Weidenrinde - das Natur-"Aspirin"

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Carmen
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Weidenrinde - das Natur-"Aspirin"

Beitragvon Carmen » 7. Mai 2013, 10:42



Weidenrinde – das Natur-"Aspirin"

Gleich mal vorne weg:

Gegenüber Aspirin haben die Salicinverbindungen der Weidenrinde den Vorteil, daß sie keine aggregationshemmenden und damit die Blutgerinnung inhibierenden Eigenschaften (erhöhte Blutungsneigung) besitzen.

Im Gegensatz zu Aspirin hemmt das Salicin der Weidenrinde die Blutgerinnung nicht und kann daher auch bei offenen Wunden eingenommen werden.

Fieber und Schmerzen sind Krankheitszeichen, mit denen die tägliche Pflegepraxis häufig konfrontiert wird. Die Rinde der Weide ist ein jahrtausendaltes pflanzliches Mittel, das genau diese Symptome lindert. Die schmerzstillende und fiebersenkende Wirkung von Weidenrindentee ist schon den alten Ägyptern bekannt gewesen. Durch seine hervorragende Wirkung und die sehr geringen Nebenwirkungen ist dieser Tee auch optimal zur Langzeitbehandlung geeignet.

Im nachfolgenden Link findet Ihr Rezepte:

http://www.ppm-online.org/verlag/artike ... ee-pflege/

Weitere Links:

http://www.phyto-netzwerk.de/Veranstalt ... 321007.pdf

http://www.heilpraktik.de/heilpflanzen/weidenrinde.htm


Liebe Grüße

Carmen

Carmen
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Re: Weidenrinde - das Natur-"Aspirin"

Beitragvon Carmen » 7. Mai 2013, 13:15



Risiken

Doch Vorsicht: Weidenrinde kann genau wie Acetylsalicylsäure auch zu Allergien führen. Wer eine bekannte Acetysalicylsäure-Unverträglichkeit hat, sollte von der Weidenrinde besser die Finger lassen. Wer generell zu Asthma und Allergien neigt, sollte sich vor der Einnahme von Pflanzenprodukten mit seinem Arzt absprechen.

http://www.br.de/fernsehen/bayerisches- ... in100.html

Liebe Grüße

Carmen

Lena
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"Weidenrinde ist nicht gleich Salicin"

Beitragvon Lena » 7. Mai 2013, 14:12

Das sehr gut verträgliche Langzeit-Schmerzmittel: mit seinem lokalanästhetischen Phenolglykosid Salicin, das im Darm zur bekannten Salizylsäure umgewandelt wird.

Carmen hat geschrieben:http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/gesundheit/themenuebersicht/heilkraft-der-natur/weidenrinde-aspirin100.html


Danke liebe Carmen,
hier an dieser Stelle möchte ich vor den zu niedrig angegebenen täglichen Weidenrinde-Milligramm-Dosierungen warnen, die im Gegensatz zu weiteren Langzeitstudien gefahrlos mehr als nur verdoppelt werden können:


"Die Dosierungsempfehlungen hängen von den Beschwerden ab, sie reichen von 120-240 mg (letzteres: European Scientific Cooperative on Phytotherapy kurz ESCOP) Weidenrindenextrakt pro Tag.".

Auch die European Scientific kann hier noch dazu lernen. http://www.phyto-netzwerk.de/Veranstaltungen/Schmerztherapie/PNM_Vortrag_Allgaeuer-Lechner_150321007.pdf Markant wie selbstredend, die Seiten 9 + 22 der 29 Seiten.

Schmerzen und Entzündung (Rubor, Calor, Tumor, Dolor, Functio laesa)

Synthese proinflammatorischer Zytokine: IL-1, IL-6, TNF-a)


Invasion und Aktivierung von Entzündungszellen (Makrophagen/Monozyten, Neutrophile Granulozyten): Krebs ernährt sich mit von Entzündungsvorgängen im Körper.

"Anteil schmerzfreier Patienten nach 4-wöchiger Einnahme"
(das Steigerwald-Pharma Weidenrinde-Kapseln-Beipackzettel warnt vor eben dieser mir aus der Naturmedizin unbedenklichen Einnahme)"Das Placebo blieb wirkungslos auf der Strecke, bei 240mg-Kapseln lag der Erfolg bei knapp 40%."

http://www.steigerwald.de/global/show_document.asp?id=aaaaaaaaaaaarrw
"Gelegentlich können Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut (z.B. als Juckreiz, Hautrötung, Ausschlag, Nesselsucht) auftreten. Sehr selten sind schwere allergische Reaktionen (Asthma, Kreislaufkollaps, allergischer Schock) nach Einnahme von Weidenrinde beobachtet worden. Bei empfindlichen Patienten sind Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit und Magenschmerzen möglich."

Mir sind keinerlei dieser Beschwerden bekannt, die die Weidenrinde als alleinigen Auslöser dessen identifizieren, bei den chemischen Komplementär-Arzneimitteln mit starken Nebenwirkunden, die gleichzeitig mit eingenommen werden. So verweise ich hier auf die Veröffentlichungen von phyto-netzwerk.de.

Lieber Gruß Lena
"Weißt du, dass die Bäume reden? ... Sie sprechen miteinander, und sie sprechen zu dir, wenn du zuhörst." (Taganga Mani, Stoney)

Lena
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Weidenrinden-Schmerz-Tee als Langzeitbehandlung

Beitragvon Lena » 7. Mai 2013, 14:44

Weidenrinden-Schmerz-Tee als Langzeitbehandlung - das Weidenrindenpulver äußerlich auf Geschwüre und Wunden

Diese fiebersenkende Rinde, eines der wichtigsten Mittel gegen Wechselfieber, wird bei dunklem Urin gegeben, wenn Fieber im Spiel ist.
Sie wirkt Nerven stärkend, zusammenziehend, stopfend, und wie nach genannt: blutstillend bei Blutungen aller Art, schmerzstillend.
Mit seinem lokalanästhetischen Phenolglykosid Salicin, das im Darm zur bekannten Salizylsäure umgewandelt wird. Diese wird vom Körper im entzündeten Gewebe abgesetzt, wo sie antibakteriell wirkt, innerlich und äußerlich, bei Gelenkrheumatismus und gichtisch-arthritischen Gelenkerkrankungen.
Sie wirkt schmerzstillend, Fieber senkend, Harn desinfizierend bei Pyelitis und Cystitis. Ihre Gerbstoffe wirken antiseptisch auf den Magen-Darm-Kanal, wurmwidrig und in Salben bei infektiösen Hauterkrankungen (Epidermophytien) oder bei Gelenk- und Muskelrheumatismus, als Umschläge bei offenen Wunden und Geschwüren, sowie bei Neuralgien und Fussschweiss.

Innerlich/oral: Im Thermomix lässt sich dazu aus den getrockneten Rinden ein Weidenrindenpulver herstellen, vom dem man 3 x täglich 1 TL einnehmen kann (Wasser, Joghurt, Dessert, Bananenbrei).

:arrow: Durch seine hervorragende Wirkung und die sehr geringen Nebenwirkungen ist der Weidenrinden-Tee auch optimal zur Langzeitbehandlung geeignet.
* 2-3 g Weidenrinden, * 250 ml kaltes Wasser, * 1 kleine Teekanne, * 1 Teesieb - Weidenrinde in eine kleine Teekanne geben und mit kaltem Wasser übergießen. Aufguss langsam erhitzen, bis er siedet. Aufguss kurz aufkochen, vom Herd nehmen, 5 Min. ziehen lassen und abseihen. 2-mal täglich 1 Tasse des warmen Tees trinken.

Weidenrinde-Schmerzsud: Der Sud wird aus 3 TL der frischen Rinde pro Tasse kaltes Wasser über Nacht angesetzt ( Kaltansatz ), dann aufkochen und 1 Min. kochen lassen – abseihen. Von dieser Mischung kann man dann mehrmals täglich ¼ Tasse trinken.

– Zur Teebereitung setzt man eine Tasse kaltes Wasser mit 2 Teelöffeln getrockneter Rinde an, bringt sie zum Kochen und seiht nach 5 Min. ab. Üblich sind 3-5 Tassen pro Tag. Die Weidenrinde ist normalerweise frei von Nebenwirkungen. Bei Personen mit Überempfindlichkeit gegen Salicylate kann es allerdings auch schon bei kleinen Dosierungen zu allergischen Reaktionen kommen.

Pharmakologie seitens der Hersteller:
Weltweit werden verschiedene Salix-Arten medizinisch genutzt, doch für die kommerzielle Produktion von Weidenrinde werden heutzutage salicinreiche Arten wie die Purpurweide (S. purpurea) und die Bruchweide (S. fragilis) empfohlen. –

Inhaltsstoffe: die Hauptwirkstoffe sind Phenolglykoside, wie Salicylate (Salicortin, Salicin, Tremulacin), Syringin und Triandrin; ferner Phenol­carbon­säuren und oligomere Proanthocyanidine (1%). Salicortin wird zu Salicin hydrolysiert (entweder in der Pflanze oder nach dem Verzehr) und das Salicin wird seinerseits (durch Hydrolyse im Darm) zu Saligenin (= Salicylalkohol) umgewandelt. Saligenin geht in den Blutstrom über und wird in der Leber zu Salicylsäure, dem Hauptwirkstoff, oxidiert. Die acetylierte Form der Salicylsäure ist das bekannte Schmerzmittel Aspirin®. Freie Salicylsäure ist bisher in Weiden, obwohl in der Literatur zur Geschichte von Aspirin® und phytotherapeutischen Übersichtsartikeln immer wieder angeführt, analytisch nie nachgewiesen worden.
- Salicylsäure hemmt die Cyclooxygenase, das Schlüsselenzym der Prostaglandinbiosynthese. Da Prostaglandine Schmerzen und Entzündung fördern, erscheinen die beobachteten entzündungshemmenden, antirheumatischen und schmerzstillenden Effekte plausibel. Erste kontrollierte klinische Studien belegen die Wirksamkeit der Droge. Im Gegensatz zu Acetylsalicylsäure reizt Salicin den Magen nicht bzw. weniger. Salizin ist eine glukosidierte Substanz und entsprechend wasserlöslich. Lokal hohe Konzentrationen sind nicht zu erwarten. Zudem fehlt die aggressive Säuregruppe. Es sind deshalb keine dadurch bedingten lokalen Magenschleimhautläsionen zu erwarten.

Lieber innerlicher Anwendungsgruß
Lena
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klaraschulz
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Re: Weidenrinde - das Natur-"Aspirin"

Beitragvon klaraschulz » 21. Apr 2015, 09:54

hallo ihr lieben,

das frühjahr ist da und die wildkräutersaison in vollem gang. in meinem täglichen Speiseplan sind viele wildkräuter integriert und ich habe damit bisher nur positive Erfahrungen machen können. wie die weide so enthält auch das mädesüss aspirinähnliche Wirkstoffe die man zur Linderung von schmerzzuständen nutzen kann, deshalb habe ich es hierher mit eingeordnet, falls das falsch ist bitte ich das Thema zu verschieben.

ich habe dieses kraut im letzten sommer für mich entdeckt und habe es für leichte bis mittelmäßig starke Kopfschmerzen erfolgreich einsetzen können. in meinen vielen pflanzenbüchern sowie auch bei Recherchen im netz habe ich immer wieder gelesen das zu früheren Zeiten mädesüss so wie weidenrinde als natürliches Schmerzmittel eingesetzt wurde.
oft liest man das nur die blüten Verwendung finden aber aus büchern habe ich erfahren das auch die jungen blätter Verwendung finden können. zum Beispiel in grünen wildkräutersmoothis. hier kann ich aus eigener Erfahrung allerdings sagen die blätter sparsam im smootie einzusetzen 2-3 zarte Blättchen genügen völlig da der Geschmack sehr intensiv ist. mädesüss wirkt unter anderem entsäuernt und wird häufig im zusammenhang mit der Behandlung von gicht und rheumatischen Erkrankungen eingesetzt, könnte sich aber auch positiv unterstützend in der krebstherapie auswirken. wer mal nachlesen möchte ich lasse euch einen link da.

http://www.fid-gesundheitswissen.de/pfl ... 103038231/

im netz findet man viele weitere interessante seiten dazu. wer mädesüss selbst sammeln will ( ich hab das glück das es im garten wächst) findet auch diverse Abbildungen dazu im netz, es wächst überwiegend in feuchtwiesen im schatten oder Halbschatten sowie an gewässerufern. die blüten deskrauts verwende ich bei leichten Kopfschmerzen im sommer frisch gepflückt im winter getrocknet Kopfschmerzen in einem kaltansatz. einige blüten mit kaltem wasser auffüllen (ca. 1-2 normale glas wasser) und abgedeckt mindestens eine stunde ziehen lassen. danach ist es trinkbereit. auch hier gilt viel hilft nicht viel eine überosierung kann bei empfindlichen Personen zu Übelkeit führen, also langsam antesten wie man darauf reagiert.

sonige grüße klara :)

Löwenzahn
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Re: Weidenrinde - das Natur-"Aspirin"

Beitragvon Löwenzahn » 25. Mai 2015, 22:24

Hallo Klara,
Das Mädesüß wirkt auch in Salben schmerzlindernd und es riecht auch ganz herrlich.
Das Kräutersammeln ist eine wunderschöne Gelegenheit sich etwas zu erholen. Da kann man richtig aufatmen.
Wir haben zwar z.Zt. dauernd schlechtes Wetter und das verhindert das Sammeln aber es kommt bestimmt noch eine schöne Zeit
Liebe Grüsse Doris

klaraschulz
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Re: Weidenrinde - das Natur-"Aspirin"

Beitragvon klaraschulz » 26. Mai 2015, 08:39

Hallo Doris,

du hast recht, bisher hindert das nicht optimale wetter ein wenig auf wildkräutersammeltour zu gehen. der sommer fängt gerade erst an und ich hoffe das es nicht ganz so verregnet bleibt. gestern haben wir meine Schwiegereltern besucht und auf der heimfahrt konnte ich die Gelegenheit nutzen Weißdorn zu sammeln, der jetzt gerade in voller blüte steht. für mich sind meine kräutertouren fast ein wenig so wie ein paar stunden in Urlaub fahren, klingt vllcht ein wenig verrückt aber ich liebe all die dinge die die Natur so hergibt und versuche ständig mein wissen zu erweitern und entdecke immer wieder neue dinge. ich würde mich freuen, wenn du mir Details zum rezept oder auch sollte du persönliche erfahren in der Anwendung mit der mädesüsssalbe haben diese mitteilst. ich benutze dieses Kräutlein wie gesagt sehr häufig habe allerdings noch nicht gewußt das man auch salbe daraus herstellen kann und würde mich freuen wenn du mir mehr dazu verrätst.

liebe grüße klara :-)


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