flugge unzählige Kuren und war von der Wirksamkeit und schnellen Heilkraft derselben so überzeugt, daß er im Streite mit einigen Kurgästen über dieselbe, um sogleich die Probe zu machen, sich mit einem scharfen Brotmesser tief in die Hand schnitt, in die Wunde den Liquor goß und diese zuband; des andern Tages erschien er vor seinen Gegnern mit ganz geheilter Wunde. Ein Zimmermann hieb sich durch Unvorsichtigkeit mit dem Beile beinahe den halben Fuß herunter; Flugge goß seinen Liquor in die Wunde, die Blutung stand, und nachdem er die Wunde zusammen gedrückt, mit vom Liquor benetzten Kompressen belegt und verbunden hatte, ging Patient anderntags wieder zur Arbeit, und binnen 6 Tagen war alles geheilt.
Dr. Schneider selbst wurde zufällig bei einem Sturze aus einem Wagen bedeutend am Schienbein verletzt, wo die Beinhaut getrennt und sogar der Knochen eingedrückt war. Notdürftig verbunden, kaum Zuhause angelangt, begoß Schneider die Wunde mit dem Liquor, welcher wegen seiner Schärfe etwas beißend war und legte noch einen 3 Finger breiten, mit demselben benetzten Leinwandstreifen darüber; die Schmerzen hörten alsbald auf; nach 3 Tagen öffnete Schneiden den leichten Verband, die Wunde war geschlossen, und eine 2. Befeuchtung des Läppchens mit Liquor hatte die gänzliche Heilung bewirkt. Die Knochenvertiefung fühlt man noch."


:ER! Bei tiefen Wunden, zur Wundreinigung oder zum Verbinden von Wunden eignet sich verdünnte Calendula-Lösung sehr gut: 1 TL Ringelblumenblüten-Urtinktur (Ø) mit 2 EL destilliertem Wasser oder lauwarmen Ringelblumentee vermischen. –

Ringelblume als ärztlich eingesetzt äußerliches Krebsgeschwürmittel siehe auch Betreff des Beitrags: Krebs zerteilende Pasten und Salben aus der Hausapotheke http://www.digigalleria.net/krebs-nur-eine-krankheit/viewtopic.php?f=49&t=383&hilit=Ringelblume#p1601 - Betreff des Beitrags: Ringelblume, das erprobte Krebsheilmittel http://www.digigalleria.net/krebs-nur-eine-krankheit/viewtopic.php?f=60&t=557#p1644

:er2 Lieber Ringelblumenfan-Gruß
"Weißt du, dass die Bäume reden? ... Sie sprechen miteinander, und sie sprechen zu dir, wenn du zuhörst." (Taganga Mani, Stoney)

Lena
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Calendula Urtinktur äußere Wundanwendung

Beitragvon Lena » 15. Jan 2014, 11:21

http://www.kerbl-seidelberger.at/aktuelle-beitr%C3%A4ge/calendula-urtinktur/
Dr. med. univ. Elisabeth Kerbl-Seidelberger
Ärztin für Allgemeinmedizin
Klassische Homöopathie

"Calendula-Urtinktur - ein Wundheilungsmittel aus der Natur

Die wundheilungsfördernde Wirkung der Ringelblume (Calendula) ist seit vielen Jahrhunderten bekannt. Sie ist ein hilfreiches Mittel zur guten Heilung (mit der Bildung von erstaunlich schönen Narben), Vermeidung von Infektionen und einer späteren Eiterung von Wunden. Auch kann sie zur Behandlung oberflächlicher Verbrennungen eingesetzt werden.

Ich habe bei mir selbst und bei vielen Patienten so gute Erfahrungen damit gemacht, dass ich Ihnen gerne die Anwendung der Ringelblumentinktur näher bringen möchte:

Äußere Anwendung (immer verdünnt: 10 Tropfen 1%ige Calendula-Urtinktur auf 50ml Wasser):

Wunddesinfektion und Wundbehandlung:

Auswaschen der Wunde mit Wasser, Wundreinigung immer von der Mitte der Wunde nach außen, damit keine zusätzlichen Verunreinigungen ins Wundinnere gelangen. Nach der Reinigung der Wunde einen Verband mit (wie oben beschrieben) verdünnter Calendula-Lösung auflegen.

Diese Behandlung stillt die Blutung, beugt Infektionen vor und begünstigt die Wundheilung ohne überschießende Narbenbildung wie nach den üblichen Antiseptika.

Der Verband sollte nicht zu oft gewechselt werden, weil sonst der Heilungsprozess unterbrochen werden kann. Besser ist es, die Wunde durch wiederholtes Beträufeln des Verbandes mit Calendula-Lösung feucht zu halten. Ein feuchtes Milieu fördert die Granulation und Epithelisierung. Diese Vorgangsweise eignet sich auch zur Behandlung von Abszessen."


:ER! :er6 Mit verbindlichem Dank an Fr. Dr. med. univ. Elisabeth Kerbl-Seidelberger bezüglich der äußerlichen Calendula-Urtinktur-Anwendung

Lena
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Ringelblumen (Calendula-Urtinktur) in der Tier-Unfallapothek

Beitragvon Lena » 16. Jan 2014, 14:13

Hier ist noch ein Tipp, was die Erfahrungen mit der äußerlichen Wund-/Geschwüranwendung der Ringelblumenblüten-Ur-Tinktur (in Deutschland von DHU) und ihrer Verdünnungen anbelangt:

Verdünnung der Ringelblumen (Calendula-Urtinktur) in der Tier-Unfallapotheke auf 100 ml Kochsalzlösung (selbst hergestellt oder abgekochtem Wasser) kommen 20 Tropfen Urtinktur - Quelle: Tierhomöopathie Ausgabe I/2008 Seite 42

http://www.narayana-verlag.de%2Fhomoeopathie%2Fpdf%2FTierhomoeopathie-2008-1-Verletzungen-der-Haut-Zeitschrift.04011_1.pdf
http://www.editions-narayana.fr%2Fhomeopathie%2Fpdf%2FTierhomoeopathie-2008-1-Verletzungen-der-Haut-Zeitschrift.04011_1.pdf

:arrow: :arrow: :arrow: Diese Seiten liefern hilfreiche Infos zur einfachen Selbstzüchtung und Selbstherstellung bis zur Verdünnung der wertvollen Ringelblumenblüten.

:GS30 In Frankreich ist die Urtinktur der Calendula bereits nicht mehr erhältlich, wie so viele andere auch nicht mehr. So kommt es, wenn das Wundmanagement auch außerhalb der Kliniken wundheilend funktioniert.

Lieber Gruß Lena
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Re: Ringelblumen - heilend bei krebsartigen Geschwüren

Beitragvon Lena » 9. Feb 2014, 13:29

Nach keinen 4 Wochen der o.g. Ringelblumen-Tinktur-Wundauflagen (die nicht täglich gewechselt werden!) bei täglich 2 maliger Befeuchtung mit jeweils 12 Tropfen Calendula-Urtinktur in 50 ml abgekochtem Wasser, beobachte ich das Schließen der zuvor offenen Geschwürflächen.

Vor allem jedoch die sichtbar blutstillende Wirkung, die dieser Feuchtverband noch mit sich bringt.

Obwohl, der Verband nicht täglich gewechselt werden darf, sind die zuvor schon nicht nennenswerten Eiterungen um 2 Drittel zurück gegangen und der Geruch hält sich bis zum Verbandswechsel tinkturbedingt erstaunlich frisch!

Es fällt mir also in nächster Zeit nicht schwer, den Wundverband von außen (am oberen Rand) langsam und gleichmäßig mit der verdünnten Ringelblumen-Tinktur zu befeuchten.

Lieber Gruß Lena
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Ringelblumen - Calendula früher in der Krebstherapie

Beitragvon Lena » 20. Okt 2014, 17:12

http://www.gesundes-bewusstsein.de/?p=7506
"Eine besondere Rolle hat die Calendula früher in der Krebstherapie gespielt.

Matthiolus war der erste Arzt, der sie hier als wirksam bezeichnete.
Die Pflanze wurde deshalb auch Herba Cancri genannt. Weiter hatte sie auch den Namen Verrucaria, weil man sie äußerlich gegen Warzen verwandte.

Durch die Arbeiten des schwedischen Arztes J. P. Westring, die auch ins Deutsche übertragen wurden, wurde die Aufmerksamkeit der Ärzte wieder auf die Ringelblume als Mittel gegen Krebs und ansteckende Krankheiten gelenkt.
Nach ihm war diese Heilpflanze im 17. und 18. Jahrhundert gegen alle möglichen Krankheiten so beliebt, daß die Drogisten Fässer voll von Calendula stets bereit halten mußten.

Westring begründete die Anwendung der Calendula als Krebsheilmittel mit den Angaben von Linné, nach denen die Pflanze ein vorzügliches Heilmittel gegen Stockung der Menses und ein gutes, schweißtreibendes Mittel ist. Damit will er wohl schon andeuten, daß er Calendula nicht als direktes Krebsheilmittel auffaßte, sondern nur als Unterstützungs- und Reinigungsmittel.
Denn er wandte zur Krebsbehandlung auch noch Goldsalze an, die er in die Schamlippen und in das Zahnfleisch einreiben ließ.

Von der Ringelblume benutzte er einen Aufguß zu Spülungen bei Uteruskrebs, peroral verordnete er gleichzeitig einen Extrakt der Ringelblumen. Dieser wirkte, wie er schreibt, “wie ein Opiat auf die widernatürlich gereizten Nerven”. Daneben ließ er eine strenge Milchdiät einhalten. Auf Westrings Empfehlung hin wurde Calendula bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts zu einem bekannten Modemittel gegen Krebs, geriet aber dann wieder in Vergessenheit.

Von den Franzosen war es Lebert, der im Jahre 1851 innerlich Extrakt in Dosen von 0,1 bis 1,2 g und mehr in Pillenform drei- bis viermal täglich empfahl, und der Brüsseler Bougard, der es 1882 in einem Gemisch mit Kamillen- und Opiumtinktur äußerlich als “Lotion anticancéreuse” anwandte.

Als Indikationen für den äußerlichen Gebrauch gibt Potter Wunden, Ulzera und Kombustionen an.

Die heutige Volksmedizin wendet spirituöse Auszüge bei Riß- und Quetschwunden zur Förderung der Granulationsbildung und das Ringelblumenwasser als Verbandsmittel bei bösartigen Geschwüren an; die innerliche Verabreichung von Calendula soll bei entzündlichen Zuständen und Anschwellungen drüsiger Organe nicht ohne Erfolg sein.

In Brasilien wird eine Calendulasalbe zur Behandlung von eitrigen Wunden, Schlag- und Stichverletzungen, Quetschungen, Geschwüren, Verbrennungen, Karzinom und traumatischer Hodenentzündung gebraucht."


Lieber Gruß Lena
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