Schmerzliche Erfahrung

Der Rückzug des sozialen Umfeldes, wenn nicht schnell genug unbeeinträchtigte "Gesundheit" erreicht, oder "gestorben wird"
GirlyGirl
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Schmerzliche Erfahrung

Beitragvon GirlyGirl » 29. Aug 2015, 16:05

Hallo zusammen,

das soziale Umfeld ist nun wirklich eine Sache für sich, wenn es jemand erwischt hat mit Krebs.
Mein Mann möchte nicht, solange es geht, daß jemand bescheid weiß. Die einzigen die darüber bescheid wissen, sind meine Eltern, meine Schwester und ihr Mann. Das ging nicht anders, da ich ein sehr enges Verhältnis zu meinen Eltern habe. Ich bin regelmäßig bei hnen und ich wollte sie nicht anlügen, als mein Mann deswegen im Krankenhaus war.

Am Anfang war alles "gut". Es war kein Thema, wenn wir mal zusammen waren, und mir persönlich hat meine Mutter immer ihr Mitleid ausgedrückt usw.
Dann aber der Hammer und ich weiß nicht mehr wie ich damit umgehen soll....von dem Zeitpunkt an, als wir gesagt hatten, daß mein Mann weder Chemo noch Bestrahlung machen möchte/wird, war meine Mutter wie ausgewechselt.

Sie ging soweit, daß sie so Sachen sagte wie:
Was tut er dir damit an! Ich kann dich nicht vor ihm beschützen! Er wäre ein Feigling, weil er nicht sofort zum Arzt rennt um seine Schmerzen abklären zu lassen - usw.

Auf der einen Seite verstehe ich sie..aber sie versteht nicht, daß sie falsch liegt. Er tut mir nichts an. Das er keine Chemo macht, war unser beider Entscheidung bzw stehe ich voll hinter ihm. Meine Mutter meinte, ich solle ihn dazu überreden. Sie versteht einfach nicht, daß er das nicht machen möchte, zumal es palliativ wäre. Solange es ihm gut geht, will er sich nicht unnötig vergiften um noch schneller in der Urne zu landen.

Ich habe mehrmals versucht mit ihr zu reden, aber jedes Argument prallt an ihr ab. Sie wäre wieder "lieb" zum ihm, wenn er Chemo machen würde. Ich sagte zu meinem Mann - du sollst Chemo machen, damit SIE zufrieden ist??? Sie argumentiert, daß es ja auch nur ein Medikament wäre, das Nebenwirkungen haben KÖNNTE, auch wenn die Ärzte ja sagen, daß es zu Erbrechen etc kommt. Es ist so, daß mein Vater Chemo bekommt, auch wegen Lungenkrebs und er hat NULL Nebenwirkungen, ausser ein bisschen Haarausfall. Aber keine Übelkeit usw....

Ich bin immer Sonntags bei meinen Eltern und mein Mann holt mich ab. Mein Vater und meine Schwester sind ganz normal zu meinem Mann, aber meine Mum schaut ihn "mit dem Arsch nicht an". Sie ist sauer auf ihn...nur weil er keine Chemo macht und "mir damit was antut" (emotional). Aber ich will doch selbst nicht das er Chemo macht! Es ist doch ausserdem alleine SEINE Entscheidung!!!
Sie hat COPD und raucht...sagen wir da was? NEIN, bin ich sauer deswegen?, auch Nein....sie mißt mit zweierlei Maß und ich komme nicht zu ihr durch. Sie muss unsere bzw. seine Entscheidung nicht verstehen...aber sie muss sich auch nicht so ihm gegenüber verhalten.

Sorry ist etwas lang geworden und dabei habe ich mich schon kurz gefasst. Ich wollte es einfach mal niederschreiben.
Mir gehen die sachlichen Argumente aus und wenn ich unsachlich werde, werden wir uns zerstreiten deswegen. Das will ich aber auch nicht, denn sie hat wie gesagt COPD und jede Anstrengung und Belastung möchte ich von ihr fernhalten.

Hätte ich am Anfang mir doch was einfallen lassen und hätte gelogen...

Ich hoffe, ihr habt wenigstens innerhalb der Familie nicht sowas..das sich "Freunde" abwenden verstehe ich ja...aber innerhalb einer Familie? Das versteht ich nicht...

Wünsche euch ein schönes Wochenende
Gruß Girly

Carmen
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Re: Schmerzliche Erfahrung

Beitragvon Carmen » 29. Aug 2015, 16:54

Hallo liebe Girly

die Argumentation Deiner Mutter entbehrt für mich jeder Grundlage, das ist die typische, schulmedizinische Angstmache, die man über die Ärzte und Medien suggeriert bekommt. Diese Mainstream-Informationen sollte man immer hinterfragen, um andere Sichtweisen zu entdecken. Dazu dient auch dieses Forum.

Aber ich will doch selbst nicht das er Chemo macht! Es ist doch ausserdem alleine SEINE Entscheidung!!


Solange es ihm gut geht, will er sich nicht unnötig vergiften um noch schneller in der Urne zu landen.


Diese Äußerungen könnten von mir sein

- und -

ja, ja, ja, es ist allein seine Entscheidung! Man muß sie akzeptieren! Ich hoffe, Du bist in der Lage, Deiner Mutter das klar zu machen und hoffe außerdem, daß Du sie auch noch von eventuellen Alternativen überzeugen kannst. Ich drücke die Daumen!

Liebe Grüße

Carmen

Löwenzahn
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Re: Schmerzliche Erfahrung

Beitragvon Löwenzahn » 29. Aug 2015, 23:27

Liebe GirlyGirl
Ich finde gar keine Worte, dass Ihr so unglaublich gut reagiert was die ganze Chemo betrifft. Alle Achtung vor Eurer Entscheidung. Ich wäre heute froh ,wenn mein Mann auch so nüchtern reagiert hätte. :GS29 Leider war das nicht so und er hat es zu spät erkannt. Heute weiss er es besser. Anstatt Deine Mutter Euch helfen würde, drückt sie Euch runter , aber man muss auch sie verstehen dass es die pure Angst ist dass ihr Schwiegersohn sterben könnte,weil er keine Chemo macht und dann ihre Tochter alleine sei nur weil keine Chemo gemacht wurde.
Ich kann Eure Entscheidung nur gut heissen, denn so haben die Alternativen Mittel viel mehr Wirkung da er durch die Chemo nicht vergiftet wurde.
Wenn man bedenkt, dass die Chemo aus Senfgas , Aluminium und anderen Giften besteht dann weiss man was man seinem Körper antut.
Nach der Chemo kann man in den meisten Fällen nicht mehr gut essen, denn das Immunsystem ist erst einmal ruiniert. Das kann Jahre dauern bis man sich erholt.
Chemotherapie erzeugt wiederum Krebs. Kann man alles im Internet nachlesen.
Meinem Mann geht es nach der 2. Chemotherapie ganz schlecht. Er konnte nicht mehr gehen und war nach der Lungenentzündung nicht mehr orientiert. Er fand nicht einmal mehr das Schlafzimmer. Nach der Chemo kommt in vielen Fällen nach ca. 4 Wochen eine Lungenentzündung. Die ist heftig mit hohem Fieber. Da bekommt man verschiedene Antibiotika, weil meistens das 1. te nicht hilft. Ganz langsam geht es jetzt besser. Das ist jetzt nachdem letzten Chemo ca. 12 Wochen her und die lässt immer noch grüssen. Ich wollte nie dass er eine Chemo machen lässt, aber er meinte dass er sonst keine Chance hätte. Das Gegenteil ist eingetreten.
Die Ärzte und die Pharmaindustrie verdienen Milliarden, und bringen die armen kranken Menschen um.
Freu Dich , wenn Dein Mann so klug ist und das für Euch erkannt hat.
Ich hatte Dir so viel ich weiss schon einmal einige Alternativen aufgeschrieben und Carmen und andere haben schon sehr gute Alternativmethoden im Forum aufgeführt. Ich weiss es ist mühsam aber Dein Mann wird es schaffen.
Wie geht es ihm jetzt?
Auch über die Psyche hat so viel ich jetzt weiss ralfdingo sehr gute Berichte drin.
Lass Dich umarmen und drücken und kämpft den guten Kampf ums Überleben
Doris

GirlyGirl
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Re: Schmerzliche Erfahrung

Beitragvon GirlyGirl » 31. Aug 2015, 11:34

Hallo Carmen, hallo Doris

Danke euch. Mein Mann ist traurig darüber, wie meine Mutter reagiert und darüber denkt. Wir hatten deswegen ein Gespräch, in dem mein Mann überlegte sich doch einer Chemo zu unterziehen. Ich sagte ihm, er könne eine Chemo machen, wenn ER es denn wollte und nicht damit meine Mutter ihren Willen bekommt - das was sie macht ist emotionale Erpressung. Und was kommt dann? Er leidet - ich leide - aber meine Mutter ist zufrieden und kann uns dann wieder mit Mitleid überhäufen....mein Mann stimmte dem zu und ich las ihm eure Posts vor. Das hat ihn auch wieder bestärkt seinen Weg zu gehen. Es ist sein Leben und sein Körper und SEINE Entscheidung. Die kann man nicht abnehmen..

Ja - die Tipps habe ich gelesen und setze sie um. Sie sind sehr hilfreich :-) Das dein Mann (Doris) so leidet zur Zeit und du mit, kann ich nur allzugut verstehen und es tut mir leid. Ich wünsche euch beiden alle Kraft der Welt!

Ich habe meiner Mutter alle möglichen Berichte vorgelegt um ihr zu zeigen was Chemo wirklich ist. Aber es ist kein durch kommen zu ihr. Auch wenn es mir im Herzen weh tut, kann ich diese Belastung zusätzlich nicht brauchen und habe für mich eine Entscheidung getroffen. Soll sie sauer sein bis sie schwarz wird, es ändert nichts an unserer Entscheidung. Ich kann und will mich nicht länger darum kümmern, mein Mann hat die absolute Priorität und braucht meine ganze Kraft. Vielleicht sieht sie es ja doch noch ein das es mehr gibt als diese menschenverachtene Methode der Massentötung Chemo.

Meinem Mann geht es eigentlich gut. Seine Haut ist besser geworden, war super trocken. Er hustete letzte Woche viel Blut, bis er etwas ganz schwarzes mit frischen Blutfäden ausgehustet hatte. Danach ging auch das Bluthusten stark zurück. Aber seit gestern hustet er wieder Blut. Ansonsten ist er immer noch schnell erschöpft und dauermüde und sein linkes Bein gehorcht auch nicht so. Er läuft deswegen schlecht und fühlt sich unsicher beim laufen.
Er hat Schmerzen unter dem rechten Rippenbogen. Die Schmerzen werden stärker. Aber ansonsten wie gesagt, geht es ihm gut. Er nimmt Schmerzmittel morgens und Abends..manchmal auch Mittags. Das macht uns natürlich Sorgen, aber wir gehen unbeirrt weiter unseren Weg.

Es erfüllt mich zu lesen, daß wir nicht alleine sind. Im Internet kann ja viel stehen, aber in einem Forum ist es anders. Irgendwie mehr "live" :-)
Danke euch und wünsche euch allen viel Kraft weiterhin!

Gruß
Girly

Löwenzahn
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Re: Schmerzliche Erfahrung

Beitragvon Löwenzahn » 31. Aug 2015, 13:53

Hallo GirlyGirl, Danke für Deine lieben Worte. Es ist schrecklich wie Dein Mann leidet und Du zusehen musst. Ich weiss wie man sich dabei fühlt und man immer hin und hergerissen wird. Entscheiden könnt Ihr das nur zusammen und Ihr müsst auch ehrlich zueinander sein. Diesen Krebs den Dein Mann hat kannst Du bestimmt auch nachlesen in dem Heft von Maria Treiben " Heilkräfte aus der Apotheke Gottes " .Lass Dir das von Carmen oder Klaraschulz bitte dringend erklären. Ich habe vieles befolgt und vor Allem doch sein Leben bis jetzt erhalten können mit GOTTES Hilfe. Wichtig wäre halt dass Du Dich mit SUNLIT Naturprodukte im Internet in Verbindung setzt. Ich finde : Egal was es im Moment kostet Hauptsache es hilft und erhält Leben. Wir haben nicht sehr viel aber das ist mir jetzt egal. Carmen , KlaraSchulz und ralfdingo wissen mehr. Gute Erfahrungen haben wir mit Laetril, mit VitaBiosa, und dazu Betain HCL, Brokkolipulver, Gerstengras Pulver und Avocado arborescens, Panaceo-Basic-Detox gemacht. Sicher das kostet Geld. Aber wenn es hilft? Man muss kämpfen, kämpfen und nochmals kämpfen. In der Ulmer Uniklinik fühlen wir uns zur Zeit einigermassen gut aufgehoben, was wir in Kempten nicht waren. Sie haben bis jetzt auch keine neue Chemotherapie gefordert.
Wie es ausgeht weiss nur GOTT allein. Ich kann nur alles was man mir sagt versuchen umzusetzen und das wünsche ich Dir und Deinem Mann auch.
Herzlichst Doris

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ralfdingo
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Re: Schmerzliche Erfahrung

Beitragvon ralfdingo » 31. Aug 2015, 21:20

Hallo es ist nicht Avocado arborescens sondern Aloe aber sonst stimmt da alles.
Wenn ich das so lese was du Girly so schreibst kommt mir ganz schnell die Psychologische Seite hoch. Ihr versucht jetzt deine Mutter entweder zu überzeugen oder zufrieden zu stellen. Das ist aber gar nicht eure Aufgabe. Du brauchst deine Mutter nicht überzeugen denn du weist doch selber nicht was sein wird und was am ende wirklich besser gewesen wäre. Jeden Tag entscheide ich neu was ich heute mache und ich bin mir selbst darüber einig das ich da frei bin und nur mir selbst verantwortlich. Ich bin fest davon überzeugt das unser leben eine Serie von Aufgaben ist die es zu bewältigen gibt. Ist eure eventuell die auf eigenen Beinen zu stehen? Das heißt nicht das ihr alles richtig machen werdet und es kann auch alles schief gehen aber wichtig ist das ihr mit eurem eigen Weg zufrieden seit und ihn bewusst geht und das mit vertrauen das das richtige für euch geschehen wird.
Macht euch klar das die chemo ein Gift ist die die ganze Person angreift und in den meisten Fällen den Kreps am Anfang eindämmt leider kann man nicht so lange weiter machen bis wirklich alle Krebszellen ausgemerzt sind. Denn eher macht der ganze Organismus schlapp. Ich habe aber auch von leuten gehoert die mit Chemo gesund geworden sind. Auch ich habe 3 Zyklen hinter mir aber ich habe es mit der Aussicht auf eine Op gemacht und vorher eine B17 Kur und währen dessen eine Aloe Kur und Vitamin C und noch alles mögliche Enzyme und Apfel und Karottensäfte keine anderen Zucker kein Schwein kein rohes Fleisch und b17 noch und nöcher. Aber wir sind alle anders und der geistige weg ist der ( so glaube ich ) der entscheidende. Wir müssen uns selbst die Kraft geben und den Mut nicht zu Kämpfen denn wenn wir gegen uns selbst Kämpfen können wir nur verlieren. Erst einmal müssen wir wissen was wir eigentlich wollen wo wir hin gehen wollen wozu wir unseren Körper brauchen wir müssen uns lieben lernen so wie wir sind und unseren nächsten akzeptieren so wie er oder sie ( di Mammi) ist. Sie hat auch nur Angst so wie Ihr.
Es ist finde ich gar nicht hilfreich seine Zeit damit zu verschwenden was man nicht machen will. Konzentriert euch auf das was ihr machen wollt und wenn deine Mutter wieder anfängt dann sag ihr einfach das nicht nur sie Angst hat und das weder sie noch ihr in die Zukunft sehen könntet und das es sehr wichtig sei in der zeit der Genesung keinen Familiaren streit zu haben denn der ist garantiert schädlich.
Ich habe ein neues Forum eingefuegt da koennt ihr eure Buecher reinstellen ich will euch ganz privat hier den Fakier empfehlen von RUZBEH N. BHARUCHA gleich beide bände denn es sind nicht nur die Pillen die heilen. Ciao Ralf

tigrib
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Re: Schmerzliche Erfahrung

Beitragvon tigrib » 1. Sep 2015, 08:32

Liebe Girly,
Ich weiß gar nicht, was ich dir raten kann. Aber der Familiäre Frust bekommt euch beiden nicht. Du ärgerst dich über deine Mutter und belastest natürlicherweise mit deiner Wut, Trauer und Angst deinen Mann. Ihr füht euch hin- und her gerissen, es jedem Recht machen zu wollen und das raubt Kraft. Wichtige Kraft für die Genesung deines Mannes und für dich, den Weg mit ihm gemeinsam zu gehen.

Girly es klingt hart, aber du musst deiner Mutter gar nichts recht machen, nur damit Frieden in der Familie herrscht. Ich bin mal ganz ehrlich, wie sich deine Mutter verhält ist einfach böse. Anstatt dir und deinem Mann Fürsorge, Hilfe und Geborgenheit zu schenken, bringt sie euch in arge Konflikte. Sei nicht böse über meine harten Worte, aber bei solch einem Verhalten fehlen mir auch irgendwie die passenden Worte. Du schreibst dein Vater ist auch erkrankt, vielleicht ist sie momentan so voller Ängste, soviel Leid und Bangen, dass sie nicht anders kann.

Ich verstehe, dass du dich mit deiner Mutter nicht zoffen möchtest, aber ihren Willen nachgeben ist nun auch nicht die Lösung. Sie will dich beschützen vor Leid und Angst, du bist ihre Tochter, für sie ist nun mal Chemo die alleinige Lösung für das übel. Es ist nur Schade, dass sie nicht in der Lage ist, dass zu akzeptieren. Es wird seine Gründe haben. Ich denke die Ursache liegt viel tiefer.
Vielleicht könnt ihr euch mal hinsetzen in Ruhe und ganz ehrlich über eure Ängste reden. Vielleicht kannst du ihr klar machen, dass du viel mehr leiden würdest, wenn dein Mann Chemo macht und du ihn leiden sehen würdest. Es geht nicht darum ihr deinen Willen aufzuzwingen, sondern darum, dass sie fühlt, dass dieser gewählte Weg für dich/euch stimmig ist.
Es geht deinem Mann momentan schlechter, dass war abzusehen. Er beschäftigt sich momentan nun leider nicht nur mit seiner Krankheit, sondern hat noch ein schlechtes Gewissen wegen seiner Entscheidung, diesen Weg zu gehen. Girly du musst jetzt unbedingt die Reissleine ziehen, manchmal ist das Bitter, ich weiß. Habt ihr schon die Pilze bestellt?

Ich drücke die Daumen, dass ihr Beide einen Weg für euch findet und euch nichts und niemand davon abbringen kann. Dein Mann hat keinen einfachen Krebs, aber wer hat den schon, aber eben auch nicht aussichtlos
Ich setze euch nochmal einen Link hier ein von Horst, der es mit Reishi geschafft hat, sich von seinem Lungenkrebs zu heilen, nur mit dem Reishi. Er soll euch Mut machen und die nötige Kraft geben. Ich und auch Lena haben Horst damals über ein anderes Forum persönlich kontaktiert und es ging ihm gut.


Zitat
Naturarzt 2/2011

Was mir geholfen hat

Rubrik: Ganzheitlich heilen

Krebs nahm nach Kur mit Heilpilz positiven Verlauf

Bei Dr. Horst Plittner wurde mehrfach Krebs diagnostiziert, erst an der Prostata, dann an der Speicheldrüse und zuletzt an
der Lunge. Der Biologe suchte im Internet nach Infos und fand einen kurzen Fachartikel über die Rückbildung eines Magenkrebses nach dem Konsum eines Medizinalpilzes - und machte einen erfolgreichen Selbstversuch.
Meine erste Krebsdiagnose bekam ich 2006 im Alter von 66 Jahren. Die Prostata war befallen. Ich unterzog mich einer Totaloperation. Zwei Jahre hatte ich Ruhe, 2008 wurde ein Krebs an der Speicheldrüse festgestellt. Wieder wurde operiert.
Aus Sorge um meine Gesundheit stellte ich meine Ernährung um und esse seither überwiegend vegetarisch. Ich starte den Tag mit einem Müsli aus Magerquark, Leinöl, Nüssen und roten Früchten (Budwig-Diät). Alle drei Monate ging ich zur Kontrolluntersuchung. So auch im Januar 2010. Dabei wurde bei der Computer-Tomographie (CT) ein Befall der Lunge auf beiden Lungenflügeln festgestellt. Im April war eins davon bereits deutlich gewachsen.

Alle zwei Jahre ein neuer Krebs
Am 15. Mai 2010 wurde das befallene Lungengewebe entfernt. Die Gewebeuntersuchung ergab ein typisches, nicht kleinzelliges Bronchial-Karzinom und zeigte, das befallenes Gewebe in der Lunge verblieben war. Ich durchsuchte nun das Internet nach Informationen und stieß auf eine Seite über Medizinalpilze, die seit langem in Ostasien geschätzt werden. Dies weckte auch mein biologisches Interesse. Dazu fand ich einen Bericht, in dem über die Rückbildung eines
Magenkrebses nach dem Konsum von „Megadosen“ des Pilzes „LingZhi“ (oder Reishi) berichtet wurde. Dieser Pilz hat in Ostasien ein ebenso hohes Ansehen wie Ginseng und heißt zu deutsch „Glänzender Lackporling“. Er soll das Immunsystem
und die Leber stärken sowie den Stoffwechsel anregen.
Ich bestellte mir dieses Pilzpulver und nahm vom 22. bis 29. Mai 2010 täglich 30 Kapseln davon ein. In der Zwischenzeit hatte ich mir auch den Originalartikel des kurzen Berichts, der in einer internationalen chirurgischen Fachzeitschrift
erschienen war, besorgt. Dabei erfuhr ich, dass der Mann nicht Pilzpulver, sondern Pilzsporen eingenommen hatte - fünf Tage lang täglich 60 Kapseln. Ich entschied mich, zusätzlich die Sporen des Pilzes einzunehmen und konsumierte
vom 30. Mai bis 9. Juni 2010 insgesamt 384 Kapseln! Zwei Wochen später wurde der linke obere Lungenlappen komplett entfernt, dazu etwa 20 Lymphknoten. Diesen waren ohne Befall - und das Lungengewebe?

Kein Krebsgewebe mehr nach Pilzkur
Am 22. Juli kam endlich das Ergebnis der Gewebeprobe: „Es wurden keinerlei Krebszellen gefunden gefunden, dafür aber nekrotisches (abgestorbenes) Gewebe. Somit ist keine weitere Behandlung - etwa Chemotherapie oder Bestrahlung - notwendig.“ Beim nächsten Kontroll-CT im Oktober ergab das Bild einen unklaren Befund des rechten Lungenflügels.
Sicherheitshalber wurde eine Bronchoskopie durchgeführt. Man entnahm „verdächtiges Gewebe“ mit dunklen Punkten. Am 18. November rief mich mein Onkologe an: „Die Gewebeprobe enthält nichts Malignes! Es handelt sich um ganz normales
Lungengewebe.“ Mein Herz hüpfte! Der Glänzende Lackporling hatte aus meiner Sicht ganze Arbeit geleistet.

Zitat Ende
Girly auch wenn wir dir hier keine Entscheidung abnehmen können, wir können hier zuhören und Kraft spenden.

LG Moni

GirlyGirl
Beiträge: 27
Registriert: 14. Jul 2015, 13:23

Re: Schmerzliche Erfahrung

Beitragvon GirlyGirl » 1. Sep 2015, 10:52

Moni - du hast absolut Recht. Ich kann mich nicht weiter belasten was meine Mutter angeht. Ich finde deine Worte auch nicht hart, sie IST "böse" was das angeht. Auch wenn sie sonst eine herzensgute Frau ist, aber jetzt im Moment ist sie sehr krass. Ich kann sie ja auch verstehen, so ist das nicht. Aber ihr Verhalten kann ich nicht dulden. Sie muss weder einverstanden sein, noch muss sie unsere Entscheidung verstehen. Aber sie kann doch normal mit meinem Mann umgehen...naja..wird vielleicht noch.

Nein, Nein - du/ihr "sollt" mir auch keine Entscheidungen abnehmen. Ich bin nur froh das ich Menschen wie euch gefunden habe, die gleiches erlebt haben. Alleine das hilft schon enorm.
Ja ich habe Pilze bestellt - Reischi und Maitake. Müssten die Tage geliefert werden.

Das ist so unglaublich - was Pilze bewirken können. Es ist so schade, daß dieses Wissen so verteufelt wird und unterdrückt wird.

Vielen lieben Dank auch an Ralf und Doris für eure Worte. Ja - wir halten an unseren Weg fest. Es geht um sein Leben und nicht darum, daß irgendjemand zufrieden ist, weil er/sie es nicht anders kennt.

Wünsche euch weiterhin viel Kraft und Gesundheit %%-

Gruß
Veronika

tigrib
Beiträge: 236
Registriert: 25. Okt 2013, 10:52

Re: Schmerzliche Erfahrung

Beitragvon tigrib » 1. Sep 2015, 11:54

Liebe Veronika,
Du hörst dich heute schon viel optimistischer an. Ihr beide habt die Kraft euren Weg zu gehen, gemeinsam und das ist wichtig.
Ich hoffe die Pilze erreichen euch bald. Auf Grund des momentanen Gesundheitszustandes deines Mannes,,schaut mal ob ihr die Hochdosierung beschleunigen könnt, allerdings immer nur soviel, wie der Körper deines Mannes es zulässt. Mit enormen Entgiftungsreaktionen müsst ihr leider rechnen. Aber was solls, dass bekommt ihr beide auch hin, sagt euch immer umso heftiger, umso besser. Ist das doch ein Zeichen, dass der Körper alles schlechte rausbringt.

Ich glaube dir gerne, dass deine Mutter ansonsten ganz lieb ist. Ich denke es ist ihre Art ihren Angst um Dich auszudrücken. Sieht sie doch auch, wie du leidest, dass dein Mann so krank ist, sie würde es dir wahrscheinlich gerne abnehmen. Bin doch auch Mutter. In der Chemo sieht sie halt soviel Hoffnung, dass die Krankheit besiegt wird. Sie ist doch nicht die Einzige, die das glaubt. Sie will auch nur das dein Mann überlebt, damit es dir gut geht. Würde mir bei meinen Kindern auch so gehen. Uns unterscheidet halt nur, dass ich nicht an die Chemo glaube. Also konzentriere dich daher nur auf dich und deinen Mann.

LG Moni

Naturfan
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Re: Schmerzliche Erfahrung

Beitragvon Naturfan » 7. Sep 2015, 11:14

Liebe Veronika,

ich kann euch auch nur darin bestärken - geht euren Weg, ihr müsst mit euch im Reinen sein, sonst niemand! Wenn ich das so lese, bin ich wieder froh, dass in meinem Umfeld niemand von meinem Tumor weiß und versucht mich von meinem Weg abzubringen, das würde mich zuviel Kraft kosten.

Ich hatte vor 30 Jahren, als ich meinen jetzigen Mann kennenlernte, ein ähnliches Problem mit meiner Mutter. Mein Mann ist Musiker und entsprach überhaupt nicht den Vorstellungen, wie ein Mann für mich sein sollte. Ich stritt fast ein Jahr ständig mit ihr, versuchte ihn und mich zu verteidigen. Es war furchtbar. Bis ich mir eines Tages sagte, es ist genug! Ich sagte meiner Mutter klipp und klar, dass ich meinen Mann liebte und ich keinerlei Diskussion darüber führen möchte. Ich würde ab sofort keine schlechten Worte, Beleidigungen o.ä. dulden und ggf. das Gespräch sofort abbrechen. Das hat gewirkt! Ab diesen Tag war Ruhe!

Die Welt im aussen ist ein Spiegel, wie es in uns innen aussieht. Deine Mutter spricht die Zweifel, die du im inneren (verständlicherweise) hast, einfach aus. Ich würde dir raten, dich ganz konsequent auf keine Diskussion mehr einlassen und ihr klar machen, dass es euer Leben ist und Punkt.

Ich wünsch dir ganz viel Kraft, lass dich nicht aus deiner Ruhe bringen.

Alles Liebe Hannelore


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