Broccolisprossen & Sulforaphan

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Anne
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Broccolisprossen & Sulforaphan

Beitragvon Anne » 7. Okt 2013, 19:29

Ich finde das darf hier nicht fehlen, denn Gemüse gegen Krebs, dass auch schon Männern geholfen hat ihre Prostataprobleme zu überwinden, ist in meinen Augen unverzichtbar.

Sulforaphan hemmt die Bildung und beschleunigt die Ausscheidung potentieller krebsauslösender Substanzen. Es unterstützt über die Hemmung der Mitose (Zellteilung) die Apoptose-Auslösung. Diese hemmende Wirkung konnte in Tests mit Zellen von Medulloblastomen (Gehirntumor) und Krebsstammzellen nachgewiesen werden. Eine interessante "Nebenwirkung"" ist die antibakterielle, zytotoxische Wirkung, die die Behandlung von Helicobacter pylori-Infektionen unterstützen kann.
Sulphoraphan hemmt fortgeschrittene Tumore:
1992 haben Dr. Talalay und seine Forschergruppe an der Johns Hopkins University nachweisen können, dass Sulforaphan die Bildung von Phase-2-Enzymen signifikant angeregt hat. Diese Phase-2-Enzyme unterstützen die Zellen dabei, sich vor Krankheiten zu schützen. In einer 1994 durchgeführten Studie wurde gezeigt, dass Sulforaphan bei Ratten, die mit einem starken Karzinogen behandelt wurden, die Bildung von Brusttumoren stoppte. Die Raten der Tumorbildung wurden um 60 Prozent, die Zahl der Tumore in jedem Tier um 80 Prozent und die Größe der gebildeten Tumore um 75 Prozent reduziert. Verlangsamt wurde des weiteren die Entstehung und das Wachstum von Tumoren. Wissenschaftler der American Health Foundation fanden überdies heraus, dass Sulforaphan die Bildung prämaligner Läsionen im Dickdarm von Ratten verhindert hat. Wissenschaftler in Toulouse, Frankreich, haben festgestellt, dass Sulforaphan bei Krebszellen im menschlichen Dickdarm den programmierten Zelltod auslöste. In dieser Studie wurde festgehalten, dass »es bei der mit Sulforaphan in Verbindung gebrachten Chemoprotektion gegen Krebs neben der Aktivierung von Entgiftungsenzymen auch zur Auslösung der Aptotose kommt«. Den bisher höchsten bekannten Gehalt an Sulforaphan weisen drei Tage alte Brokkoli-Sprossen auf, der den Gehalt an Sulforaphan in gekochtem Brokkoli um das bis zu 50-fache übersteigt.

Die Chirurgische Klinik- Universitätsklinikum Heidelberg schrieb 2010 auf ihrer Homepage:
Sulforaphan gegen Krebs
Einnahme: Konzentrationen, die denen entsprechen, die wirksam bei unseren Versuchstieren waren, sind durch Ernährung alleine kaum zu erreichen. Ein Brokkolikopf a 500 g aus dem Supermarkt enthält etwa 55 mg des Sulforaphan-Voräufers Glukoraphan. Brokkolisprossen enthalten 20-100 mal mehr Glukoraphan. Deshalb ist es besser, Sulforaphan durch Brokkoli Sprossen zuzuführen.

Unter Ernährungsgesichtspunkten stellt allerdings Brokkoli die bei weitem beste Quelle von Sulforaphan dar; eine Portion kann bis zu 60 Milligramm enthalten, je nach Jahreszeit, Brokkolisorte und Frische des Gemüses. Interessant ist auch, dass Brokkolisprossen einen bis zu hundertfach erhöhten Gehalt an Sulforaphan aufweisen können, verglichen zu reifem Brokkoli. D.h., mit einem Teelöffel Brokkolisprossen kann man eine Menge an Sulforaphan zu sich nehmen, die der eines ausgewachsenen Brokkolikopfs entspricht. Man bekommt diese Sprossen in Feinkostläden, Bioläden und manchmal auch im Supermarkt. In einer Keimschale kann man sich Brokkolisprossen auch selbst daheim auf der Fensterbank ziehen.
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/f ... 688.0.html

Und hier noch eine kleine Sammlung an amerikanischen Studien:

Ein Statement dieser Seite ist- NEMs können niemals das leisten, was der Verzehr bestimmter Gemüsesorten leisten kann. Und in Sachen Broccoli ist das 100% richtig, denn erst durch das Kauen und die Einspeichelung kommt es zur Umwandlung zu Isothiocyanat.

Der Konsum von Kreuzblütengewächsen, wie Broccoli, ist bekannt für die Reduzierung des Risikos einer Anzahl von Krebsarten, speziell von Lungen-, Darm-, Brust-, Ovarial- und Blasenkrebs.
Nun haben Forscher festgestellt, dass Kreuzblütengewächsen auch signifikanten kardiovaskulären Benefit bringen.

Nachfolgend habe ich einige wichtige Studienergebnisse in Bezug auf Prostatakrebs übersetzt.

Kreuzblütengewächse helfen das Risiko von bestimmten aggressiven Prostatakrebsen zu reduzieren
Forscher aus Kanada und den USA bewerteten die Assoziation zwischen dem Prostatakrebsrisiko und dem Verzehr von Obst und Gemüse in 29.361 Männern in einer Prostata-, Lungen-, Darm- und Eierstockkrebs Screening Studie. Zwar wurde keine Beziehung zwischen Prostatakrebsrisiko und Obst-und Gemüsekonsum gefunden, aber es gab eine Beziehung zwischen den aggressiven Stufe III und Stufe IV Krebsarten, die sich jenseits der Prostata (genannt extraprostatic Prostatakrebs) ausgebreitet hatten und dem Gemüsekonsum. Der Konsum von mindestens einmal wöchentlich einer Portion Kreuzblütlern war mit einem nahezu 40% reduzierten Risiko vor Tumoren der Stufe III und Stufe IV verbunden, wobei Brokkoli und Blumenkohl den besten Schutz boten. Männer, die mehr als einmal in der Woche Brokkoli aßen, hatten eine 45% geringere Wahrscheinlichkeit einen Stadium III und IV Prostatakrebs zu entwickeln, das Essen von Blumenkohl war bei mehr als einmaligem Konsum pro Woche mit einem 52% geringeren Risiko vor dem Stufe III und Stufe IV Prostatakrebs verbunden. (Kirsh VA, Peters U, et al., J Natl Cancer Inst.)
Kreuzblütengewächse haben bei Ratten zu einer sehr starken Reduzierung des Prostatakrebses geführt
Die interessanteste Studie wurde an Ratten durchgeführt, denen man Prostatatumore implantiert hatte. Arme Kerlchen.
Dann wurden sie in 5 Ernährungsgruppen eingeteilt. Die erhielten:.
10% Tomaten, 10% Broccoli, 5% Tomaten plus 5% Broccoli, 10% Tomaten plus 10% Broccoli, , oder Lycopin (23 or 224 nmol/g Diät).
Tomaten und Broccoli wurden dabei als Puder oder als Gemüse gegeben.

Nach 22 Wochen, als die Ratten seziert und ihre Prostatatumore gewogen wurden zeigte die 10% Tomaten/Broccoli Kombination den stärksten Effekt und hatte die Prostatatumore um 52% schrumpfen lassen.

Broccoli alleine reduzierte das Tumorgewicht um 42% und Tomate alleine um 34%.

Lycopin alleine (23 oder 224 nmol/g Diät) kam zum Schluss und reduzierte die Tumore um 7% bzw. 18%

Nur eine OP kann bei einer Reduktion von 62% mit diesem Ergebnis mithalten. Als Ernährungswissenschaftler ist es für mich sehr aufregend zu sehen, dass die Tumorreduktion durch Ernährung fast gleichwertig zur Tumorreduktion durch eine drastische Op ist, sagte Erdmann.

Ältere Männer mit langsam wachsendem Prostatakrebs, die die Option Watchful Waiting anstatt anderer Maßnahmen gewählt haben, sollten ernsthaft in Betrachtung ziehen mehr Tomaten und Broccoli in ihre Ernährung einzubeziehen, sagte Canene-Adams.

Um die Gesundheitsvorteile dieser Studie zu nutzen sollte ein 55 jähriger Mann täglich 1,4 Tassen rohen Broccoli und 2,5 Tassen frische Tomaten oder 1 Tasse Tomatensosse oder 1/2 Tasse Tomatenmark konsumieren, sagte Canene-Adams.

Erdman bemerkte, dass diese Studie zeigt, dass das Essen vollwertiger Nahrungsmittel besser ist, als die Einnahme isolierter Nährstoffe.
Es ist besser Tomaten zu essen anstatt Lycopin Ergänzungen zu nehmen- und gekochte Tomaten könnten besser sein als rohe Tomaten.

Das Zerkleinern und Erhitzen macht die Krebs-Bekämpfungsbestandteile von Tomaten und Brokkoli besser bioverfügbar ", sagte er.


Praktische Tipps: Während die sekundären Pflanzenstoffe in konzentrierten Tomaten, wenn sie in einer Soße oder Paste gekocht werden, und besser bioverfügbar werden, wenn sie mit ein wenig Öl gegessen werden, werden diese Stoffe in Brokkoli stark reduziert, wenn dieses Gemüse verkocht. Daher sollte Brokkoli für eine optimale Nährstoff-Formation nicht mehr als 5 Minuten gegart werden.

Kreuzblütengewächse reduzieren das Risiko an Prostatakrebs zu erkranken viel stärker als andere Gemüse
In einer Studie an über 1.000 Männer am Fred Hutchinson Cancer Research Center in Seattle, WA, hatten diejenigen die 28 Portionen Gemüse pro Woche aßen ein 35% geringeres Risiko an Prostatakrebs zu erkranken, doch diejenigen die wöchentlich nur 3 oder mehr Portionen Kreuzblütengewächse aßen hatten ein 44% niedrigeres Prostatakrebsrisiko.

Und für alle, die es schon immer ahnten:
Die Mikrowelle vernichtet wichtige Vitalstoffe
Die Zubereitung von Broccoli in der Mikrowelle ist mit einem Verlust seiner drei wichtigsten Antioxidantien-Flavonoide zu 97%, 74% und 87% verbunden. Die Dampfzubereitung führt bei diesen 3 Antioxidantien im Vergleich dazu zu einem Verlust von nur 11%, 0% und 8%.

Diese und noch viel mehr Studien zu Broccoli & Co.
http://www.whfoods.com/genpage.php?tnam ... ice&dbid=9

Weiteres Infos auch hier: http://an.agricola-tech.de/index.php?id=37

Broccoli- und Blumenkohlsprossen

Unter den natürlichen Isothiocyanaten nimmt Sulforaphan bereits strukturell eine Sonderstellung ein, da es mit der Sulfinylgruppe ein weiteres Schwefelatom enthält. Das große Interesse der medizinischen Forschung gründet jedoch darauf, dass es unter den getesteten Isothiocyanaten mit weitem Abstand das potenteste Antikarzinogen ist (6).

Sulforaphan induziert mit am stärksten Phase-II-Enzyme und ist bereits im ppm-Bereich wirksam. Sein Einfluss auf Phase-I-Enzyme scheint ebenfalls günstig; zumindest wird das Karzinogen-aktivierende CYP 2E1 gehemmt. Sulforaphan blockiert sowohl die DMBA-induzierte Brusttumorbildung bei Ratten als auch die Bildung neoplastischer Knoten im Brustdrüsenpräparat der Maus.

Anstelle der indolhaltigen Glucosinolate enthalten Broccolisprossen Glucoraphanin in 10 bis 100-fach höherer Menge als die reife Pflanze. Dieses Glucosinolat lässt sich auch ohne enzymatischen Abbau in Sprossenextrakte überführen. Im Experiment zeigen solche Extrakte von drei Tage alten Broccoli- und Blumenkohlsprossen die höchste enzymatische Induktoraktivität unter den Brasicaceen-Sprossen und ihr tumorhemmendes Potenzial entspricht der von 75 µmol synthetischem Sulforaphan. ... http://totalremission.blogspot.de/2008/ ... rofil.html


Isothiocyanate heißen die Stoffe, die nach dem Verzehr von Gemüsesorten wie Rucola, Kohlrabi oder Senf entstehen und nicht nur die Schärfe auf der Zunge erzeugen, sondern auch eine gesundheitsfördernde Wirkung entfalten. Um das zu zeigen, haben Lamy und ihre Mitarbeiter in einer humanen Interventionsstudie Blut von Kontrollpatienten mit dem von denjenigen verglichen, die Isothiocyanate in einer definierten Menge über mehrere Tage zu sich genommen hatten. Die Forscher exponierten alle Blutproben mit krebserzeugenden Stoffen und stellten fest, dass nach Isothiocyanat-Aufnahme deutlich weniger DNS-Brüche in den Blutzellen zu finden waren. „Das ist aber noch nicht alles“, sagt Lamy, „Isothiocyanate können nicht nur normale Zellen vor DNS-Schäden schützen, sondern bereits entartete Krebszellen gezielt in die Apoptose führen.“ In ihren Experimenten exponierten die Zellbiologen menschliche Leberkrebszellen zunächst gegenüber Rucolasaft-Extrakten und später auch gegenüber einem bestimmten Isothiocyanat aus Rucola-Pflanzen. Die Folge: Ein großer Teil der Krebszellen leitete das Selbstmordprogramm ein.
http://www.bio-pro.de/standort/5_bioreg ... index.html


Zur Vervollständigung: Zur Familie der Kreuzblütengewächse zählen viele wichtige Kulturpflanzen. So zählen vom Menschen entwickelte Kulturformen des Gemüsekohl (Brassica oleracea), wie beispielsweise Weißkohl, Rotkohl, Brokkoli, Blumenkohl, Rosenkohl und Kohlrabi dazu. Schwarzer und Weißer Senf (Brassica nigra und Sinapis alba), Pak Choi, Chinakohl (Brassica rapa ssp. chinensis), Weiße Rübe (Brassica rapa ssp. rapa), Kohlrübe (Brassica napus ssp. rapifera), Rübse (Brassica rapa ssp. oleifera) und Raps (Brassica napus ssp. napus) gehören auch zur Gattung Brassica.
Rettich und Radieschen sind Vertreter der Gattung Raphanus. Bekannt sind der Meerrettich (Armoracia rusticana), auch Kren genannt, die Kresse und der Wasabi (Wasabia japonica).
Einige Gattungen enthalten also Kulturpflanzen, die Öllieferanten, Gewürzpflanzen sind oder als Gemüse und Salate gegessen werden.

Chemiker müsste man sein:
Interessanterweise gibt es nämlich einen Zusammenhang zwischen Thiocyanat und Laetril/B17, der mich beschäftigt. Denn auch beim Abbau der Nitriloside wird im Organismus der krebshemmende Stoff Thiocyanat gebildet.
Dazu ist dann laut diverser Webseiten die Anwesenheit kleiner Mengen Schwefel erforderlich, wie sie u.a. aus Eidotter, Senf, Lauch, Zwiebeln und Knoblauch im allgemeinen laufend resorbiert werden.

Anne
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Re: Broccolisprossen & Sulforaphan

Beitragvon Anne » 7. Okt 2013, 20:46

Das muss dann doch noch sein. Rüdi ich danke dir. :er6

Inhibition von Blasenkrebs durch Brokkoli Isothiocyanate Sulforaphan und erucin: Charakterisierung, Stoffwechsel und Umwandlung.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23038615
Sulforaphan, eine diätetische Komponente von Brokkoli / Brokkoli Sprossen, hemmt Brustkrebs-Stammzellen. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20388854
Sulforaphan stoppt Brustkrebs Zellwachstum. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15501721
Sulforaphan fördert Nrf2 Expression bei Prostatakrebs TRAMP C1 Zellen durch epigenetische Regulation. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23416117
Sulforaphan hemmt das Wachstum von phänotypisch unterschiedlichen Brustkrebszellen.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23389114
Zwei Rollen von Sulforaphan in der Krebsbehandlung.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22583415
Sulforaphan induziert Caspase-vermittelte Apoptose in kultivierten PC-3 menschlichen Prostatakrebszellen und verzögert das Wachstum der PC-3-Xenotransplantaten in vivo http://carcin.oxfordjournals.org/content/25/1/83.short
In vitro antiproliferative Effekte von Sulforaphan auf die menschliche Darmkrebs-Zelllinie SW620. http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18254269
Induktion von Apoptose durch Sulforaphan in stark metastasierenden B16F-10 Melanomzellen.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21649489

Insgesamt findet man so http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?ter ... ane+cancer mittlerweile wohl hunderte Studien zu Broccoli, denn Pharma ist seit Jahren hochinteressiert.

Lena
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Re: Broccolisprossen & Sulforaphan

Beitragvon Lena » 7. Okt 2013, 23:36

http://totalremission.blogspot.de/2008/05/scharfmacher-mit-profil.html
"Bei Nagetieren blockieren Isothiocyanate und Glucosinolate (ebenfalls SMCSO) die chemisch induzierte Tumorentwicklung in verschiedenen Organen wie Galle, Leber, Darm, Magen, Ösophagus, Nieren oder Lunge. In erster Linie ist dies auf die günstige Modifizierung der Phase-I- und Phase-II-Enzyme zurückzuführen.

Es scheint aber, dass zusätzlich Tandem- und möglicherweise synergistische Mechanismen das antikarzinogene Potenzial der Isothiocyanate erweitern. Viel spricht dafür, dass die elektrophilen Isothiocyanate die ebenfalls elektrophilen Karzinogene in Art einer elektrophilen Gegenattacke von Reaktionszentren oder Andockstellen verdrängen. Fast alle Isothiocyanate sind chemopräventiv nur wirksam, wenn sie vor oder gleichzeitig mit dem Karzinogen verabreicht werden.

Lediglich Benzylisothiocyanat stoppte die Brusttumorentwicklung der Ratte, wenn es nach dem Induktor DMBA gegeben wurde.

Die etwa 20 natürlichen Isothiocyanate aus Nahrungspflanzen sind alle antikarzinogen wirksam. Ihr Potenzial hängt von Strukturelementen wie der Aromatensubstitution oder Kettenlänge ab. Außerdem ist eine Aktivitätsabhängigkeit im Bezug auf das Organ und Karzinogen festzustellen. :arrow: So hemmen Benzyl- und Phenethylisothiocyanat besonders effizient die Entwicklung von Lungentumoren durch die Hauptkarzinogene des Tabakrauchs.

:GS34 Phenethylisothiocyanat hemmt aber auch die Entwicklung von Ösophaguskrebs. Mit 3 µmol/g im Futter wird die durch NMBA induzierte Tumorentwicklung bei Ratten völlig gehemmt und die minimale Hemmkonzentration, die zu einer signifikanten Reduktion der Tumorzahl führt, liegt zwischen 0,325 und 0,75 µmol/g."


@ Danke fürs Einbringen, liebe Anne.

Hier gibt es für mich einiges neu zu verstehen. Ich will diesen deinen vorletzten Beitrag erneut durchlesen. Falls Dir zwischenzeitlich noch etwas 'auffällt', bitte mit einstellen.

Lieber Gruß Lena
"Weißt du, dass die Bäume reden? ... Sie sprechen miteinander, und sie sprechen zu dir, wenn du zuhörst." (Taganga Mani, Stoney)

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Re: Broccolisprossen & Sulforaphan

Beitragvon Herzsprung » 16. Jan 2015, 11:15

auch wenn die Nachrichten schon etwas älter sind. Ich habe einen interessanten Bericht über eine Kreuzblütenkreuzung gesehen, die angeblich ein extrem hohen gehalt an Sulforaphan nachweist:

https://www.youtube.com/watch?v=TSvcJmMETQ4

jmdn erfahrung?

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Re: Broccolisprossen & Sulforaphan

Beitragvon Angelika7 » 15. Dez 2016, 16:06

Ich möchte hier einmal generell auf die hervorragenden Studien der Uni Heidelberg zu den Kreuzblütlern hinweisen unter folgendem Link ist ein schönes Bild abgebildet, was man einkaufen sollte, um den Krebs zu ärgern :)
https://www.klinikum.uni-heidelberg.de/ ... 688.0.html
Ich esse jedenTag Brokkolisprossen, selbst gezüchtet auf der Fensterbank...

Generell finde ich die Seite gut, weil da erklärt wird, wie es wirkt.
Und was ICH mir so gedacht habe: Früher haben die Deutschen sehr sehr viel Kraut gegessen, vor allem im Winter, jede Familie hatte ihren Krautgarten, damals war die Krebsrate noch sehr niedrig....

Liebe Grüße
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Re: Broccolisprossen & Sulforaphan

Beitragvon Engelchen » 15. Dez 2016, 17:17

Ich habe vor kurzem gehört, dass Grünkohlsprossen noch wirksamer sein sollen als Brokkoli.

lg Engelchen

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ralfdingo
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Re: Broccolisprossen & Sulforaphan

Beitragvon ralfdingo » 15. Dez 2016, 18:03

Schreib mal genau wie du das machst mit der fensterbank und den sprossen
So fuer dummies wir sond ja nicht alle vom lande
Interessiert mich wirklich wie viel wie lange wie gross

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Re: Broccolisprossen & Sulforaphan

Beitragvon karin » 15. Dez 2016, 19:42

Ist ganz einfach diese Sprossen zu ziehen. Ich mach es genau so wie Angelika, auf der Fensterbank. Benutze dazu einen "Sprossentoni" (schaut im Netz) aus Ton. Die Sprossen schmecken gut und ich esse sie oft einfach nur im "vorbeigehn", meistens aber in Salaten.

Dann ziehe ich noch Gerstengras in einer ca. 5 cm hohen Glasschale. Das trockne ich und mahle es in einer elektrischen Kaffeemühle. Gebe es gerne in Karotten.- oder Tomatensaft. Schmeckt wie ... Heuschober... aber nicht schlecht.
Wer interessiert ist... einfach "naturbelassene Gerstengras-Samen" in die Suchmaschine eingeben. Kommt viel Info.

Liebe Grüsse karin

Angelika7
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Re: Broccolisprossen & Sulforaphan

Beitragvon Angelika7 » 2. Jan 2017, 18:52

Ich hab da 2 Plastikkeimstationen mit je 3 Stück und ernte dadurch automatisch an jedem 6. Tag.
Am besten sind kleine grüne Packungen mit Brokkolisamen aus dem Reformhaus, mit größeren Packungen aus dem Internet habe ich keine guten Erfahrungen gemacht, werde des Öfteren schlecht und keimen in geringerer Anzahl....
Wollte Euch unbedingt auf folgende Sendung aufmerksam machen, bitte googeln unter Fernsehen Alpha, heutiges Datum, 9.30 Uhr, "was uns nährt",
fand ich Supersendung...
Ein gesegnetes Jahr 2017 wünsche ich uns allen...
Liebe Grüße

Angelika
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