Makrobiotik: gesunde Lebensweise seit Hufeland

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Lena
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Makrobiotik: gesunde Lebensweise seit Hufeland

Beitragvon Lena » 27. Mär 2014, 13:39

Als makróbios, bezeichneten bereits Herodot und Hippokrates von Kos die gesunde Lebensdiät, die der Professor der Medizin, Christoph Wilhelm Hufeland wieder aufgriff in seinem Hauptwerk: "Makrobiotik oder Die Kunst, das menschliche Leben zu verlängern".
(Quelle: Herodot Historien 3,23.114; Corpus Hippocraticum De aeribus 4.7, Epidemien 2,6,1, De diaeta 32)

Herodot und Hippokrates bezeichneten damit Menschen, die gesund sind und sehr alt werden.
Aristoteles und andere Autoren der klassischen Literatur, beschrieben die Makrobiotik als einen Lebensstil, der auf einer einfachen Ernährungsweise basiert und dadurch Gesundheit und ein langes Leben verspricht.

Christoph Wilhelm Hufeland und seine Makrobiotik
Christoph Wilhelm Hufeland wurde 1762 in Langensalza in Thüringen geboren und entstammte einer nahmhaften Ärztefamilie.
Er interessierte sich sehr früh für die öffentliche Gesundheitspflege im Interesse der Lebensverlängerung.

Dem Einfluss von Johann Wolfgang von Goehte hatte er es zu verdanken, dass er sehr früh durch den Herzog von Weimar zum Professor der Medizin an der Universität Jena mit dem Titel eines herzoglich-weimarischen Hofrates und Leibarztes ernannt wurde.
Seine Vorlesungen waren begehrt und hatten starken Zulauf.

Kein Wunder, Hufeland wartete mit etwas Neuem auf.
Er nannte die neue Lehre Makrobiotik, die Lehre von der Lebensverlängerung.
Hufeland, der selbst schwer magenkrank war, ein Auge verloren hatte und seelisch unter der Scheidung von seiner ersten Frau, die ihm 7 Kinder geschenkt hatte, litt, kämpfte für die allgemeine Anerkennung seiner Makrobiotik. In diesem Leidenskampf war wohl auch die metaphysische Ursache und Revier-Konflikt seiner eigenen schweren Blasenerkrankung angelegt, an der Arzt und Naturheiler 1836 verstarb.

Seine Lehre ging vom Begriff der Lebenskraft aus.
Er schrieb immer wieder:
"Die natürlichen Reize des Lichtes und der Luft, der Wärme und des Wassers haben einen wohltuenden Einfluss auf die Lebenskraft!"

Die Hauptpunkte seiner naturgemäßen Lebens- und Heilweise waren richtige Ernährung, fleischlose Kost, langsames Essen und gutes Kauen der Nahrung, Abhärtung, frische Luft, Hautpflege durch Waschen und Baden.

Hufeland schrieb einmal:
:GS33 "Der Körper muss seine Krankheit selbst überwinden. Klistiere und Kräutertees sind dabei wichtige Unterstützungen."

Hufeland sprach sich gegen alle Arzneimittel aus.
Sie wären schädlich und riefen im Körper des Patienten nur eine künstliche Erkrankung oder Schwächung hervor. Er sah mit Schrecken, dass sich die Schulmedizin mehr und mehr von der Naturheilkunde entfernte, dass diese beiden 'Wissenschaften' sich manchmal sogar bekämpften.

In diesem Dilemma als Folge dieser Entwicklung leben die heutigen Patienten dank der ungleichsamen Akzeptanz dessen, was sich so etabliert hat, und der Ignoranz dessen was ebenso gut heilt und von den Krankenkassen dennoch nicht erstattet werden muss.

p.s.: Die ZEN-Makrobiotik entstanden durch den Japaner Georges Ohsawa (eigentlich Sakurazawa Nyoichi,1893–1966), stellte Ernährungsregeln auf, nachdem er von Ishizukas Heilungsansatz-Philosophie hörte, und befolgte dessen Empfehlungen. Ohsawa, der als Jugendlicher unter Tuberkulose litt und bereits seine Mutter und mehrere Geschwister durch TB verloren hatte, trat er der Shoku-Yo-Gemeinschaft bei und wurde schließlich deren Präsident.

Die Ernährung sei die Grundlage für Glück und Gesundheit.
:GS33 Natrium und Kalium seien die wichtigsten Determinanten, deren Gleich- beziehungsweise Ungleichgewicht die Qualität eines Lebensmittels bestimme (vgl. Yin und Yang).
:GS33 Vollkorngetreide sei das der Menschheit angemessene Hauptnahrungsmittel. (Beispiel Getreidebrei als Krebsdiät)
Die Nahrungsmittel sollten ganz und natürlich belassen verzehrt werden.
Es sollten nur Nahrungsmittel aus der Region zur jeweiligen Saison verwendet werden.


Lieber Gruß Lena
"Weißt du, dass die Bäume reden? ... Sie sprechen miteinander, und sie sprechen zu dir, wenn du zuhörst." (Taganga Mani, Stoney)

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