Manchmal fangen wir an zu Kaempfen

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ralfdingo
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Manchmal fangen wir an zu Kaempfen

Beitragvon ralfdingo » 11. Sep 2015, 23:17

Manchmal wenn ich höre das wir gegen unseren Feind im Körper Kämpfen müssen, oder gegen den Parasiten in uns und wenn dann noch die Angst vor den Metas kommt die sind dann auch was fremdes, dann kommen mir doch zweifel. Und wenn alles unser Körper wäre, alles von uns selbst gemacht? Alles eingeleitet durch ein leben was uns von uns selbst entfernt? Einer Ernaerung die uns nicht ernaert? Ein leben was wir in der Zukunft oder in der Vergangenheit leben entfernt uns von unserem Koerper der in der Gegenwart verwurzelt ist und mit dem wir zusammen sein koennen nur dann wenn auch unser Geist in der Gegenwart lebt, wenn wir es schaffen in der Gegenwart zu leben, spüren wir unseren Koerper und lernen uns kennen. Meditazion hilft uns uns selbst zu spüren uns im Einklang mit dem jetzt und hier zu fühlen. Irgendwann stellen wir fest das wir nur ein teil eines ganzen sind das dieser Teil nur immer in dem Augenblick wirklich lebt wo wir wirklich ganz präsent sind.
Wenn ein kleiner Teil von uns nicht mehr so funzioniert das es dem ganzen nutzt dann werden wir Krank und wenn dieser Teil sein ganz Eigenes Süppchen kocht so nennen wir das Krebs, aber es ist immer noch ein Teil von uns und wenn wir da anfangen zu Kämpfen dann können wir nur verlieren denn der Kampf geht gegen uns. Die Schulmedizin Kämpft ich versuche mich zu lieben zu akzeptieren und auf mich zu hören . Nur der Körper selbst kann sich wirklich heilen, er braucht dazu die richtigen Bausteine die wir ihm geben können. Manchmal will der Körper einfach nicht und wir sterben. Aber was heißt denn eigentlich sterben? Wenn wir wirklich Teil vom ganzen sind und das ganze nie stirbt so werden auch wir nicht wirklich sterben. Es wird der Körper sterben der uns ein liebenswertes Vehikel geworden ist und an dem wir hängen weil wir mit diesem Körper auch unsere Relationen leben aber unser Geist wird weiter leben entweder verbunden und ohne eigenes ich im großen ganzen oder wenn das ich noch zu stark ist in einem neuen Körper. So oder so ähnlich oder ganz anders ? Vollkommen gleichgültig wenn wir wirklich verstanden haben das wir nur im Augenblick leben und auch nur als Teil vom ganzen.
Meditation oder intensives beten sind so glaube ich die einzige Möglichkeit wirklich zu spüren das wir nicht allein sind sondern wirklich nur im Zusammenhalt leben, wenn wir das verstanden haben so wird es auch leichter uns zu heilen denn im kleinen ist es das gleiche, jeder Teil von uns lebt dank des ganzen Körpers und wenn wir den Körper heilen wollen dann brauchen wir jedes Teil, und ein Kampf kann da zu nichts führen.
So schluss ich komme ins schwafeln noch 10 bewusste atemzuege und dann ins Bett gute Nacht ciao Ralf

klaraschulz
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Re: Manchmal fangen wir an zu Kaempfen

Beitragvon klaraschulz » 12. Sep 2015, 09:53

Lieber Ralf,

ich teile deinen Denkansatz und habe mir zu dem Thema besonders im letzten jahr viele Gedanken gemacht. nicht kämfen bedeutet in dem fall nicht zwangsläufig sich aufgeben, es ist eher ein schritt in Richtung innere ruhe und ausgelichenheit. sicher gelingt das nicht an jedem tag gleich gut mit der inneren ruhe und auch ich habe häufig tage dazwischen wo man aufgewühlt ist und ich versuche mich dann zu erinnern was stress in unserem körper anrichten kann sei er nun bewußt oder unbewußt.liebe ist ein ganz wichtiger begriff, liebe anderen gegenüber und selbstakzeptanz und liebe sich selbst gegenüber. häufig unterliegen wir gesellschaftlichen zwängen und druck von außen und sicher fällt es einigen schwer als anderen zu sichg selbst und seinen Entscheidungen zu stehen aber ich glaube das dies einer der schlüssel zur Heilung sein könnte. ich wünsche euch allen von herzen eine gute zeit in richtung Heilung ohne dabei in den "krieg" zu ziehen.

liebe grüße und ein schönes Wochenende klara

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Re: Manchmal fangen wir an zu Kaempfen

Beitragvon Naturfan » 12. Sep 2015, 14:48

Lieber Ralf,

auch ich stimme dir in allem zu. Kämpfen, gegen etwas sein - stärkt nur, gegen was wir sind.
Man sieht ja im aussen, wohin kämpfen führt. Die ganze Welt kämpft gegen dieses und jenes und meistens wird dadurch alles nur noch schlimmer.
Mutter Theresa hat mal gesagt, sie nimmt an keiner Demonstration gegen Krieg teil, wohl aber für den Frieden!
In diesem Sinne versuche ich meinen Körper zu unterstützen, damit er sich wohl fühlt und dadurch heilen kann. Wobei auch das Wort "Heilen" von zwei Seiten zu sehen ist. Man kann seinen Körper heilen oder aber versuchen, dass die Seele heil wird. Wenn das geschieht, ist es eigentlich egal, ob der Körper nachzieht, da die Seele unsterblich ist.

Nur ist es manchmal leichter gesagt als getan. Momentan "kämpfe" ich mit ständigen Kreuzschmerzen, die ich eigentlich schon wegbekommen habe, bis ich mich im Urlaub auf so einen doofen Massagestuhl gesetzt habe, seitdem plagen sie mich wieder. Ausserdem habe ich z.Zt. Halsschmerzen, Schnupfen, Kopfschmerzen,bin ständig müde, mein Darm spielt auch verrückt. Dazu schleichen sich immer wieder die Gedanken ein - sind es vielleicht Knochenmetastasen, Darmmetastasen oder ist es die Niere? Da ja fast niemand von meinem Tumor weiß, bleibe ich mit meinen Ängsten allein. Mein Mann blockt auch nur ab, wenn ich davon anfange.

So jetzt habe ich mal bei dir Dampf abgelassen. Keine Angst, ich lasse mich nicht unterkriegen. Ich gehe jetzt mit unserem Hund Gassi, danach sieht die Welt wahrscheinlich wieder anders aus. Die Natur bringt mich meistens wieder in meine Mitte.

Alles Liebe Hannelore

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ralfdingo
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Re: Manchmal fangen wir an zu Kaempfen

Beitragvon ralfdingo » 12. Sep 2015, 19:56

forza das schaffst du schon und Angst ist eine ganz natuerliche reaktion wie wir damit umgehen ist das was zaehlt und du machst das gut. Ja die Natur hilft uns in allem.

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Re: Manchmal fangen wir an zu Kaempfen

Beitragvon klaraschulz » 12. Sep 2015, 20:27

Liebe Hannelore,

es ist schade das du keinen ansprechpartner für deine ängste in deinem mann findest. ich glaube die angst verliert an macht wenn man sie klar ansprechen kann und darf und vor allem wenn noch viel mehr menschen begreiffen das verdrängte – unausgesprochene ängste das sind was innerlich an uns frisst. Ich war früher selbst eine von denen die immer dachten zu seinen ängsten zu stehn bedeutet schwäche und hab immer alles mit mir selbst ausgemacht, aber ich habe diese einstellung überdacht und finde heute das eine meiner stärken ist das ich zu meinen schwächen stehe, ich hab so hart an mir gearbeitet perfektionismus und die „kleine kriegerin“ in mir zu begraben und manchmal merke ich auch noch wie diese eigenschaften wieder aufflammen wollen und ich glaube heute das man auch als selbstbewusste, starke frau trotzdem dann und wann angst haben darf und selbstverständlich ist es auch rein garnicht „ unmännlich“ angst zu haben. Nur ängste die man zuläßt kann man bearbeiten und weiter wachsen. Du bist nicht allen mit deiner angst und wenn du sonst niemanden hast mit dem du offen darüber reden kannst dann ist auch das hier der richtige platz dafür. Wir wollen mut und hoffnung verbreiten und doch ist es auch ein platz über sorgen und ängste zu sprechen und festzustellen das es egal wie tapfer man ist den einen oder anderen von uns genauso überkommt. Wichtig ist das dein grundkonzept steht und du immer wieder darin halt findest auch wenn dann und wann zweifel aufkommen. Für deine kreuzschmerzen- ich weiss nicht ob du da evtl. schon mal schwedenkräuterumschläge probiert hast und ganz viel wärme (z.B. wärmflasche ins kreuz)

gute Besserung für deinen rücken und ich finds toll und sehr mutig wie du ganz offen über deine sorgen schreibst

fühl dich virtuell umarmt klara

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Re: Manchmal fangen wir an zu Kaempfen

Beitragvon Naturfan » 13. Sep 2015, 17:27

Lieber Ralf, liebe Klara,

danke für euren Zuspruch - habe mich schon wieder aus meinem Sumpf raufgearbeitet. :-bd

Nachdem ich gestern beim Spazierengehen noch höllische Ischiasschmerzen hatte, ist mir plötzlich das homöopathische Mittel Hypericum gegen Nervenschmerzen eingefallen (fühlte sich wie eine Eingebung von "oben" auf meinen Hilferuf an). Zuhause sofort genommen, seitdem wurde es fast schlagartig besser, dazu noch mein heisses Kirschsteinkissen ins Kreuz und ich konnte endlich wieder in der Nacht ohne Schmerzen tief und fest schlafen!
Meine Nase und Hals nerven noch ein bisschen, aber das kriege ich auch noch weg. Ausserdem nehme ich es als Zeichen, dass mein Immunsystem arbeitet.

Ab sofort gebe ich mir "Grübel-Verbot" und konzentriere mich wieder auf die schönen Dinge.

LG Hannelore

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Re: Manchmal fangen wir an zu Kaempfen

Beitragvon ralfdingo » 15. Sep 2015, 22:01

Gübel Verbot hört sich ja grauslich an dann kommt das Problem irgend wo anderst raus. Aber man kann sich ja sagen ich darf später grübeln aber erst geh ich spazieren und mach 3 wirklich schöne Fotos ( das geht auch bei Regen ) so musst du wirklich was schönes suchen dann stellst du dich noch vor den Spiegel lächelst dich an und wünscht dir trotz allem einen schönen Tag

Ciao ralf

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Re: Manchmal fangen wir an zu Kaempfen

Beitragvon Naturfan » 16. Sep 2015, 11:30

Naja, "Verbot" hört sich vielleicht ein bisschen hart an, aber ständig darüber zu grübeln, "was könnte sein, wie wird die Zukunft, gibt es überhaupt eine? wie geht es weiter usw." bringt ja nichts. Seine Ängste oder Probleme anschauen und versuchen sie aufzuarbeiten ist das eine, sie aber festzuhalten und ständig mit sich rumtragen bringt aber nichts, sondern zieht mich nur noch stärker hinein. Und wenn ich das alles loslassen kann, und nur an den Augenblick denke, bin ich mit mir im Reinen und dann fallen mir auch die besten Lösungen ein.

Schöne Grüße nach dem wunderschönen Italien (bei uns scheint übrigens auch die Sonne und es ist wieder wunderbar warm!)

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Re: Manchmal fangen wir an zu Kaempfen

Beitragvon Oshun_Yemaja » 12. Nov 2016, 14:57

Schönes Eingangsposting.

Ja, ich hab grad heute wieder gemerkt, dass das Kämpfen einfach nicht der Weg ist.
Konsequenz - auch wenns gefühlt zum 100.000sten Mal ist und kein Ende zu haben scheint?:

Fühlen.

Diese Gefühle, die ich keinesfalls annehmen will ...

(und ja, daran hängen auch noch Geschichten und Menschen,
aber mit all dem hab ich mich ebenfalls schon gefühlt 100'000 Mal befasst,
in gefühlt Millionen von Therapien und Einzelsitzungen, alternativ und nicht-alternativ,
auch mich hinsetzen und still meditieren oder Mantras chanten ...
... das KANN manchmal helfen und ich komm so zur Stille, aber manchmal,
wie auch grad heute wieder, da "ruft" es so sehr laut und deutlich:)

"Fühl mich!" rufen die Gefühle.

Vergiss alle Geschichten dazu, Erklärungen, auch alles Beklagen nützt nichts,
weil ich hab nun schon zu Genüge erfahren: "es" kommt immer und immer wieder!
Ja, wird vielleicht sogar eher schlimmer (gefühlt), nicht besser.

Die Gefühle - auch die "hässlichen" und "ganz schlimmen":

wollen geliebt und angenommen werden.

Von mir selbst.

.

.

.


Herzberührung.


.

.

.

Und auf einmal ist Schönheit und Fülle wahrzunehmen.

Nicht mehr Not und Bedürftigkeit.

Ja.

Daran scheint kein Weg vorbei zu gehen (will ich gesund werden):

Fühlen. Annehmen.

JA sagen zu dem, was in meinem Leben (als Gefühl) auftaucht.

Und nicht einfach nur so dahin gesagt.

Sondern richtigrichtigrichtig gefühlt.

Plötzlich ... ist Schmerz gar nicht mehr Schmerz.

Sondern Wärme. Reichtum.

All das, was ich im Aussen gesucht habe,

ist mitten drin im Schmerz, in andern "unerwünschten" Gefühlen versteckt.

Ja, man könnte fast sagen:

Geschenke auspacken.

Immer wieder neu.

Mich im JA üben.

Auch DAS darf sein.

JA.

Liebevoll.
Sanft.
Weich.

Oshun Yemaja


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