Kurze Vorstellung

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Lenny
Beiträge: 4
Registriert: 6. Mai 2020, 21:45

Kurze Vorstellung

Beitrag von Lenny »

Hallo zusammen,
ich habe vor 6 Jahren einen Krebs am Gebärmutterhals überstanden und mich damals sehr geärgert über die Schema F Abfertigung ohne dass meine persönlichen Einwände, Fragen, Meinung gehört wurde. Deswegen habe ich mich in vielen Foren umgesehen, unter anderem auch in diesem und gute Anregungen bekommen. Unter anderem habe ich auch Angelika mit ihrem eigenen Weg zum Thema Lungenkrebs verfolgt und jetzt gelesen, dass es ihr gar nicht gut geht. Deswegen wollte ich ihr eine Nachricht schicken und habe mich angemeldet.
Liebe Grüße an alle, die nicht ungefragt hinnehmen wollen, was "Leitlinien" vorschreiben :-h , Lenny
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ralfdingo
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Re: Kurze Vorstellung

Beitrag von ralfdingo »

Angelica kannst du im Augenblick nicht erreichen da die im Krankenhaus ist
Wir muessen uns alle gedulden bis sie dich meldet
Tips oder Ideen koennen wir nicht mehr senden da sie es nicht lesen kann
Warten wir ab
Ansonsten wie geht es dir jetzt?
Lenny
Beiträge: 4
Registriert: 6. Mai 2020, 21:45

Re: Kurze Vorstellung

Beitrag von Lenny »

Mir geht es gut. Ich habe nach Abwägung aller Möglichkeiten auf die empfohlene Op der Gebärmutter verzichtet. Mein Gedanke, den ich auch bei anderen Erkrankten gelesen habe, war, dass der Krebs, wenn er wiederkommen will, sich einfach woanders wieder meldet. Allerdings war mit der Konisation auch alles entfernt worden und das Risiko nicht so groß, es unbehandelt zu lassen. Das Ganze ist jetzt fast sieben Jahre her, d.h. aus der Ecke wird mir nichts mehr drohen. Ich war damals etwas entsetzt über die Reaktionen von "Freunden", die mich geradezu beschimpft haben mit Aussagen wie: "lass Dich doch operieren, wozu brauchst Du noch Deine Gebärmutter mit 40 Jahren".
Ich hoffe, dass es Angelika wieder besser geht und sie über diese Krise hinweg kommt. Ich habe ihren Weg sehr bewundert. Dann hoffen wir, dass sie sich mal meldet! Viele Grüße, Lenny
karin
Beiträge: 501
Registriert: 6. Sep 2015, 05:59
Wohnort: Schwäbisch Gmünd

Re: Kurze Vorstellung

Beitrag von karin »

Lenny hat geschrieben: 8. Mai 2020, 08:06 Mir geht es gut. Ich habe nach Abwägung aller Möglichkeiten auf die empfohlene Op der Gebärmutter verzichtet. Mein Gedanke, den ich auch bei anderen Erkrankten gelesen habe, war, dass der Krebs, wenn er wiederkommen will, sich einfach woanders wieder meldet. Allerdings war mit der Konisation auch alles entfernt worden und das Risiko nicht so groß, es unbehandelt zu lassen. Das Ganze ist jetzt fast sieben Jahre her, d.h. aus der Ecke wird mir nichts mehr drohen. Ich war damals etwas entsetzt über die Reaktionen von "Freunden", die mich geradezu beschimpft haben mit Aussagen wie: "lass Dich doch operieren, wozu brauchst Du noch Deine Gebärmutter mit 40 Jahren".
Ich hoffe, dass es Angelika wieder besser geht und sie über diese Krise hinweg kommt. Ich habe ihren Weg sehr bewundert. Dann hoffen wir, dass sie sich mal meldet! Viele Grüße, Lenny
Hallo Lenny, ich grüsse Dich.
Deine Entscheidungen, wie Du Dich behandeln lässt, finde gut.

Auch ich wurde von Freunden und Familie unter Druck gesetzt. Nach langem Hinundher, habe ich all Die, Die meine Entscheidungen in Frage stellten, aus meinem Leben verbannt. Auch ich musste hinnehmen, dass mich niemand in meinen Entscheidungen unterstützte, sondern, mich als Person... in Frage stellten!
Die Entfernung der Gebärmutter stellt bei einer 40jährigen Frau ein grosses Problem dar. Zum einen wird ein (für Frauen) wichtiges Entgiftungsorgan entfernt, und wenn die Eierstöcke, (was oft der Fall ist) ebenfalls entfernt werden, ist Frau den Rest des Lebens darauf angewiesen, künstlich hergestellte Hormone einnehmen zu müssen. Ich finde das einfach nur furchtbar. Noch furchtbarer finde ich, dass VIELE betroffene Patientinnen nicht einmal darüber aufgeklärt werden, was Entfernung der Gebärmutter und der Eierstöcke, überhaupt bedeutet und welche Folgeerkrankungen dieser Eingriff hervorrufen/ auslösen kann.

Ich würde gerne mehr von Dir lesen, über Dich... Deine Geschichte... und wie Du es schaffst, positiv damit umzugehen.

Ich wünsche mir auch, das Angelika schnell wieder auf die Beine kommt, und noch viele Jahre hier weiterschreibt.

Liebe Grüsse
karin
Carmen
Beiträge: 1578
Registriert: 5. Mär 2013, 10:59

Re: Kurze Vorstellung

Beitrag von Carmen »

Hallo Lenny, auch von mir ein herzliches Willkommen. Ich hoffe, demnächst mehr schreiben zu können.

Liebe Angelika, alles Liebe und Gute, Du schaffst das.

Carmen
gudrun1960
Site Admin
Beiträge: 610
Registriert: 7. Jul 2018, 07:58
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Re: Kurze Vorstellung

Beitrag von gudrun1960 »

Hallo Lenny,

auch von mir ein herzliches Willkommen!

Liebe Grüße
Gudrun
Lenny
Beiträge: 4
Registriert: 6. Mai 2020, 21:45

Re: Kurze Vorstellung

Beitrag von Lenny »

Liebe Gudrun und Carmen,
vielen Dank für Eure Grüße.
Liebe Karin, das war ein recht langer Prozess, mit der Sache umzugehen. Die grundsätzliche Verunsicherung, was das Leben anbelangt, führte sogar dazu, dass ich mich von meinem damaligen Mann getrennt habe. Ich bin ja jetzt nicht gerade dem Tod von der Schippe gesprungen, (Stadium 1a1, Plattenephitelkarzinom) aber trotzdem wurde mir richtig klar "ja, ich kann sterben" und habe mir mehr Gedanken darüber gemacht, was ich mit dem Rest des Lebens anfangen möchte. Und ich muss sagen: ich bin deutlich zufriedener geworden.
Das andere ist die Behandlung, die ich im Krankenhaus erlebt habe. Ich saß einer jungen Ärztin gegenüber, die mir wirklich nichts erklärt hat, sondern einfach nur sagte, "gut, 40 Jahre alt, kein Kinderwunsch, dann ist Gebärmutterentfernung die Standardbehandlung. Auf meine Fragen, wieso bzw. was passiert, wenn wir das nicht machen, bekam ich keine Antwort, außer, dass die Gebärmutter keinen Krebs mehr bekommt, wenn sie weg ist. Ich ging mit der Aussage, dass ich darüber nachdenke und bekam dann einen Brief über das Gespräch, in dem stand, dass ich der Entfernung der Gebärmutter zugestimmt habe !!??? Danach habe ich selbst nachgeforscht, mit einer Freundin gesprochen, die Ärztin ist, alles gelesen, was ich im Internet fand. Nach einigen Wochen kam die Überzeugung zustande, dass ich mit häufigen Kontrollen, gesunder Ernährung, viel Sport, usw. einfach darauf vertraue, dass ich gesund bleibe.
Liebe Grüße, Lenny
karin
Beiträge: 501
Registriert: 6. Sep 2015, 05:59
Wohnort: Schwäbisch Gmünd

Re: Kurze Vorstellung

Beitrag von karin »

Lenny hat geschrieben: 12. Mai 2020, 16:54 Liebe Gudrun und Carmen,
vielen Dank für Eure Grüße.
Liebe Karin, das war ein recht langer Prozess, mit der Sache umzugehen. Die grundsätzliche Verunsicherung, was das Leben anbelangt, führte sogar dazu, dass ich mich von meinem damaligen Mann getrennt habe. Ich bin ja jetzt nicht gerade dem Tod von der Schippe gesprungen, (Stadium 1a1, Plattenephitelkarzinom) aber trotzdem wurde mir richtig klar "ja, ich kann sterben" und habe mir mehr Gedanken darüber gemacht, was ich mit dem Rest des Lebens anfangen möchte. Und ich muss sagen: ich bin deutlich zufriedener geworden.
Das andere ist die Behandlung, die ich im Krankenhaus erlebt habe. Ich saß einer jungen Ärztin gegenüber, die mir wirklich nichts erklärt hat, sondern einfach nur sagte, "gut, 40 Jahre alt, kein Kinderwunsch, dann ist Gebärmutterentfernung die Standardbehandlung. Auf meine Fragen, wieso bzw. was passiert, wenn wir das nicht machen, bekam ich keine Antwort, außer, dass die Gebärmutter keinen Krebs mehr bekommt, wenn sie weg ist. Ich ging mit der Aussage, dass ich darüber nachdenke und bekam dann einen Brief über das Gespräch, in dem stand, dass ich der Entfernung der Gebärmutter zugestimmt habe !!??? Danach habe ich selbst nachgeforscht, mit einer Freundin gesprochen, die Ärztin ist, alles gelesen, was ich im Internet fand. Nach einigen Wochen kam die Überzeugung zustande, dass ich mit häufigen Kontrollen, gesunder Ernährung, viel Sport, usw. einfach darauf vertraue, dass ich gesund bleibe.
Liebe Grüße, Lenny
Hallo liebe Lenny,
danke für die Antwort, :-bd

auch ich habe erleben dürfen, dass niemand hinter mir stand. Ich war zwar nicht verheiratet, aber auch die direkt Familie war mir keine Stütze, leider. Sind fast alle von mir in die "Wüste" geschickt worden.

Auch bei mir hat es lange gedauert, bis ich soweit war, mit meiner Erkrankung positiv umgehen konnte. Aber es hat geklappt, und auch ich muss gestehen, dass ich heute wesentlich zufriedener und (meine Gesundheit betreffend) gelassener bin, als zu "gesunden" Zeiten.

Ja, ja, die meisten Ärzte... die sind mit "Schibbeln" schnell dabei... ob man will oder nicht. Auch in meinen Arztberichten standen Aussagen von mir, die ich nie gesagt habe. Darauf pfeiffe ich aber heute und mir gehts... auch trotz der "Prophezeiung", ich hätte noch max. 1/2 bis 1 Jahr zu leben, wenn ich mich nicht operieren lassen würde... echt gut.
Es lässt sich auch mit einem Tumor recht gut leben, wenn er auf Grund eigener Therapien und Veränderungen im Leben, nun seit mehreren Jahren nicht gewachsen ist.

Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute für Deinen Weg, und bleibe weiter davon überzeugt, das richtige Ernährung, genügend Bewegung und die innere, positive Einstellung hilft, über sich selbst hinauszuwachsen.

Liebe Grüsse an Dich
karin
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